Bundesliga 2010/11, 12. Spieltag
16:40 - 54. Spielminute

Gelbe Karte
Makiadi
Freiburg

16:53 - 66. Spielminute

Spielerwechsel
Ibisevic
für Vukcevic
Hoffenheim

16:53 - 66. Spielminute

Spielerwechsel
Salihovic
für Mlapa
Hoffenheim

17:08 - 81. Spielminute

Spielerwechsel
Reisinger
für Rosenthal
Freiburg

17:10 - 84. Spielminute

Spielerwechsel
Caligiuri
für Putsila
Freiburg

17:14 - 87. Spielminute

Spielerwechsel
Thomalla
für Ibertsberger
Hoffenheim

17:18 - 90. + 1 Spielminute

Tor 0:1
Cissé
Rechtsschuss
Vorbereitung Reisinger
Freiburg

HOF

SCF

Erste Pleite für 1899 gegen Freiburg - SC-Serie hält an

Cissé gelingt der Last-Minute-Streich

Hoffenheims Beck im Duell mit Abdessadki

Achtung: Hoffenheims Beck im Duell mit Abdessadki. picture alliance

Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick brachte im Vergleich zur 1:2-Niederlage beim HSV drei Neue: Für die verletzten Obasi (Stressfraktur im Schienbein) und Weis kamen Vukcevic und Ibertsberger, der somit gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber zu seinem 50. Spiel im Trikot der Kraichgauer kam. Der Österreicher rückte hinten links in die Viererkette, während Luiz Gustavo seine angestammte Position im zentralen Mittelfeld beackern sollte. Außerdem verdrängte Sigurdsson den angeschlagenen Salihovic (Rückenprobleme) auf die Bank. Damit kehrte Rangnick von seinem zuletzt präferierten 4-3-3-System zu einem 4-4-2 mit zwei "Sechsern" und zwei offensiven Außen zurück.

Freiburgs Coach Robin Dutt hingegen tauschte nach dem 1:0-Sieg gegen den 1. FSV Mainz 05 nur auf einer Position. Der wiedergenesene Mujdza erhielt den Vorzug vor Williams.

Bei allerbesten äußeren Bedingungen und in einer ausverkauften Rhein-Neckar-Arena entwickelte sich zu Beginn ein temporeiches, interessantes und unterhaltsames badisches Duell, das allerdings zunächst keine klaren Torraumszenen zu bieten hatte. Hoffenheim investierte etwas mehr und war um Spielkontrolle bemüht, konnte sich dabei aber gegen eine gut gestaffelte SC-Defensive nur selten durchsetzen. Wenn etwas ging, dann war Sigurdsson beteiligt. So durfte der Isländer auch die ersten beiden nennenswerten Möglichkeiten der Hoffenheimer verbuchen (5., 16.).

Der 12. Spieltag

Der Sportclub verlagerte sich indes auf Konter, konnte diese aber lange Zeit nicht effizient ausspielen. Fehlende Genauigkeit und eine aufmerksame Deckung der TSG führten dazu, dass Haas beschäftigungslos blieb. Die 21. Minute hatte es dann in sich: Zuerst scheiterte Sigurdsson aus 15 Metern - Vukcevic hatte exzellent aufgelegt - am Querbalken, ehe Sekunden später Freiburgs Goalgetter Cissé aus der Distanz nur Zentimeter zu hoch ansetzte.

Die ganz klaren Gelegenheiten hatten Seltenheitswert, dennoch blieb es ein flottes Spiel, in dem 1899 die Akzente setzte und in der 31. Minute die Führung auf dem Fuß hatte: Vukcevic scheiterte per Seitfallzieher an Baumann. Hinten musste die Rangnick-Elf allerdings stets wachsam sein, denn die Freiburger strahlten über Konter immense Gefahr aus. Beim SC kam der finale Pass aber nicht an. Dafür waren die Gäste in der Defensive stabil, weswegen es torlos in die Kabinen ging, auch weil Ba nach einem Freistoß knapp rechts vorbeiköpfte (42.).

Freiburg dreht spät auf und wird belohnt

Hoffenheims Mlapa gewinnt das Kopfballduell gegen Barth

Zweite Etage: Hoffenheims Mlapa gewinnt das Kopfballduell gegen Barth. picture alliance

Ohne personelle Änderungen begannen die Kontrahenten den zweiten Durchgang, der sich zunächst ähnlich entwickelte, wie die ersten 45 Minuten. Freiburg setzte auf Konter, während die Hoffenheimer aufgrund ihres laufintensiven Forecheckings ein leichtes optisches Übergewicht hatten. Zwingendes sprang allerdings hüben wie drüben lange Zeit nicht heraus. Beiden Teams war die Zielstrebigkeit abhanden gekommen, zudem schlichen sich zusehends Abspielfehler ein, weswegen das Niveau der Partie sank.

Rangnick reagierte mit einem Doppelwechsel und brachte mit Salihovic und Ibisevic frische Offensivkräfte. Vukcevic, der kurz vor seiner Auswechslung Haas noch auf die Probe gestellt hatte (65.), und Mlapa gingen raus. Doch auch die beiden Bosnier konnten dem mittlerweile müden Kick zunächst keinen neuen Schwung verleihen.

Erst in den Schlussminuten nahm die Partie wieder Fahrt auf. 1899 legte wieder einen Gang zu und kam prompt zu guten Möglichkeiten, doch Baumann parierte sowohl gegen Ba (77.) als auch gegen Ibisevic (80.). Kurz darauf kam Reisinger für den SC ins Spiel, der zugleich die Führung auf dem Fuß hatte. Der 29-Jährige zögerte allerdings zu lange und vergab gegen Haas (83.). Sekunden später war Hoffenheims Keeper erneut gefordert, diesmal bei einer direkt aufs Tor gezogenen Ecke von Schuster. Den Nachschuss jagte Makiadi aus vier Metern über die Latte.

Es roch nach einer Nullnummer, doch Cissé hatte was dagegen. In den letzten Sekunden tankte sich Reisinger durch und spitzelte den Ball zu Cissé, der sich ebefalls behauptete und aus zwölf Metern trocken ins rechte Eck zum Siegtreffer vollendete (90.+1).

Beide Mannschaften sind wieder am kommenden Samstag (15.30 Uhr) gefordert. 1899 Hoffenheim reist dann zur Frankfurter Eintracht, während der Sportclub zeitgleich Borussia Dortmund empfängt.