Bundesliga 2010/11, 9. Spieltag
15:36 - 5. Spielminute

Tor 0:1
Marin
Rechtsschuss
Bremen

15:43 - 12. Spielminute

Tor 0:2
Wesley
Rechtsschuss
Vorbereitung Marin
Bremen

15:50 - 20. Spielminute

Gelbe Karte
Bradley
Gladbach

16:38 - 51. Spielminute

Tor 0:3
Hunt
Linksschuss
Vorbereitung Marin
Bremen

16:50 - 64. Spielminute

Gelbe Karte
Silvestre
Bremen

16:54 - 67. Spielminute

Tor 1:3
Mertesacker
Eigentor, Rechtsschuss
Vorbereitung Reus
Gladbach

16:53 - 67. Spielminute

Spielerwechsel
Herrmann
für de Camargo
Gladbach

16:56 - 68. Spielminute

Spielerwechsel
Bargfrede
für Hunt
Bremen

17:02 - 75. Spielminute

Tor 1:4
Pizarro
Linksschuss
Vorbereitung Wesley
Bremen

17:09 - 82. Spielminute

Gelbe Karte
Marx
Gladbach

17:09 - 83. Spielminute

Spielerwechsel
Jensen
für Frings
Bremen

17:10 - 83. Spielminute

Gelbe Karte
Jensen
Bremen

17:13 - 86. Spielminute

Spielerwechsel
Hugo Almeida
für Pizarro
Bremen

BMG

BRE

Gladbach abschlussschwach - Bremen siegt erstmals auswärts

Pizarro macht's zum 134. Mal

Arnautovic beglückwünscht Marin zu dessen Tor

Gut gemacht: Arnautovic beglückwünscht Marin zu dessen Tor. picture-alliance

Mönchengladbachs Trainer Michael Frontzeck musste umstellen: Wissing und de Camargo ersetzten Schachten und Arango, die bei der kuriosen 2:3-Niederlage in Hoffenheim jeweils Rot gesehen hatten. Mit Brouwers (Rot-Sperre), Dante (gebrochener Fuß), Jaures (Knieverletzung) und Matmour (Achillessehnenverletzung) fehlten weitere wichtige Stützen.

Bremens Coach Thomas Schaaf musste indes nur auf seinen Torwart Wiese verzichten. Dieser hatte sich beim 1:1-Remis in Enschede in der Champions League eine Innenbanddehnung im Knie zugezogen und wurde durch Mielitz ersetzt. Außerdem kamen Silvestre, Marin und Arnautovic für Pasanen, Bargfrede und Hugo Almeida.

Gerade einmal fünf Minuten waren gespielt, da waren sämtliche taktische Überlegungen der Gladbacher über den Haufen geworfen. Marin zirkelte einen Freistoß von der linken Auslinie aus 18 Metern direkt aufs Tor - 0:1. Das Leder segelte an Freund und Feind vorbei ins rechte untere Eck. Werder trat bestimmend auf und kontrollierte zu Beginn das Geschehen gegen sichtlich verunsicherte Gladbacher. Es kam noch dicker für die "Fohlen": Nach Bradleys Fehlpass nahm Wesley Fahrt auf und wurde dabei von Marx überhaupt nicht angegangen. Der Brasilianer nutzte dies und jagte das Leder aus 16 Metern ins linke untere Eck. Bailly sah bei dem von Anderson abgefälschten Schuss nicht gut aus (12.).

Der 9. Spieltag

Danach ließen es die Hanseaten etwas ruhiger angehen, was die Borussia gleich nutzte, um eigene Impulse zu setzen. Ein Fehler von Silvestre eröffnete den Gastgebern dann die ganz dicke Möglichkeit durch Idrissou, der allerdings vom rechten Fünfereck am stark reagierenden Mielitz scheiterte (23.). Bei der folgenden Ecke wäre Mielitz bei Andersons Kopfball geschlagen gewesen, doch der rechte Pfosten half aus (24.).

Das war der Weckruf für der Hausherren, die zusehends die eigene Angst ablegten und Werder ein ums andere Mal gehörig in Bedrängnis brachten, den Anschluss aber verpassten. Nach einer halben Stunde mussten die Gladbacher die nächste Schrecksekunde überstehen: Nach einem Reus-Freistoß wurde Marin steil geschickt. Der Dribbler war schneller als Levels, hatte nur noch Bailly vor sich und entschied sich für einen Heber. Der 21-Jährige lupfte das Leder jedoch links vorbei. Fast im Gegenzug kam de Camargo bei einem Zweikampf mit Mielitz zu Fall. Mönchengladbach forderte lautstark Elfmeter, den Schiedsrichter Günter Perl jedoch verwehrte (31.).

De Camargo waren dann auch die letzten zwei nennenswerten Gelegenheiten der ersten Hälfte vorbehalten: Zuerst kam der Belgier im Fünfer einen Hauch zu spät (36.), ehe er aus vergleichbarer Position einen von Mielitz nach vorne abgewehrten Idrissou-Schuss nicht verwerten konnte (39.). Folglich ging es ohne weitere Treffer in die Kabinen.

Bremens Pizarro setzt gegen Bailly (re.) nach

Harter Kampf: Bremens Pizarro setzt gegen Bailly (re.) nach. picture-alliance

Gladbachs leise Hoffnung währt nicht lange

Personell unverändert ging es nach Wiederanpfiff weiter, dafür mit der nächsten ganz dicken Chance der Frontzeck-Elf durch Idrissou, der per Kopf aus vier Metern am erneut glänzend reagierenden Mielitz scheiterte. Im direkten Gegenzug folgte die Quittung durch Hunt, der unbedrängt zum Sechzehner marschieren durfte und von der Strafraumgrenze abzog. Sowohl Wissing als auch Daems fälschten den Schlenzer ab, sodass Bailly keine Chance mehr hatte (51.).

Damit war die Vorentscheidung gefallen, auch wenn die Gladbacher weiterhin bemüht waren. Der unbändige Glaube, noch etwas reißen zu können, war aber nicht mehr erkennbar. Auf der anderen Seite agierte Werder fortan routiniert, brachte sich nach 67 Minuten aber wieder selbst in die Bredouille: Idrissou schickte Reus steil, der alleine vor Mielitz auftauchte. Der Bremer Schlussmann wehrte noch per Faust ab, doch Mertesacker lief etwas unbeholfen zum Ball und bugsierte diesen ins eigene Netz.

Die Schaaf-Elf wollte aber nichts mehr anbrennen lassen und legte noch einmal eine Schippe drauf. Arnautovic (73., 74.) war zu unpräzise, ehe es Pizarro besser machte: Wesley flankte mit Schnitt in die Mitte, wo der Peruaner goldrichtig stand und fulminant einnetzte (75.). Es war sein 134. Tor in der Bundesliga, das ihn zum treffsichersten ausländischen Angreifer aller Zeiten machte, und auch der Schlusspunkt in dieser Partie.

Borussia Mönchengladbach bekommt es am Mittwoch zu Hause mit Bayer Leverkusen in der 2. Runde des DFB-Pokals zu tun, Anstoß ist um 20:30 Uhr. Bereits am Dienstag trifft Werder Bremen im Topspiel auswärts auf Bayern München (20:30 Uhr).