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27.04.2018, 14:36

Stuttgart: Körpersprache lässt tiefer blicken

Kerber: Auf Verunsicherung programmiert

Angelique Kerber ist als letzte Deutsche beim Porsche Tennis Grand Prix in Stuttgart ausgeschieden. Das verletzungsbedingte Ende passt ins sportliche Auf und Ab der ehemaligen Nummer 1.

Angelique Kerber
Bangt um die Sandplatz-Saison: Angelique Kerber.
© picture allianceZoomansicht

Den Kopf nach unten gesenkt, starrer Blick auf den Sandbelag, die Schultern hängen. Immerhin reicht die Kraft im rechten Arm noch für ein schüchternes Winken ins Publikum. Es ist kein schöner Abgang für Angelique Kerber beim diesjährigen Porsche Grand Prix in Stuttgart. Im Achtelfinale war Schluss für die 30-Jährige. Sie musste in der Partie gegen die Estin Anett Kontaveit verletzungsbedingt nach 39 Minuten beim Stand von 0:6 und 0:2 aufgeben. Dabei war die sportliche Welt der Kielerin am Tag zuvor noch in Ordnung: Mit 6:3 und 6:2 fegte sie Petra Kvitova - immerhin Nummer 7 der Setzliste und damit vor Kerber - vom Court. Mit dem Sieg war die Hoffnung bei der Deutschen und dem heimischen Publikum in der gut gefüllten Porsche-Arena wieder da, den dritten Sportwagen als Turniergewinnerin nach 2015 und 2016 einzuheimsen.

Jetzt die Verletzung. Doch Kerber kämpft auch mit der Konstanz. Nach dem Sahnejahr 2016 mit zwei Grand-Slam-Titeln und dem verdienten Sprung an die Spitze der weiblichen Tennis-Weltelite folgte ein enttäuschendes 2017 mit wenig Erfolgen - dafür aber lehrreichen Erfahrungen. Die deutsche Nummer 1 wechselte den Trainer: Torben Beltz musste gehen, Wim Fissette sollte es nun richten. Und tatsächlich hauchte der Belgier, der zuvor unter anderem schon mit Kim Clijsters und Victoria Asarenka erfolgreich zusammengearbeitet hatte, Kerber neues Leben ein. Die Linkshänderin wirkte wieder frischer, freier und selbstbewusster auf dem Platz. Das Jahr begann auch vielversprechend: Turniersieg in Sydney, Halbfinale bei den Australian Open in Melbourne. Die "alte Angie" im Dauerkampfmodus schien zurück.

Aufgabe nach 39 Minuten

Sie zog ins Viertelfinale von Doha und ins Halbfinale von Dubai ein, zeigte starke Leistungen. Bei den Viertelfinals in Indian Wells und in Miami setzte es jeweils klare Niederlagen gegen Daria Kasatkina (0:6, 2:6) und Sloane Stephens (1:6, 2:6). Auch in Stuttgart gab es Licht und Schatten. Erst eine Niederlage im Fedcup gegen Kvitova, dann der Sieg gegen die Tschechin beim Auftaktmatch des Porsche Grand Prix. Die Körpersprache der Weltklasse-Spielerin während einer Partie lässt dabei früh erkennen, ob es für einen Sieg reicht.

Diesmal, beim Porsche Grand Prix, stoppte Kerber ein Stich "zwischen Oberschenkel und Leiste". Wenn es nicht das Turnier in der Heimat gewesen wäre, hätte die Deutsche das Match an diesem Donnerstagabend sausen lassen. Die Schmerzen waren schon vorher spürbar. Und so war die Körpersprache der Angie Kerber auf dem Court von Anfang an auf Verunsicherung programmiert. Am Ende stand das verletzungsbedingte Aus nach 39 Minuten.

Auf der Pressekonferenz nach dem Match stellte sich dann eine sichtlich gezeichnete Tennisspielerin den Medien. Kerber kann und will vielleicht auch nicht ihren Gemütszustand nach außen hin verstecken. Einerseits macht sie das sympathisch weil authentisch. Andererseits bleibt das Gefühl, dass sie sich damit gerade auf dem Court oftmals selbst im Weg steht.

Kerber: "Ich muss das Positive rausziehen"

Die aktuelle Verletzung lässt allerdings kaum eine andere als eine resignierende Körpersprache zu. Die Probleme im Oberschenkel halten Kerber zumindest vorerst auf den Weg zurück in die absolute Spitze ihres Sportes auf. "Ich will so schnell wie möglich wieder fit werden", erklärt eine traurige Athletin nach ihrem Aus beim Porsche Grand Prix. Gerade die Turniere auf Sand könnten wichtige Punkte für das WTA-Ranking liefern, schließlich blieb das deutsche Aushängeschild auf diesem Belag 2017 blass. Jetzt aber bangt Kerber um die Sandplatz-Saison.

Immerhin, der Sieg gegen die zweimalige Wimbledon-Gewinnerin Kvitova in dieser Woche gibt Hoffnung. "Ich muss das Positive rausziehen", erklärt Kerber. Dabei zeigt ihr Gesichtsausdruck kurzzeitig wieder dieses Kämpferische - es erinnert stark an die konstant erfolgreichen Tage 2016.

Jana Wiske

 

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