Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?
06.06.2015, 17:24

French Open: Safarova klettert dennoch in die Top Ten

Runde Sache: Williams feiert 20. Grand-Slam-Titel

Serena Williams holte in Paris ihren dritten Titel bei den French Open - es war ihr insgesamt 20. Grand-Slam-Triumph. Die formstarke Safarova, die in der französischen Hauptstadt erstmals das Endspiel erreicht hatte, bot der Nummer 1 der Welt nach großen Startschwierigkeiten enorm Paroli, schnupperte sogar selbst am Sieg - und verlor dennoch und beim 3:6, 7:6 (7:2) und 2:6 auch ihr neuntes Duell gegen Williams.

Safarova und Williams
Siegerin Serena Williams und Verliererin Lucie Safarova - beide strahlen um die Wette.
© Getty ImagesZoomansicht

Mit ihrem 20. Grand-Slam-Titel liegt die Amerikanerin nun nur noch zwei Major-Siege hinter Steffi Graf, die 22 Mal bei Grand-Slam-Turnieren gewinnen konnte.

Williams verwandelte nach 2:01 Stunden ihren zweiten Matchball. Allerdings musste die 33-Jährige auf dem Court Philippe Chatrier Schwerstarbeit verrichten, um zum dritten Mal nach 2002 und 2013 beim Sandplatz-Klassiker im Bois de Boulogne zu triumphieren. Als der Sieg perfekt war, schrie sie ihre Freude und Erleichterung laut heraus und ließ ihren Schläger auf die rote Asche fallen. Ungläubig, diesen Kraftakt überstanden zu haben, starrte sie in die Luft, ehe sie wenig später ihrem Trainer Patrick Mouratoglou um den Hals fiel.

Für mich ist es ein Wunder, dass ich hier gewonnen habe.Serena Williams

"Es war sehr, sehr schwer heute. Lucie hat unglaublich gut gespielt", sagte Williams nach der Partie. "Für mich ist es ein Wunder, dass ich hier gewonnen habe. Gerade hier in Roland Garros bedeutet mir das sehr, sehr viel", meinte die weiter stark erkältete Weltranglisten-Erste in fast perfektem Französisch. In Englisch fügte sie dann - typisch amerikanisch - hinzu. "Ich liebe euch alle!"

Dabei war anfangs von der Erkältung, die sie tagelang beeinträchtigt hatte, nur noch wenig zu sehen. Zwar wirkte Williams nach wie vor geschwächt, anders als noch im Halbfinale gegen die Schweizerin Timea Bacsinszky stand sie dieses Mal aber nicht vor einem Kollaps. Noch am Freitag hatte die Tennis-Diva einige Rätsel aufgegeben. Sie hatte ihr Training und sämtliche Termine mit den Medien abgesagt und war den kompletten Tag in ihren Appartement geblieben, wo sie auch von einem Doktor aufgesucht wurde.

Toller Start von Williams, souveräner Satzgewinn

Doch als es in ihrem 24. Grand-Slam-Finale darauf ankam, war die Amerikanerin zunächst wieder zur Stelle. Sie fokussierte sich auf ihre harten Aufschläge und ihre druckvollen Grundschläge - das reichte erst einmal, um Safarova in deren erstem Finale bei einem der vier großen Events in Schach zu halten.

Der Tschechin gelang es eineinhalb Sätze nicht, die angeschlagene und schwerfällige Williams ins Laufen zu bringen, ihr fehlte zunächst der Mut. Den ersten Satz holte sich Williams nach 31 Minuten mit 6:3. Im zweiten Durchgang nahm sie Safarova gleich zu Beginn den Aufschlag ab. Beim Stand von 4:1, 40:15 schien der Matchgewinn nicht mehr weit.

Safarova beweist Comeback-Qualitäten

Lucie Safarova
Starkes Comeback in Satz zwei: Die Tschechin Lucie Safarova.
© Getty Images

Doch dann legte Safarova auf einmal ihre Scheu ab. Die Linkshänderin machte vier Spiele in Serie und lag auf einmal mit 5:4 vorne. Auch von einem weiteren Aufschlagverlust zum 5:6 ließ sie sich jetzt nicht mehr aufhalten und schaffte nach einem Re-Break im Tiebreak mit 7:2 den Satzausgleich.

Serena down - aber dann doch obenauf

Im dritten Durchgang nahm Safarova der großen Favoritin dann sogar prompt den Aufschlag ab - die Sensation lag in der Luft. Doch wie so oft zog sich Williams, die auf dem Weg ins Endspiel bereits viermal hatte über drei Sätze gehen müssen, mit einer beeindruckenden Energieleistung wieder aus dem Tief.

Mit Urgewalt zum Titel: Serena Williams.
Mit Urgewalt zum Titel: Serena Williams.
© Getty ImagesZoomansicht

Trotz der Niederlage wird Safarova, die auf dem Weg ins Finale unter anderem Sabine Lisicki, Maria Scharapowa und Ana Ivanovic besiegt hatte, am Montag erstmals in ihrer Karriere zu den besten zehn Spielerinnen der Welt gehören. Die 28-Jährige wird sich im neuen Ranking von Platz 13 auf sieben verbessern. "Ich hatte nur eine Option. Ich musste Winner schlagen", erläuterte Safarova ihren Matchplan. Die Tschechin war trotz der Niederlage stolz auf "zwei großartige Wochen" und erkannte neidlos an: "Serena, du bist unglaublich."

Vielleicht nimmt die Linkshänderin ja doch noch einen Titel mit aus Paris: Am Sonntag sie noch die Chance, an der Seite der Amerikanerin Bethanie Mattek-Sands den Titel im Doppel zu holen.

jch/dpa/sid

Impressionen vom Damen-Finale in Paris
Schultüten, Naturgewalten und eine runde Zahl
Serena Williams feierte in Paris ihren 20. Grand-Slam-Titel
Siegerschrei und Siegerlächeln

Es ist vollbracht: Am 6. Juni 2015 feierte Serena Williams ihren 20. Grand-Slam-Titel und ist damit die erfolgreichste Tennisspielerin der Gegenwart! Beim 6:3, 6:7, 6:2 über Lucie Safarova musste sich die US-Amerikanerin aber mehr strecken als gewünscht. Bis zu ihrem dritten Erfolg in Paris dauerte es schon ereignisreiche 2:01 Stunden...
© Getty Images

vorheriges Bild nächstes Bild
 
Seite versenden
zum Thema

weitere Infos zu S. Williams

Vorname:Serena
Nachname:Williams
Nation: USA
Profi seit:1995
Weltranglistenplatz:2

weitere Infos zu L. Safarova

Vorname:Lucie
Nachname:Safarova
Nation: Tschechien
Profi seit:2002
Weltranglistenplatz:43

French Open

Austragungsort:Paris
Land: Frankreich
Modus:Grand Slam
Die letzten Sieger:
2016  Garbine Muguruza
2015  Serena Williams
2014  Maria Sharapova
2013  Serena Williams
2012  Maria Sharapova