Bundesliga 2010/11, 4. Spieltag
21:15 - 45. Spielminute

Gelbe Karte
Abdessadki
Freiburg

21:48 - 60. Spielminute

Spielerwechsel
Caio
für Meier
Frankfurt

21:58 - 70. Spielminute

Spielerwechsel
Nicu
für Makiadi
Freiburg

22:08 - 81. Spielminute

Spielerwechsel
Korkmaz
für B. Köhler
Frankfurt

22:09 - 82. Spielminute

Gelbe Karte
Tzavellas
Frankfurt

22:17 - 89. Spielminute

Tor 0:1
Rosenthal
Rechtsschuss
Vorbereitung Nicu
Freiburg

22:19 - 90. + 2 Spielminute

Spielerwechsel
Toprak
für Abdessadki
Freiburg

22:20 - 90. + 2 Spielminute

Gelbe Karte
Rosenthal
Freiburg

22:19 - 90. + 1 Spielminute

Spielerwechsel
Chris
für Franz
Frankfurt

SGE

SCF

Frankfurts Heimserie gerissen - Makiadi verletzt

Rosenthal schreibt Geschichte

Freiburgs Mensur Mujdza (re.) im Duell mit Benjamin Köhler

Kniefall: Freiburgs Mensur Mujdza (re.) im Duell mit Benjamin Köhler. picture-alliance

Frankfurts Trainer Michael Skibbe sah nach dem 4:0-Auswärtssieg in Mönchengladbach keinen Grund, seine Startelf umzusetellen. Freiburgs Coach Robin Dutt hingegen brachte im Vergleich zum 2:1-Erfolg gegen den VfB Stuttgart zwei Neue: Putsila und Rosenthal kamen für Jäger (Kapselverletzung) und Reisinger, der ebenfalls verletzungsbedingt ausfiel.

Auf äußerst schwer zu bespielendem Geläuf - der Rasen in der Commerzbank-Arena war durch den Klitschko-Boxkampf stark in Mitleidenschaft gezogen worden - begannen beide Mannschaften in den ersten Minuten eher verhalten und tasteten sich zunächst noch ab. Die Freiburger legten als erste die Fesseln der Angst ab und drängten nach vorne, dabei erhielten sie auch Unterstützung durch die Frankfurter. So führten zwei individuelle Fehler zu den ersten Chancen des SC. Zunächst patzte Russ, sodass Cissé frei vor Nikolov auftauchte. Der Senegalese zog aber gegen diesen aus zwölf Metern den Kürzeren (6.), ehe Makiadi - nachdem sich Jung verschätzt hatte - ebenfalls am mazedonischen Keeper der Hessen scheiterte (8.).

Der 4. Spieltag

Danach stabilisierte sich die Eintracht-Defensive jedoch, weswegen die Breisgauer kaum mehr gefährlich wurden. Allerdings blieben die Gäste zunächst die gefälligere Mannschaft, während Frankfurt aus dem Spiel heraus nahezu nichts gelang. Anders sah die Sache allerdings nach Standards aus: Jeweils nach Freistoßflanken köpfte zunächst Gekas knapp drüber (19.), ehe Schwegler aus 19 Metern ein Stückchen zu hoch zielte (24.). Nach einer halben Stunde rettete SC-Schlussmann Baumann spektakulär gegen Köhler, der nach einem Tzavellas-Freistoß aus fünf Metern unbedrängt zum Kopfball gekommen war.

Ansonsten war es aber ein von der Taktik geprägtes Duell, in dem die Akzente zumeist von den jeweiligen Abwehrreihen gesetzt wurden. Dennoch kam es auch zu Torraumszenen, weil aber Butscher rechts vorbei schoss (35.) und Ochs auf der Gegenseite Baumann aus der Distanz nicht bezwingen konnte (40.), ging es letztlich torlos in die Kabinen.

Nicu sorgt für Gesprächsstoff und leitet den Sieg ein

Frankfurts Pirmin Schwegler gegen Cedric Makiadi (re.).

Aus dem Tritt: Frankfurts Pirmin Schwegler gegen Cedric Makiadi (re.). picture-alliance

Unverändert ging es nach dem Seitenwechsel weiter, dafür mit einem zusehends geringer werdenden Niveau. Die Akteure auf dem Rasen leisteten sich nun vermehrt Fehlpässe, sodass ein Spielfluss lange Zeit nicht zustande kam. Die Begegnung plätscherte folglich vor sich hin.

Skibbe reagierte zuerst und brachte Caio, der den glücklosen Meier ersetzte. Der Brasilianer setzte dann auch nur Sekunden nach seiner Einwechslung ein erstes Ausrufezeichen, als sein von Makiadi abgefälschter Freistoß aus 20 Metern Baumann im Kasten des Sportclubs alles abverlangte (61.). Im Übrigen agierten vor allem die Hausherren zu halbherzig, allerdings hatten sie weiterhin die besseren Möglichkeiten (Gekas, 68.). Danach legten die Freiburger wieder etwas zu, ohne dabei aber sonderlich zu glänzen. Dennoch kreierten sie sich durchaus gefährliche Einschussgelegenheiten durch Putsila (69.) und Bastians (72.).

Die Schlussphase musste der SC ohne Makiadi bestreiten, den eine Blessur außer Gefecht gesetzt hatte. Nicu kam rein. Am Geschehen auf dem Rasen änderte auch der Rumäne zunächst nicht viel, es wurde weitestgehend fußballerische Magerkost geboten. Die Partie war tempoarm, zudem fehlte es auf beiden Seiten an zündenden Ideen und Kreativität, sodass am Ende alles auf eine Punkteteilung hinaus lief. Dem stemmte sich aber Nicu entgegen, der in der 89. Minute auf der linken Außenbahn aus abseitsverdächtiger Position startete und angespielt wurde. Im Zwei-gegen-eins legte er quer nach rechts zu Rosenthal, der locker ins leere Tor schob und den Siegtreffer markierte.

Am 5. Spieltag trifft Eintracht Frankfurt am nächsten Mittwoch auswärts um 20 Uhr auf Bayer Leverkusen, zeitgleich empfängt der SC Freiburg im Badenova-Stadion Schalke 04.