Bundesliga 2010/11, 9. Spieltag
15:42 - 11. Spielminute

Tor 1:0
Gündogan
Rechtsschuss
Vorbereitung Schieber
Nürnberg

15:44 - 13. Spielminute

Gelbe Karte
Josué
Wolfsburg

15:57 - 27. Spielminute

Gelbe Karte
Grafite
Wolfsburg

16:00 - 28. Spielminute

Tor 1:1
Grafite
Rechtsschuss
Vorbereitung M. Schäfer
Wolfsburg

16:46 - 59. Spielminute

Spielerwechsel (Wolfsburg)
Dejagah
für Hasebe
Wolfsburg

16:50 - 63. Spielminute

Tor 2:1
Frantz
Rechtsschuss
Vorbereitung Gündogan
Nürnberg

17:05 - 78. Spielminute

Spielerwechsel (Wolfsburg)
Mandzukic
für Kahlenberg
Wolfsburg

17:05 - 78. Spielminute

Spielerwechsel (Wolfsburg)
Madlung
für Josué
Wolfsburg

17:09 - 82. Spielminute

Spielerwechsel (Nürnberg)
Eigler
für Frantz
Nürnberg

17:14 - 87. Spielminute

Spielerwechsel (Nürnberg)
Cohen
für Ekici
Nürnberg

17:16 - 88. Spielminute

Gelbe Karte
Kjaer
Wolfsburg

17:19 - 90. + 2 Spielminute

Spielerwechsel (Nürnberg)
Mintal
für Gündogan
Nürnberg

17:19 - 90. + 2 Spielminute

Gelbe Karte
Cohen
Nürnberg

FCN

WOB

Dritter Heimsieg der Franken - Wolfsburger Abseitstor

Frantz veredelt Schiebers und Gündogans Vorarbeit

Grafite vs. Wolf

Spannendes Duell: Club-Kapitän Andreas Wolf gegen Wolfsburgs Torschütze Grafite. picture-alliance

Nürnbergs Coach Dieter Hecking brachte nach der 2:3-Niederlage bei St. Pauli Frantz an Stelle von Eigler.

Wolfsburgs Trainer Steve McClaren vertraute derselben Startelf, die zuletzt die 2:3-Heimniederlage gegen Leverkusen erlitten hatte.

Der Club begann gegen Wolfsburg engagiert und mit viel Ballkontrolle und schaltete im richtigen Moment in den Angriff um. Chancen durch Ekici, initiiert von Frantz (3.) und Pinola (10.) über die linke Seite, waren die Folge.

Wolfsburger Schlafmützigkeit ermöglichte den Franken dann den verdienten Führungstreffer: Nach einem Einwurf schien die Situation für Wolfsburg bereinigt. Hasebe war am Elfmeterpunkt unbedrängt am Ball, Schieber setzte nach und spitzelte das Sportgerät zu Gündogan, der von der Strafraumgrenze überlegt flach ins rechte Eck einnetzte (11.).

Von der hochgelobten Offensive der "Wölfe" war noch wenig zu sehen, bis Dzeko erstmals Gefahr versprühte, von Judt aber prima ausgebremst wurde (15.). Besser im Spiel aber war nach wie vor der FCN. Aggressiver, leidenschaftlicher, auch spielerisch ansprechend. Pinolas Distanzschuss sauste Zentimeter daneben (18.), bei Gündogans scharfer Hereingabe drohte ein Eigentor Barzaglis (20.).

Danach nahm sich die Partie kurzzeitig eine Auszeit. Der VfL wurde aktiver, ließ ab und zu sein technisches Vermögen aufblitzen. Diego hatte nun mehr Präsenz, der Ausgleich war die Folge: Diego spielte auf der linken Seite gefühlvoll in den Lauf von Schäfer, der Judt enteilte. Grafite bugsierte die flache Hereingabe des Verteidigers vor Pinola aus vier Metern ins kurze Eck (28.).

Bis zur Pause begegneten sich die Kontrahenten dann auf Augenhöhe. Die McLaren-Elf hatte spielerisch ein leichtes Übergewicht, was Nürnberg mit kämpferischem Einsatz wettmachte - zwingende Tormöglichkeiten gab es bis zum Kabinengang nicht mehr.

Der 9. Spieltag

Personell unverändert ging es nach Wiederanpfiff weiter. Die Niedersachsen übernahmen zunächst das Kommando, die erste Möglichkeit aber hatte Judt aus der Distanz (49.). Die "Wölfe" kombinierten, bissen sich aber wenig zielstrebig immer wieder an der Defensive der Hausherren fest. Der Club dagegen kreierte nach einem Konter eine weitere Chance (Frantz, 54.).

Nach einer guten Stunde war wenig Tempo in der Partie, die der FCN nach und nach in den Griff bekam. Mit Folgen für die Gäste: Schieber profitierte auf der linken Seite von einem Missverständnis zwischen Dejagah und Kjaer, drang in den Strafraum ein und legte fast von der Torauslinie auf Gündogan zurück. Dessen Torschuss verlängerte Frantz aus sieben Metern ins Netz (63.).

Schieber hätte kurz danach fast erhöht (65.), dann folgte einen bemerkenswerte Szene, als sich Dzeko trotz laufendem Angriff der "Wölfe" um den von Keeper Schäfer umgeräumten Nilsson kümmerte (68.) - für den Schweden ging es nach kurzer Behandlungspause weiter.

Der VfL versuchte zwar, auf den Rückstand zu reagieren, die Defensive der Hecking-Schützlinge aber stand sehr sicher. Und vorne blieb der Club in Person von Schieber gefährlich (74., 77.).

Die "Wölfe" reagierten mit einem Doppelwechsel und brachten für die Schlussphase mit Madlung und Mandzukic für Josué und Kahlenberg zwei frische Kräfte (78.). Umsonst - bis auf eine gefährliche Szene, als Wolf vor Dzeko rettete (86.), blieben die Ausgleichsbemühungen der Wolfsburger bis kurz vor dem Ende überschaubar.

Nürnberg war dem dritten Tor näher als die Gäste dem Remis, bangte aber Sekunden vor dem Abpfiff nochmal um den Sieg, als dem vermeintlichem 2:2 durch Dzeko richtigerweise die Anerkennung versagt blieb, weil Grafite zuvor im Abseits stand (90.+2).

Spieler des Spiels

Ilkay Gündogan Mittelfeld

2
Spielnote

Hatte mitunter zwar Längen, besaß aber einen hohen Unterhaltungswert.

2,5
Tore und Karten

1:0 Gündogan (11', Rechtsschuss, Schieber)

1:1 Grafite (28', Rechtsschuss, M. Schäfer)

2:1 Frantz (63', Rechtsschuss, Gündogan)

Nürnberg

R. Schäfer 3 - Judt 3,5, Nilsson 4, A. Wolf 2, Pinola 2,5 - Simons 3, Gündogan 2 , Hegeler 2,5, Ekici 3 , Frantz 2 - Schieber 2

Wolfsburg

Hitz 3,5 - Riether 4,5, Kjaer 4 , Barzagli 5, M. Schäfer 3 - Josué 3 , Hasebe 5 , Kahlenberg 4,5 , Diego 3,5 - Grafite 3 , Dzeko 4

Schiedsrichter-Team

Guido Winkmann Kerken

2,5
Spielinfo

Stadion

Easy-Credit-Stadion

Zuschauer

40.127

Für beide Mannschaften geht es in der 2. Runde des DFB-Pokals weiter. Der 1. FC Nürnberg reist am Mittwoch zum Auswärtsspiel gegen den Regionalligisten SV Elversberg, Anstoß ist um 20.30 Uhr. Bereits am Dienstag um 19 Uhr muss der VfL Wolfsburg beim Oberligisten Victoria Hamburg antreten.