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25.11.2018, 15:42

Frankreich geschlagen

Cilic führt Kroatien zum zweiten Davis-Cup-Triumph

Kroatiens Tennisteam hat zum zweiten Mal den prestigeträchtigen Davis Cup gewonnen und Titelverteidiger Frankreich entthront. Der ehemalige US-Open-Champion Marin Cilic sicherte den Kroaten durch ein 7:6 (7:3), 6:3, 6:3 gegen Lucas Pouille im Fußballstadion des OSC Lille den entscheidenden dritten Punkt. Das letzte Einzel hatte somit nur noch statistischen Wert.

Marin Cilic
Die Siegerfaust: Marin Cilic hat Kroatiens Sieg perfekt gemacht.
© imagoZoomansicht

Der Weltranglisten-Siebte Cilic (30) hatte bereits am Freitag sein erstes Einzel gegen Jo-Wilfried Tsonga gewonnen, zudem siegte Borna Coric gegen Jeremy Chardy. Nach dem 6:4, 6:4, 3:6, 7:6 (7:3) von Nicolas Mahut/Pierre-Hugues Herbert gegen Ivan Dodig/Mate Pavic im Doppel am Samstag hatten die Franzosen kurzzeitig auf die Wende gehofft, doch Cilic behielt im Duell mit dem sechs Jahre jüngeren Pouille in den entscheidenden Momenten die Nerven.

Im Tiebreak des ersten Durchgangs dominierte Cilic, im zweiten Satz gelang ihm das wichtige Break zum zwischenzeitlichen 4:2. Nach 2:22 Stunden verwandelte der 30-Jährige schließlich seinen dritten Matchball und ließ sein Team jubeln. Die Kroaten hatten zuletzt 2016 im Finale gestanden und beim Heimspiel in Zagreb gegen Argentinien verloren, den bis dato einzigen Davis-Cup-Titel holten sie 2005 gegen die Slowakei.

Frankreichs Kapitän Yannick Noah musste bei der Jagd nach dem elften Titel auf seine Spitzenspieler Richard Gasquet und Gael Monfils verzichten. Nach seiner Niederlage im Einzel am Freitag klagte zudem Tsonga über Leistenprobleme. Für das Match gegen Cilic war zunächst Chardy vorgesehen, auch Tsonga und Herbert hatten sich am Sonntagmorgen noch eingespielt. Doch Noah gab nach längerem Zögern noch Pouille den Vorzug. Der 24-Jährige konnte jedoch nur im ersten Durchgang mit Cilic mithalten.

Die Begegnung zwischen Frankreich und Kroatien war das letzte Finale im alten Modus. Im September hatte der Weltverband ITF eine ebenso radikale wie umstrittene Reform verabschiedet. Anstelle von vier über das Kalenderjahr verteilten Runden mit Heim- und Auswärtsspielen in der Weltgruppe wird es Ende November 2019 in Madrid erstmals ein Finalturnier für 18 Mannschaften geben.

Der Termin und der Modus des neuen Davis Cup hatten in den vergangenen Monaten heftige Kritik hervorgerufen. Etliche Topspieler wie auch Deutschlands frischgekürter ATP-Finalsieger Alexander Zverev haben ihre Teilnahme an dem neugeschaffenen Event bereits kategorisch ausgeschlossen.

sid

 
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