Bundesliga

100 Tage danach: Fanvertreter der DFL-Taskforce üben Kritik

"Reformen dringend benötigt"

100 Tage danach: Fanvertreter der DFL-Taskforce üben Kritik

Nur Lippenbekenntnisse? Von der DFL um Christian Seifert erwarten die Fanvertreter mehr als nur Pressemitteilungen.

Nur Lippenbekenntnisse? Von der DFL um Christian Seifert erwarten die Fanvertreter mehr als nur Pressemitteilungen. imago images

Bis auf die Pressemitteilungen von der DFL-Präsidiumssitzung am 10. Februar und der DFL-Mitgliederversammlung am 4. März würden keine weiteren Informationen zur Realisierung der empfohlenen Maßnahmen vorliegen, hieß es am Freitag in einem offenen Brief, der den Titel "100 Tage nach Ende der DFL Taskforce: Reformen dringend benötigt" trug. "Dadurch entsteht der Eindruck, dass kein nachhaltiges Interesse an einer schnellen Umsetzung und Bearbeitung der grundlegenden Zukunftsthemen des deutschen Profifußballs besteht."

Auch wurde die Frage aufgeworfen, warum sich die DFL nicht deutlich gegen die Champions-League-Reform und für eine gleichmäßigere Verteilung der UEFA-Gelder positioniert habe. Es sei auch angesichts der vorerst gescheiterten Super League "nur schwer verständlich, dass die DFL sich hier nicht im Sinne eines nachhaltigen, stabilen und bodenständigen Fußballs lautstark zu Wort gemeldet hat", hieß es. Insbesondere im Bereich der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen seien Reformen, die über die Empfehlungen der Taskforce hinausgehen, dringend erforderlich. Alle gemeinsamen Einnahmen müssten deutlich gleichmäßiger verteilt und zeitnah ein wirksames nationales Financial Fairplay eingeführt werden.

Die Taskforce "Zukunft Profifußball" bestand aus 37 Mitgliedern aus den verschiedensten Bereichen (Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Sport und Zivilgesellschaft), eine Auflistung aller Mitglieder finden Sie hier. Sie hatte im Februar zukunftsweisende Reformvorschläge unterbreitet und wichtige Ziele bis ins Jahr 2030 benannt.

Das DFL-Präsidium prüft nun, welche der vorgeschlagenen Maßnahmen umgesetzt und welche Ziele kurz-, mittel- und langfristig angestrebt werden sollen. Die finale Entscheidung darüber obliegt den 36 Erst- und Zweitligisten.

Lesen Sie auch: Mitglieder der "Taskforce" sprechen über ihre Erfahrungen: "Wir sollten im Fokus haben, dass der Fußball allen gehört"

dpa/las