DFB-Pokal Spielbericht

DFB-Pokal 2010/11, 1. Runde
18:53 - 65. Spielminute

Spielerwechsel
Grafite
für Mandzukic
Wolfsburg

18:53 - 65. Spielminute

Spielerwechsel
Kahlenberg
für Misimovic
Wolfsburg

19:02 - 73. Spielminute

Gelbe Karte
Josué
Wolfsburg

19:08 - 80. Spielminute

Tor 0:1
Cicero
Rechtsschuss
Vorbereitung Dzeko
Wolfsburg

19:10 - 81. Spielminute

Spielerwechsel
M. Lorenz
für Chitsulo
Münster

19:12 - 84. Spielminute

Spielerwechsel
N'Diaye
für Bourgault
Münster

19:14 - 86. Spielminute

Tor 1:1
Dzeko
Eigentor, Rechtsschuss
Vorbereitung M. Lorenz
Münster

19:16 - 88. Spielminute

Tor 1:2
Grafite
Linksschuss
Vorbereitung Dzeko
Wolfsburg

MÜN

WOB

Wolfsburg ringt Münster in der Endphase nieder

Grafite bereinigt Dzekos Patzer

Karim Ziani (VfL Wolfsburg, links) und Daniel Chitsulo (Preußen Münster)

Stolperstein Preußen Münster: Der VfL Wolfsburg tat sich schwer, hier Ziani gegen Chitsulo. picture-alliance

Münsters Trainer Marc Fascher sah nach dem 1:1-Remis in Wuppertal zum Regionalliga-Start keinen Grund, seine Startformation zu ändern. Erneut liefen die Preußen mit Güvenisik als einziger Spitze auf.

Wolfsburgs Coach Steve McClaren schenkte bei seinem Pflichtspieldebüt vier Neuverpflichtungen von Beginn an das Vertrauen: Die Innenverteidigung bildeten Friedrich und Kjaer, Cicero kam auf der Doppelsechs neben Josué zum Einsatz, und Mandzukic bekleidete die linke Offensivposition. Schäfer fehlte gesperrt, Hasebe verletzt.

Dauerregen und ein durchweichter Platz machten den Akteuren das Leben im Preußenstadion schwer. Nur langsam fanden beide Teams in die Partie. Wie zu erwarten war, übernahm der Bundesligist die Kontrolle, die viertklassigen Münsteraner verließen sich zunächst auf eine stabile Deckung und deuteten an, dass Konter über den quirligen Güvenisik zum Erfolg führen könnten.

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Torchancen ergaben sich so jedoch zunächst kaum. SCP-Keeper Lenz, Neuzugang aus Ahlen, musste zwar häufiger eingreifen, echte Prüfungen waren im ersten Durchgang aber nicht dabei. Die hatte aber Benaglio beim einzigen ernsthaften Vorstoß der Hausherren zu bestehen: Nachdem Kjaer einen Kara-Schuss in letzter Sekunde noch abblocken konnte, landete das Leder bei Bourgault, der Benaglio mit einem schulmäßigen Kopfball zu einer Flugeinlage zwang (33.).

Steve McClaren, Tranier des VfL Wolfsburg

Musste lange warten, ehe sein Team aufdrehte: VfL-Coach Steve McClaren. picture-alliance

Wer nach der Pause eine agilere McClaren-Elf erwartet hatte, sah sich getäuscht. Im Gegenteil: Der Regionalligist witterte seine Chance und traute sich häufiger in die Offensive. Karas Schussversuch blockte Friedrich in höchster Not (49.), Güvenisik zielte zu hoch (62.).

Die Platzverhältnisse wurden durch den Dauerregen immer schwieriger. Ein ums andere Mal blieb der Ball in einer Pfütze liegen, immer wieder rutschten Spieler aus. Die "Wölfe" kamen mit diesen Verhältnissen nur schwer zurecht, entwickelten kaum Torgefahr. Brenzlig wurde es zunächst lediglich durch zwei Einwechselspieler: Grafite lenkte eine Hereingabe von Dzeko aus kurzer Distanz über das Tor (71.), Kahlenberg schloss zu unplatziert ab (76.).

Doch als die Kräfte beim Viertligisten nachließen, schlug der Favorit in einer turbulenten Schlussphase zu: Cicero nahm nach einem Doppelpass mit Dzeko aus 19 Metern Maß und traf flach ins linke untere Eck (80.). Lenz war machtlos.

Münster warf im Anschluss alles nach vorne und kam tatsächlich zum Ausgleich, als Dzeko einen Lorenz-Freistoß unglücklich ins eigene Netz abfälschte (86.). Doch die Freude beim Underdog währte nicht lange. Quasi im direkten Gegenzug köpfte Dzeko eine Kahlenberg-Ecke zu Grafite, der aus drei Metern Entfernung kompromisslos einschoss (87.). Diesmal kam Münster nicht zurück, auch wenn am Ende selbst Torwart Lenz mitstürmte.

Für die Preußen steht am 2. Spieltag der Regionalliga West nun am Samstag (14 Uhr) das Heimspiel gegen die zweite Mannschaft der Düsseldorfer Fortuna an. Wolfsburg ist am 1. Bundesligaspieltag bei Rekordmeister FC Bayern München zu Gast. Spielbeginn ist am Freitag um 20.30 Uhr. Einen Tag später erfahren die Niedersachsen dann bei der Auslosung, welcher Gegner in der zweiten Pokalrunde wartet.