Bundesliga

1. FC Köln trennt sich von Trainer Gisdol - Funkel übernimmt

Geißböcke ziehen nach 2:3 gegen Mainz die Reißleine

1. FC Köln trennt sich von Gisdol - Funkel übernimmt

Trainerwechsel beim 1. FC Köln: Friedhelm Funkel (re.) beerbt Markus Gisdol.

Trainerwechsel beim 1. FC Köln: Friedhelm Funkel (re.) beerbt Markus Gisdol. picture alliance (2)

Durch die 2:3-Niederlage im Kellerduell gegen Mainz 05 ist der 1. FC Köln tiefer in Abstiegsnot geraten und steht nach dem 28. Spieltag auf einem direkten Abstiegsplatz. Um die Wende nach acht Spielen ohne Sieg noch zu schaffen, haben sich die Domstädter nun zum erwarteten Schritt entschlossen und sich von Gisdol getrennt. Die offizielle Bestätigung des Klubs folgte am späten Sonntagabend.

Um den Klassenerhalt zu schaffen, seien entsprechende Ergebnisse notwendig, erklärte Horst Heldt in einer Mitteilung des Klub. "In dieser Hinsicht haben wir in den letzten Wochen stagniert", sagt der Geschäftsführer. "Mit einem Trainerwechsel wollen wir der Mannschaft für diese entscheidende Phase mit einer neuen Konstellation einen neuen Impuls geben."

Die Nachfolge ist nach kicker-Informationen bereits geregelt: Friedhelm Funkel soll den 1. FC Köln nun zum Klassenerhalt führen. Zuletzt war der 67-Jährige beim Rheinrivalen Fortuna Düsseldorf angestellt, musste dort aber im Januar 2020 seinen Hut nehmen - und hatte danach eigentlich erklärt, seine Karriere beenden zu wollen. Nun folgt die Rückkehr zum FC, den er schon von Februar 2002 bis Oktober 2003 trainiert hatte. Der gebürtige Neusser soll in den kommenden Tagen vorgestellt werden.

Funkel bleiben noch sechs Spiele für den angepeilten Klassenerhalt, unter anderem gegen den direkten Konkurrenten Hertha BSC am vorletzten Spieltag.

Für Gisdol endet derweil eine knapp eineinhalbjährige Amtszeit in Köln. Der Schwabe hatte den FC im November 2019 als Nachfolger von Achim Beierlorzer übernommen. In den ersten 13 Spielen unter seiner Regie fuhren die Geißböcke 25 Zähler ein und legten damit den Grundstein zum Klassenerhalt in der Saison 2019/20. Anschließend verlängerte der FC den Vertrag Gisdols vorzeitig um zwei Jahre bis Juni 2023.

Darin hat der Klub aber eine Klausel eingebaut, nach der Gisdol eine moderate Abfindung zusteht, die lange nicht die Gehaltskosten bis 2023 erreicht.

"Die Mannschaft hat unter schwierigen Bedingungen, die uns seit Saisonbeginn begleiten, immer alles gegeben. Ich wünsche meinen Jungs für den Saisonendspurt alles Gute und drücke ihnen und dem FC die Daumen, damit sie in der Bundesliga bleiben", sagte Gisdol, der trotz der Misere hohe Wertschätzung bei Heldt genießt: "Wir sind Markus sehr dankbar. Er hat hier im November 2019 in einer nahezu aussichtslosen Situation übernommen und mit einer sensationellen Serie bis zum Beginn der Pandemie den Grundstein für den Klassenerhalt gelegt - und diesen zusammen mit unserem Team erreicht. Dabei hat er immer alles gegeben, die Ruhe bewahrt, nie seine Linie verloren und bis zum heutigen Tag mit seiner Arbeit überzeugt."

pau/jer/flu

Bilder zur Partie 1. FC Köln - 1. FSV Mainz 05