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10.02.2018, 16:53

Deutschland gleicht in Weißrussland aus

Starkes Debüt! Lottner hält Fed-Cup-Team im Rennen

Damit hatte kaum jemand gerechnet: Auch ohne alle Stars haben die deutschen Tennis-Damen im Fed Cup nach dem ersten Tag weiter alle Chancen auf das Weiterkommen - einer unbekümmerten Debütantin sei Dank.

Antonia Lottner
Freudestrahlend: Antonia Lottner jubelt nach ihrem ersten Fed-Cup-Auftritt.
© imagoZoomansicht

Nach ihrem beeindruckenden Fed-Cup-Debüt fiel Antonia Lottner dem neuen Teamchef Jens Gerlach freudestrahlend um den Hals. Dank der 21 Jahre alten Düsseldorferin darf die ohne alle Stars nach Weißrussland gereiste deutsche Auswahl nach wie vor auf den Einzug ins Halbfinale hoffen. Lottner gewann am Samstag in Minsk völlig unerwartet gegen die weißrussische Nummer eins Aliaksandra Sasnovich mit 7:5, 6:4. Damit steht es nach dem ersten Tag 1:1. Aryna Sabalenka hatte den Vorjahresfinalisten durch ein 4:6, 6:1, 6:2 gegen Tatjana Maria in Führung gebracht.

Die Entscheidung über das Weiterkommen fällt nun am Sonntag. Zunächst trifft Maria ab 11 Uhr (MEZ) im Spitzeneinzel auf Sasnovich. Danach spielen Lottner und Sabalenka gegeneinander, ehe das Doppel die Erstrundenpartie beschließt. Die Teamchefs können bis kurz vor den Begegnungen aber noch Änderungen vornehmen.

Deutschland fehlen in der weißrussischen Hauptstadt unter anderem die Top-Ten-Spielerinnen Angelique Kerber und Julia Görges. Auch Laura Siegemund, Carina Witthöft, Andrea Petkovic und Sabine Lisicki sind zum Auftakt in die neue Fed-Cup-Saison nicht dabei. Die DTB-Equipe war deshalb als klarer Außenseiter angereist, darf dank Lottner aber nun auf den Coup hoffen.

Lottner hat sichtlich Spaß

Die Rheinländerin trumpfte in der imposanten Tschyschouka-Arena von Beginn an selbstbewusst auf. Die Bürde des 0:1-Rückstandes schien Lottner nicht im Geringsten zu belasten. Zwar musste sie im ersten Satz zum 2:3 ein Break hinnehmen. Doch dann machte sie aus einem 3:5-Rückstand eine 6:5-Führung und verwandelte wenig später nach insgesamt 57 Minuten ihren zweiten Satzball.

Lottner hatte sichtlich Spaß an ihrem Auftritt. Zwischendurch musste sie in den Pausen auf ihren Stuhl immer wieder über die eigene starke Leistung schmunzeln. Auch Gerlach war bester Laune, merkte der Nachfolger von Barbara Rittner doch, dass für den Youngster des deutschen Teams wirklich etwas möglich war.

Zwar wurde Sasnovich zu Beginn des zweiten Abschnitts etwas stärker, Lottner hielt aber mit aggressivem Spiel dagegen. Nach 1:36 Stunden nutzte sie ihren ersten Matchball und machte damit ihren beeindruckenden Premierensieg im Mannschaftswettbewerb perfekt.

Auch Maria ohne Nervenflattern

Maria hatte zuvor ebenfalls nicht enttäuscht. Nach der Absagenflut plötzlich zur deutschen Nummer eins aufgestiegen, nahm die Schwäbin die neue Rolle ohne Nervenflattern an. Von Gerlach taktisch perfekt eingestellt, brachte die 30-Jährige Sabalenka immer wieder aus dem Rhythmus und holte sich überraschend den ersten Satz.

Doch Sabalenka steigerte sich danach deutlich und drehte mit ihren druckvollen Grundschlägen und ihrem gewaltigen Aufschlag die Partie. "Im dritten Satz war ich eigentlich ganz gut drin. Der Satz war enger, als es das Ergebnis aussagt", sagte Maria nach der Partie.

dpa

 
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weitere Infos zu A. Lottner

Vorname:Antonia
Nachname:Lottner
Nation: Deutschland
Profi seit:2012
Weltranglistenplatz:151

weitere Infos zu T. Maria

Vorname:Tatjana
Nachname:Maria
Nation: Deutschland
Profi seit:2003
Weltranglistenplatz:85


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