Wahl 2017: Ludwig/Walkenhorst erneut vorn

Sportler des Jahres: Rydzek vor Lange - Dahlmeier dominiert

Wintersport - 17.12. 23:00

Bei der 71. Wahl zum Sportler des Jahres stehen die Wintersportler im Blickpunkt: Biathletin Laura Dahlmeier gewinnt mit großem Stimmen-Vorsprung bei den Frauen, Kombinierer Johannes Rydzek weniger deutlich vor dem Triathleten Patrick Lange bei den Herren. Die beiden Beachvolleyballerinnen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst wiederholten ihren Triumph aus dem Vorjahr.

Damen: Dahlmeier unangefochten

Die Sportler des Jahres 2017: Johannes Rydzek und Laura Dahlmeier (re.). © picture-alliance

Den klarsten Vorsprung bei der Wahl 2017 konnte Laura Dahlmeier verbuchen. Die Skijägerin, die zum Jahresabschluss am Samstag in Annecy auch in der aktuellen Saison den ersten Weltcup-Sieg verbuchen konnte, blickt auf ein medaillenreiches Jahr zurück. Fünfmal Gold und einmal Silber bei der Weltmeisterschaft in Hochfilzen (Österreich) standen im Februar in der Bilanz der Vorzeige-Athletin aus Garmisch-Partenkirchen.

Damit nicht genug: Die 24-Jährige sicherte sich auch den Gewinn im Gesamt-Weltcup - die logische Konsequenz ihrer Dominanz im vergangenen Winter. Ein insgesamt historischer Erfolg, der übers Jahr hinweg von keiner Sportlerin getoppt werden konnte. Die Turnerin Pauline Schäfer (20), die neben Dahlmeier (3135 Stimmen) als einzige bei den Frauen im vierstelligen Bereich landete (1786), kam auf Rang zwei ins Ziel. Der größte Erfolg der Saarbrückerin war Gold bei der WM in Montreal am Schwebebalken. Erstmals seit 1981 holte eine deutsche Turnerin damit einen Sieg bei einer Weltmeisterschaft. Dritte wurde die Dressurreiterin Isabell Werth (48, 911), die sich in diesem Jahr bei den Europameisterschaften in Göteborg Gold im Einzel und mit dem Team sicherte und auch den CHIO in Aachen gewann.

Auf dem fünften Rang bei den Frauen - knapp hinter der Bahnradsportlerin Kristina Vogel - landete mit Gesa Felicitas Krause die Persönlichkeit des olympischen Zwischenjahres 2017. Wie die 3000-m-Hindernisläuferin, von einem Tritt und einem Schlag ins Straucheln gekommen und gestürzt, sich im Londoner WM-Finale auf den neunten Platz zurückkämpfte und anschließend damit umging, war gefühlt eine Medaille wert.

Männer: Quartett im vierstelligen Bereich

Enger war die Wahl bei den Männern. Der Oberstdorfer Kombinierer Johannes Rydzek (26), viermaliger WM-Gold-Gewinner in Lahti und hinter Eric Frenzel (Sechster) Gesamtweltcup-Zweiter, verbuchte 1782 Stimmen und setzte sich damit vor dem Bad Wildunger Triathleten Patrick Lange (31, 1323) durch, der 2017 den Ironman auf Hawaii gewann - mit Streckenrekord. Platz drei ging an den Speerwerfer Johannes Vetter (24, 1093) für sein WM-Gold in London. Mit 94,44 Metern stellte der Dresdner zudem in Luzern eine neue persönliche Bestleistung und zugleich einen deutschen Rekord auf. Vetter ist Europas Leichtathlet des zu Ende gehenden Jahres und damit Nachfolger des britischen Langstreckenläufers Mo Farah.

Mannschaft: Laura Ludwig und Kira Walkenhorst, das Traumpaar

Erneut Team des Jahres: Laura Ludwig und Kira Walkenhorst. © picture-alliance

Mannschaft des Jahres wurden abermals die Beachvolleyballerinnen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst, die ihren Ruf als Traumpaar im Damen-Volleyball bestätigten. Nach dem Olympiasieg im Vorjahr an der Copacabana folgte 2017 der WM-Gewinn und der Sieg beim World Tour Final in Hamburg. Mit 2140 Stimmen lag das Duo diesmal vor dem Deutschland-Achter (WM- und EM-Sieg, 1668) und der Staffel in der Nordischen Kombination (WM-Sieg, 1472). Hinter der viertplatzierten Volleyball-Nationalmannschaft (1337) landete die Fußball-Nationalelf von Bundestrainer Joachim Löw auf Platz fünf (1040). Der Gewinn beim Confed-Cup mit dem B-Team sowie die souveräne Qualifikation für die WM in Russland reichten nicht für mehr.

Der Durchmarsch von RB Leipzig in die Champions League wurde mit dem achten Platz bewertet.

aho