Bundesliga Analyse

Bundesliga 1996/97, 6. Spieltag

SPIELBERICHT

Schalke krempelte die Innenverteidigung um: De Kock (im Europapokal gesperrt) kam für Eigenrauch, Linke übernahm den Part von Müller, Müller selbst rückte ins rechte Mittelfeld, Büskens mußte zunächst weichen. Taktische und personelle Umstellungen auch bei den Bayern: Trapattoni vertraute wieder dem 4-4-2-System, Münch und Hamann flogen aus der Mannschaft, Witeczek und Zickler besetzten die Außenbahnen, Scholl drückte anfangs die Bank.

Taktische Vorgaben bestimmten das Geschehen - München hatte mehr Spielanteile, Schalke wartete ab und machte an der Strafraumkante den Riegel dicht. Gefahr brachte zumeist die Achse Thon-Wilmots-Max, wobei Thon immer wieder Akzente nach vorne setzte. Kreative Ideen im Bayern- Mittelfeld blieben in der ersten Hälfte aus - allein Rizzitelli sorgte im Sturmzentrum für Betrieb.

Nach dem Wechsel drehten die Bayern auf: Scholl dirigierte im Mittelfeld, Zickler rückte für den schwachen Klinsmann ins Sturmzentrum, Witeczek besetzte die rechte Außenbahn, die defensive Viererkette wurde aufgeweicht. Ziege konnte so mehr Druck entfachen, Matthäus schaltete sich klug ins Angriffsspiel ein. Schalke wurde in der Defensive eingeschnürt - der verdiente Ausgleich war nur eine Frage der Zeit.

Spieler des Spiels

Lothar Matthäus Mittelfeld

2
Spielnote

3,5
Tore und Karten

1:0 Max (36')

1:1 Strunz (70', Rizzitelli)

Schalke

Lehmann 3 - Thon 2, de Kock 3, Linke 3,5 - Látal 3, Nemec 3, A. Müller 4,5 , Anderbrügge 3,5 , Wilmots 3 - Mulder 4,5 , Max 2

Bayern

Kahn 2 - Matthäus 2, Babbel 3,5, Kreuzer 3,5, Ziege 4 - Strunz 3,5 , C. Nerlinger 4 , Zickler 4, Witeczek 3,5 - Klinsmann 5 , Rizzitelli 3

Schiedsrichter-Team

Lutz Michael Fröhlich Berlin

1,5
Spielinfo

Stadion

Parkstadion

Zuschauer

70.500

Es berichten: Karlheinz Wild, Dirk Westerheide und Robin Halle