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20.01.2016, 14:00

Herren, Mittwoch: Brands als Letzter raus

DTB-Herren auch im neuen Jahr schwach - Hoffnung Haas?

Die Australian Open gehen wieder einmal ohne deutsche Herren weiter. Schon nach der zweiten Runde sind alle Spieler raus, ohnehin waren lediglich fünf im Hauptfeld von Melbourne dabei. Auch deshalb taucht mit Blick auf den Davis Cup wieder der Name eines Routiniers auf.

Nicht schlecht ist nicht gut genug: Auch Daniel Brands scheiterte in Runde zwei.
Nicht schlecht ist nicht gut genug: Auch Daniel Brands scheiterte in Runde zwei.
© imagoZoomansicht

Neues Jahr, alte Tristesse: Die deutschen Tennis-Herren bleiben auch 2016 höchstens Mittelmaß. Bei den Australian Open schaffte es Daniel Brands als einziger Spieler in die zweite Runde, in der er am Mittwoch gegen den Spanier Guillermo Garcia-Lopez verlor - das schlechteste deutsche Melbourne-Abschneiden seit zwölf Jahren. "Wenn man nur einen Spieler in der zweiten Runde hatte, dann ist das keine zufriedenstellende Bilanz", sagte Davis-Cup-Teamchef Michael Kohlmann.

Der Bundestrainer hatte zu Beginn des Jahres vor allem ein besseres Auftreten bei den vier Grand-Slam-Turnieren gefordert, nachdem 2015 kein Profi bei einem Major in die zweite Woche gekommen war. In Melbourne ging diese Zielsetzung schon einmal schief. Philipp Kohlschreiber, Alexander Zverev, Benjamin Becker und Peter Gojowczyk waren allesamt bereits an ihrer ersten Hürde gescheitert. Brands verlor gegen Garcia-Lopez mit 6:4, 1:6, 6:7 (0:7), 3:6.

"Sicherlich hatten wir Pech, dass gleich drei unserer fünf Vertreter gegen Spieler aus den Top Acht ran mussten. Dennoch müssen wir uns verbessern", sagte Kohlmann. Nachwuchshoffnung Zverev war gegen den Weltranglisten-Zweiten Andy Murray ohne Chance, die deutsche Nummer eins Kohlschreiber ging gegen den Japaner Kei Nishikori, Siebter der Welt, unter. Qualifikant Gojowczyk unterlag dem Weltranglisten-Achten David Ferrer.

Einzig Brands konnte mit seinem Auftreten zufrieden sein. Vor allem, wenn man bedenkt, dass der Deggendorfer nach seiner Erkrankung an Pfeifferschem Drüsenfieber vor einem Jahr fast bis auf Rang 500 abgestürzt war und sich erst mühsam über kleinere Turniere wieder zurückgekämpft hat. "Ich habe nicht schlecht gespielt, aber nicht schlecht ist auf diesem Niveau bei Grand Slams eben nicht gut genug."

Die Anlage hat mir sehr gut gefallen.Davis-Cup-Teamchef Michael Kohlmann auf die Frage, was ihm in Melbourne gefallen habe.

Mit Blick auf die Erstrundenpartie im Davis Cup gegen Tschechien in Hannover Anfang Mai könnte nun wieder ein Profi zum Hoffnungsträger werden, den alle eigentlich bereits abgeschrieben hatten: Altmeister Tommy Haas. "Ich habe hier mit Tommy telefoniert und er hat seine Bereitschaft erklärt, dabei zu sein, wenn er gesund ist", sagte Kohlmann. Anfang Februar will der inzwischen 37 Jahre alte Haas aus seiner Wahlheimat USA nach Deutschland kommen, um dort mit der Reha zu beginnen. Zuletzt war die ehemalige Nummer zwei der Welt wieder einmal von einer Schulterverletzung gestoppt worden.

"Tommy hat gesagt, dass er gerne beim Team dabei sein würde", berichtete Kohlmann. "Da wir zu Hause meist fünf Spieler dabei haben, wäre ich schön blöd, wenn ich Tommy nicht nominieren würde", sagte der Teamchef. "Er könnte für uns eine Art Joker sein, eine kleine Wundertüte." Gesetzt sind für das Duell mit den Tschechen um den Weltranglisten-Sechsten Tomas Berdych bislang Philipp Kohlschreiber und Alexander Zverev. Auch Doppelspezialist Philipp Petzschner dürfte seinen Platz sicher haben. Doch egal wen Kohlmann nominiert, alle werden sich steigern müssen. Sonst droht die nächste Enttäuschung.

Titelverteidiger Djokovic weiter

Titelverteidiger Novak Djokovic hat in Melbourne ohne große Mühe die dritte Runde erreicht. Die serbische Nummer eins der Tennis-Welt gewann am Mittwoch bei den Australian Open gegen Quentin Halys aus Frankreich mit 6:1, 6:2, 7:6 (7:3). Djokovic benötigte 1:40 Stunden für seinen Erfolg - und wehrte sich am Rande des Geschehens gegenüber Journalisten nochmals vehement gegen alle Manipulationsvorwürfe, die momentan unter anderem gegen ihn erhoben werden. Zuvor war bereits Roger Federer mühelos in die dritte Runde eingezogen. Der Schweizer bezwang den Ukrainer Alexander Dolgopolow mit 6:3, 7:5, 6:1.

dpa/aho

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... geht es rein in Tag drei in Melbourne. Der Happy Slam bot am Mittwoch zahlreiche Topfavoriten wie Serena Williams, Roger Federer und Novak Djokovic. Doch der Reihe nach.
© Getty Images

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20.01.16
 
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weitere Infos zu D. Brands

Vorname:Daniel
Nachname:Brands
Nation: Deutschland
Profi seit:2005
Weltranglistenplatz:143

weitere Infos zu T. Haas

Vorname:Tommy
Nachname:Haas
Nation: Deutschland
Profi seit:1996
Weltranglistenplatz:-

Australian Open

Austragungsort:Melbourne
Land: Australien
Modus:Grand Slam
Die letzten Sieger:
2016  Novak Djokovic
2015  Novak Djokovic
2014  Stanislas Wawrinka
2013  Novak Djokovic
2012  Novak Djokovic

Australian Open

Austragungsort:Melbourne
Land: Australien
Modus:Grand Slam
Die letzten Sieger:
2016  Angelique Kerber
2015  Serena Williams
2014  Na Li
2013  Victoria Azarenka
2012  Victoria Azarenka