Bundesliga 2010/11, 11. Spieltag
17:41 - 10. Spielminute

Tor 1:0
Marica
Rechtsschuss
Vorbereitung Gebhart
Stuttgart

17:48 - 17. Spielminute

Gelbe Karte
Gebhart
Stuttgart

17:54 - 24. Spielminute

Foulelfmeter
Frings
verschossen
Bremen

18:02 - 31. Spielminute

Tor 2:0
Cacau
Rechtsschuss
Vorbereitung Marica
Stuttgart

18:16 - 45. Spielminute

Tor 3:0
Cacau
Rechtsschuss
Vorbereitung Gebhart
Stuttgart

18:37 - 49. Spielminute

Spielerwechsel
Balogun
für Hunt
Bremen

18:48 - 61. Spielminute

Foulelfmeter
Cacau
verschossen
Stuttgart

18:51 - 64. Spielminute

Spielerwechsel
Arnautovic
für Frings
Bremen

18:53 - 66. Spielminute

Spielerwechsel
Harnik
für Cacau
Stuttgart

18:56 - 68. Spielminute

Tor 4:0
Gentner
Rechtsschuss
Vorbereitung Marica
Stuttgart

19:01 - 73. Spielminute

Spielerwechsel
Hugo Almeida
für Wagner
Bremen

19:01 - 73. Spielminute

Tor 5:0
Niedermeier
Kopfball
Vorbereitung Marica
Stuttgart

19:03 - 76. Spielminute

Spielerwechsel
Kuzmanovic
für Marica
Stuttgart

19:08 - 81. Spielminute

Spielerwechsel
Camoranesi
für Gebhart
Stuttgart

19:15 - 86. Spielminute

Tor 6:0
Boka
Rechtsschuss
Vorbereitung Harnik
Stuttgart

VFB

BRE

Dritter Heimsieg des VfB - Beide Keeper halten Elfmeter

Marica glänzt als Torschütze und Vorbereiter

Sinnbild: Ciprian Marica jubelt, Mikael Silvestre am Boden

Sinnbild: Ciprian Marica jubelt, Mikael Silvestre am Boden. picture-alliance

Stuttgarts Trainer Jens Keller drehte nach dem 3:0-Auswärtssieg in Getafe in der Europa League kräftig am Personalkarussell: Für Tasci (Muskelfaserriss), Bah, Kuzmanovic, Camoranesi und Harnik begannen Niedermeier, Träsch, Gentner, Gebhart und Cacau. Funk feierte nach Europa-League-Startdebüt selbiges in der Liga.

Werders Trainer Thomas Schaaf konnte im Vergleich zur 0:2-Heimpleite gegen Twente Enschede in der Champions League wieder auf Stammkeeper Wiese zurückgreifen, der Mielitz im Tor ablöste. Bargfrede (muskuläre Probleme) musste passen, dafür kam Silvestre zum Zug und spielte wie gewohnt hinten links. Wesley tauschte (wieder einmal) die Abwehrseite, Frings rutschte aus der Viererkette für Bargfrede ins Mittelfeld. In der Spitze ersetzte Wagner Hugo Almeida.

Bei sechs Grad und strömendem Regen hofften die Zuschauer auf Erwärmendes von den Akteuren auf dem Rasen. Und beide Teams taten den Fans den Gefallen: Marica (2.) und Wagner (3.) hatten sofort erste gute Chancen auf beiden Seiten. Ohne taktisches Geplänkel ging es in einer intensiven Partie rasant hin und her zwischen den Strafräumen - und der VfB profitierte von einem Fehlpass Pizarros im Mittelfeld: Träsch spielte zu Gebhart, der mit Zug zum Tor lossprintete und dem Blick für den mitgelaufenen Marica hatte. Der Rumäne schoss aus 14 Metern halbrechter Position trocken ins linke Eck - 1:0 (10.)!

Bremen war angeknockt, der VfB trat mit breiter Brust auf und schaltete prima um: Marica prüfte Wiese aus spitzem Winkel (15.).

Nach 20 Minuten Hochgeschwindigkeitsfußball gönnte sich Stuttgart eine Verschnaufpause, staffelte sich tief in der eigenen Hälfte, was den Hanseaten mehr Ballbesitz und die Großchance zum Ausgleich verschaffte: Ulreich kam rechts im Strafraum etwas zu spät gegen Hunt, der den Ball vorbeispitzelte und auf den Keeper auflief - Elfmeter, eine harte Entscheidung! Frings schoss halbhoch ins linke Eck, Ulreich parierte ganz sicher (24.)!

Danach legten die Schwaben wieder einen Zahn zu, vor allem Marica agierte wie aufgedreht: Der Rumäne überlief Prödl, über Cacau kam der Ball zu Gentner, der aus acht Metern an der Weltklassse-Parade Wieses scheiterte (28.).

Drei Minuten später war Marica auch von Silvestre nicht aufzuhalten. Den Querpass des Rumänen am Strafraum verwandelte der freistehende Cacau in der Mitte gegen eine unsortierte Gäste-Deckung aus elf Metern sicher ins rechte Eck - 2:0!

Doppeltorschütze Cacau gegen Per Mertesacker und Wesley

Doppeltorschütze Cacau nimmt es mit Per Mertesacker und Wesley auf. picture-alliance

Bewundernswert die Moral der Bremer, die in ihrem verzweifelten Bemühen um das Anschlusstor kämpften und rackerten. Die Schaaf-Elf drückte gegen den auf Konter lauernden VfB, mehr als eine Freistoßchance sprang aber vor der Pause gegen kompakte Schwaben nicht heraus (Pizarro, 40.).

Vielmehr ereilte die Gäste ein weiterer Nackenschlag: Mertesackers missglückter Kopfball brachte Marica im Mittelfeld ins Spiel. Gebhart schnappte sich den Diagonalpass des Rumänen und passte vor dem Tor quer auf Cacau, der nur noch einzuschieben brauchte (45.).

Der 11. Spieltag

Mit unverändertem Personal startete Durchgang zwei, alsbald aber kam Balogun, ansonsten bei Werders zweiter Garde am Ball, zu seinem Saisondebüt - Hunt ging (49.).

Die Schwaben verließen sich vor allem auf ihre sichere Defensive. Bremen hatte viel Ballbesitz, war aber am gegnerischen Strafraum trotz guter Ansätze weiterhin ohne zündende Idee.

Der VfB blieb das gefährlichere Team, hatte oft Geschwindigkeitsvorteile. Wie Gebhart, der mit Tempo in den Strafraum eingedrungen war und von Balogun gefoult wurde - wieder Elfmeter. Und wieder blieb der Keeper Sieger: Wiese parierte gegen Cacau (64.)!

Die Gäste waren weiterhin auf der Jagd nach einer Ergebniskosmetik: Wesley knallte Zentimeter drüber (66.), Pizarro traf Marins Hereingabe nicht richtig (67.). Wie es geht, zeigte Gentner auf der anderen Seite, auch wenn sein Treffer irregulär war: Marica spielte den Mittelfeldakteur links an, der im Strafraum Balogun umkurvte und aus elf Metern abzog. Der Ball schlug flach im langen Eck ein - Harnik allerdings stand im Sichtfeld Wieses im Abseits, das Tor zum 4:0 zählte dennoch (68.).

Damit nicht genug, dem VfB gelang nun alles: Marica flankte von der linken Seite aus dem Halbfeld, Niedermeier drückte den Ball am zweiten Pfosten aus fünf Metern per Kopf über die Linie (73.).

Den Schlusspunkt setzte Boka: Harniks Steilpass spielte die gesamte Deckung Bremens aus. Boka tauchte frei vor Wiese auf, umkurvte den Keeper vor dem Strafraum und schoss die Kugel ins leere Tor (86.).

Für beide geht es am Samstag weiter: Der VfB ist auswärts in Kaiserslautern (15.30 Uhr) am Ball, die Bremer empfangen zeitgleich Eintracht Frankfurt.