Bundesliga 2010/11, 12. Spieltag
19:15 - 44. Spielminute

Tor 0:1
da Silva Pinto
Linksschuss
Hannover

19:34 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Mainz)
Schürrle
für Holtby
Mainz

19:51 - 64. Spielminute

Spielerwechsel (Mainz)
F. Heller
für Svensson
Mainz

19:55 - 68. Spielminute

Gelb-Rote Karte
Cherundolo
Hannover

19:59 - 72. Spielminute

Spielerwechsel (Mainz)
Rasmussen
für Babangida
Mainz

20:00 - 72. Spielminute

Spielerwechsel (Hannover)
Chahed
für Rausch
Hannover

20:06 - 79. Spielminute

Spielerwechsel (Hannover)
Forssell
für Schlaudraff
Hannover

20:16 - 89. Spielminute

Gelbe Karte
Chahed
Hannover

20:18 - 90. + 1 Spielminute

Spielerwechsel (Hannover)
Lala
für Ya Konan
Hannover

M05

H96

Babangida feiert Bundesligadebüt - Cherundolo sieht Gelb-Rot

Pintos Pfund aus weiter Ferne bringt den Dreier

Hannovers Cherundolo gegen Fuchs (re.)

Den Ball im Blick: Hannovers Cherundolo gegen Fuchs (re.). picture alliance

Mainz' Trainer Thomas Tuchel musste im Vergleich zur 0:1-Niederlage gegen den SC Freiburg auf Allagui (Oberschenkelverletzung) sowie Polanski und Caligiuri, die beide mit Sprunggelenksproblemen zu kämpfen hatten, verzichten. Soto, Ivanschitz und Szalai rutschten dafür in die Startelf. Außerdem erhielten Svensson und Babangida den Vorzug vor Bungert und Schürrle. Für den Nigerianer Babangida war es der Bundesligaeinstand.

Auch Hannovers Coach Mirko Slomka plagten nach der klaren 0:4-Schlappe gegen Borussia Dortmund Personalsorgen: Stoppelkamp (Außenbandriss im rechten Sprunggelenk) und Abdellaoue (Muskelfaserriss im hinteren Oberschenkel) fehlten verletzt, während Haggui Rot-gesperrt zusehen musste. Dafür kehrten Schmiedebach nach Gelb-Sperre sowie der wiedergenesene Schulz und Schlaudraff in die Anfangsformation zurück.

Der 12. Spieltag

Von Beginn an lieferten sich beide Mannschaften ein ausgeglichenes Duell. Mainz agierte wie gewohnt mit frühem Pressing und schnellem Passspiel, allerdings fehlte es an Genauigkeit, sodass Strafraumszenen zunächst nicht zu sehen waren. Bei den Niedersachsen, die durch große taktische Disziplin glänzten, war es nicht besser. Zahlreiche Abspielfehler führten dazu, dass Wetklo im Kasten der Rheinhessen kaum etwas zu tun bekam.

Fernschüsse waren demnach hüben wie drüben das probate Mittel, mit der Genauigkeit haperte es aber. Schlaudraff scheiterte an Wetklo (7.), während auf der Gegenseite Fuchs‘ direkter Freistoß drüber ging (11.), ehe Rausch zu hoch ansetzte (15.). Etwas später war es wieder Rausch, der für Furore sorgte, als seine Direktabnahme über die Latte segelte (21.). Klare Gelegenheiten waren das aber allesamt nicht, dafür fehlte es auf beiden Seiten an Spritzigkeit, Ideen und Kreativität. Der Einsatz stimmte aber sowohl beim FSV als auch bei den Niedersachsen. So bekamen die Zuschauer im Bruchwegstadion eine Vielzahl von intensiven Zweikämpfen geboten - mehr aber auch nicht.

Mainz' Holtby gegen Stindl (re.)

Verrenkungen: Mainz' Holtby gegen Stindl (re.). picture alliance

Mainz dreht auf, Cherundolo fliegt vom Platz

Kurz vor der Pause nahm die Begegnung dann doch noch Fahrt auf. Zuerst rettete Fromlowitz im Eins-gegen-Eins gegen Ivanschitz, ehe Holtby den Nachschuss aus 15 Metern drüber setzte (41.). Danach klingelte es auf der anderen Seite: Rauschs Ecke von links köpfte Zabavnik genau vor die Füße von Pinto, aus 27 Metern ein echtes Pfund auspackte und die Halbzeitführung der Gäste besorgte. Wetklo sah bei dem Flatterball nicht gut aus (44.).

Tuchel reagierte zum Seitenwechsel und brachte Schürrle, dem Holtby weichen musste. Mit mehr Elan begann der FSV die zweiten 45 Minuten, konnte sich dabei aber gegen defensiv gut aufgestellte Hannoveraner nicht entscheidend durchsetzen. Per Freistoß hätten die Rheinhessen aber fast den Ausgleich geschafft, doch Fromlowitz war auf seinem Posten und parierte glänzend gegen Ivanschitz, der sehenswert aus 28 Metern geschossen hatte (56.).

Die Mainzer wurden stärker und durften ab der 68. Minute in Überzahl spielen. Cherundolo unterband einen Konter über Schürrle durch einen Block. Dafür sah er seine zweite Gelbe Karte und musste folglich vorzeitig runter. Hannover hatte danach gleich zwei Schrecksekunden zu überstehen, zuerst köpfte Babangida hauchdünn neben den rechten Pfosten (70.), ehe der Nigerianer gegen Fromlowitz zu spät kam (71.).

Danach verflachte das Match allerdings wieder. Dies lag vor allem daran, dass es die Mainzer nicht schafften, ihre personelle Überlegenheit auszuspielen. Zu wenig Bewegung und zu ungenaue Pässe machten den Gästen das Leben leicht. Die Tuchel-Elf packte in den Schlussminuten die Brechstange aus, konnte die Niederlage aber nicht mehr abwenden.

Spieler des Spiels

Florian Fromlowitz Tor

2
Spielnote

Wenig Torchancen, viele Ballverluste, aber intensiv.

4
Tore und Karten

0:1 da Silva Pinto (44', Linksschuss)

Mainz

Wetklo 4,5 - Zabavnik 4, Svensson 4 , Noveski 3, Fuchs 4 - Karhan 4, Soto 5, Babangida 5 , Ivanschitz 3,5, Holtby 5 - Szalai 4

Hannover

Fromlowitz 2 - Cherundolo 4 , Eggimann 3, C. Schulz 3, Djakpa 3 - Schmiedebach 3, da Silva Pinto 2,5 , Stindl 3,5, Rausch 4 - Schlaudraff 3 , Ya Konan 3

Schiedsrichter-Team

Knut Kircher Rottenburg

2
Spielinfo

Stadion

Bruchwegstadion

Zuschauer

20.000

Für beide Teams geht es am nächsten Samstag um 15.30 Uhr weiter. Die Mainzer gastieren bei der Borussia aus Mönchengladbach, während Hannover 96 zeitgleich den Hamburger SV zu empfängt.