Bundesliga 2010/11, 8. Spieltag
18:40 - 9. Spielminute

Tor 1:0
Diego
Linksschuss
Vorbereitung Grafite
Wolfsburg

19:01 - 31. Spielminute

Gelbe Karte
Barnetta
Leverkusen

19:51 - 62. Spielminute

Spielerwechsel
N. Jörgensen
für Helmes
Leverkusen

19:51 - 62. Spielminute

Spielerwechsel
L. Bender
für Barnetta
Leverkusen

19:55 - 67. Spielminute

Gelbe Karte
Reinartz
Leverkusen

19:57 - 68. Spielminute

Tor 2:0
Grafite
Linksschuss
Vorbereitung Dzeko
Wolfsburg

19:59 - 69. Spielminute

Spielerwechsel
Rolfes
für Reinartz
Leverkusen

19:59 - 70. Spielminute

Gelbe Karte
Friedrich
Leverkusen

20:01 - 72. Spielminute

Tor 2:1
Rolfes
Kopfball
Vorbereitung Vidal
Leverkusen

20:03 - 75. Spielminute

Tor 2:2
Vidal
Handelfmeter,
Rechtsschuss
Leverkusen

20:05 - 77. Spielminute

Gelbe Karte
Kadlec
Leverkusen

20:08 - 79. Spielminute

Spielerwechsel
Cicero
für Hasebe
Wolfsburg

20:12 - 82. Spielminute

Tor 2:3
Rolfes
Kopfball
Vorbereitung N. Jörgensen
Leverkusen

20:14 - 85. Spielminute

Spielerwechsel
Mandzukic
für Kahlenberg
Wolfsburg

20:14 - 86. Spielminute

Spielerwechsel
Dejagah
für Josué
Wolfsburg

20:18 - 89. Spielminute

Gelbe Karte
Dejagah
Wolfsburg

20:22 - 90. + 4 Spielminute

Gelbe Karte
Sam
Leverkusen

WOB

LEV

Wolfsburg gibt Führung aus der Hand - Leverkusens Serie hält

Matchwinner Rolfes sorgt für die Wende

Grafite (li.), Kahlenberg und Hasebe (re.) jubeln mit Diego

Kleiner Mann ganz groß: Grafite (li.), Kahlenberg und Hasebe (re.) jubeln mit Diego, der soeben das 1:0 gemacht hat. picture-alliance

Wolfsburgs Trainer Steve McClaren musste nach dem 1:1 in Mönchengladbach auf seinen Keeper Benaglio (Adduktorenverletzung) verzichten, der durch Hitz ersetzt wurde. Josué kehrte allerdings nach Leistenproblemen zurück in die Startelf und verdrängte Pekarik auf die Bank. Riether rückte daher wieder auf den Posten des Rechtsverteidigers.

Leverkusens Trainer Jupp Heynckes entschied sich im Vergleich zum 2:2 gegen Werder Bremen für eine offensivere Ausrichtung: Stürmer Derdiyok erhielt den Vorzug vor Mittelfeldmann Balitsch.

Gerade einmal drei Minuten waren gespielt, da gab es bereits den ersten Paukenschlag: Kadlec schlug den Ball einfach mal in den Strafraum. Dort hielt Derdiyok den Fuß hin und knallte die Kugel an die Latte. Das war der Auftakt zu einer durchaus unterhaltsamen Angangsphase, in der jedoch die "Wölfe" die Akzente setzten und nach neun Minuten in Führung gingen. Hyypiä verlor Grafite aus den Augen, den Diego umgehend per Steilpass suchte. Adler kam aber heraus und wollte klären, traf den Ball aber unglücklich. Grafite setzte nach, schnappte sich die Kugel und passte dann quer in die Mitte zu Diego, der aus kurzer Distanz nur noch einzuschieben brauchte (9.).

Der 8. Spieltag

Damit schossen die Wolfsburger in ihrem 39. Heimspiel in Folge ein Tor, was zuletzt dem FC Bayern zwischen 1986 und 1989 gelungen war. Der VfL bekam nun Auftrieb und schnürte die sichtlich angeschlagenen Leverkusener zunächst in deren Hälfte ein. Zur Überraschung aller packte jedoch Reinartz von der Strafraumgrenze ein echtes Pfund aus und verfehlte das VfL-Tor damit nur knapp (17.). Ansonsten bleiben die Gastgeber am Drücker, so verhinderte Adler mit einer starken Parade gegen Diego einen noch höheren Rückstand der "Werkself" (21.).

Danach verflachte die Partie allerdings zusehends. Den gefälligeren Eindruck machten zwar weiterhin die Niedersachsen, entscheidend durchsetzen konnten sie sich aber ebenso wenig wie die Leverkusener. Kurz vor der Halbzeit schnappte aber die Abseitsfalle der Gäste nicht zu, sodass Dzeko alleine vor Adler auftauchte, gegen diesen aber den Kürzeren zog (40.).

Heynckes wechselt den Erfolg ein

Wolfsburgs Schäfer im Kopfballduell mit Derdiyok

Lufthoheit. Wolfsburgs Schäfer im Kopfballduell mit Derdiyok. picture-alliance

Ohne personelle Änderungen ging es nach dem Seitenwechsel weiter, dafür mit weiteren Chancen für den VfL. Hyypiä klärte in letzter Sekunde vor Dzeko (48.), während Grafite per Kopf an Adler scheiterte (51.). Die "Werkself" hingegen agierte zuweilen recht planlos und ließ es zudem an Tempo und Spritzigkeit vermissen. Allerdings hatte die eher "gemütliche" Spielweise der Gäste auch Einfluss auf die Wolfsburger, die es nun ebenfalls ruhiger angehen ließen. Folglich plätscherte die Begegnung vor sich hin.

Heynckes hatte genug gesehen und brachte nach einer knappen Stunde Bender und Jörgensen. Es half nichts, denn Schwaabs Unachtsamkeit verschaffte Dzeko viel Raum. Der Bosnier zog in den Sechzehner und flankte scharf ans rechte Eck, wo Grafite richtig stand - 2:0 (68.). Damit schien alles klar, doch weit gefehlt, denn Heynckes zog mit der Hereinnahme von Rolfes einen Trumpf aus dem Ärmel: Mit seinem ersten Ballkontakt nutzte der 28-Jährige einen Fehler von Hitz zum Anschluss (72.). Damit nicht genug: nur zwei Minuten später holte Rolfes gegen Hasebe einen Handelfmeter heraus. Vidal nutzte dies und glich zum überraschenden 2:2 aus.

Bayer wollte nun alles, während die "Wölfe" völlig geschockt waren. Kadlec' Schuss entschärfte Hitz noch zur Ecke (82.), doch Sekunden später gelangte die Kugel wieder zu Rolfes, der diesmal aus sechs Metern per Kopf traf und das Spiel völlig auf den Kopf stellte. Die Niedersachsen schafften es nicht mehr, sich davon zu erholen und standen am Ende mit leeren Händen da.

Der VfL Wolfsburg muss am kommenden Samstag beim 1. FC Nürnberg antreten, während Bayer Leverkusen in der Liga erst am Sonntag zu Hause gegen Mainz gefordert ist. Zuvor geht es aber in der Europa League am Donnerstag nach Griechenland zu Aris Saloniki.