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29.08.2013, 22:52

US Open, Tag 4: Barthel verliert den Faden

Lisicki und Kerber ziehen im Gleichschritt weiter

Fast zeitgleich betraten Sabine Lisicki und Angelique Kerber am Donnerstag die Plätze bei den US Open. Sie verließen ihn nacheinander - aber mit dem gleichen Ergebnis: Die beiden derzeit besten deutschen Tennisspielerinnen schafften den Einzug in die dritte Runde. Kerber hatte mehr Mühe als erwartet und bekommt jetzt die Chance zu einer Revanche.

Sabine Lisicki am Donnerstag bei den US Open
"Ich glaube, mein Spiel war zu schnell für sie": Sabine Lisicki.
© picture allianceZoomansicht

Auch von lärmenden Renovierungsarbeiten und einem kurzfristigen Hotelwechsel hat sich Sabine Lisicki nicht aus der Ruhe bringen lassen. Die Wimbledon-Finalistin gewann ihr Zweitrunden-Match gegen die "respektlose" Argentinierin Paula Ormaechea am Donnerstag ohne Störgeräusche in nur 72 Minuten mit 6:2, 6:3 und zog bei den US Open in New York in die dritte Runde ein.

Dort steht auch Angelique Kerber nach einem hart erkämpften 6:4, 2:6, 6:3-Erfolg über 2:16 Stunden gegen die Kanadierin Eugenie Bouchard. "Ich bin so glücklich, dass ich gewonnen habe. Es war ein enges Match. Das war heute körperlich und vom Kopf her anstrengend. Sie hat teilweise unmenschlich gespielt", sagte die Weltranglisten-Neunte.

Weitaus entspannter durfte Lisicki ihr Tagwerk verrichten. "Ich habe gut angefangen und das Spiel ganz gut durchgespielt", sagte die 23 Jahre alte Berlinerin und konstatierte so herrlich korrekt-unbescheiden: "Ich glaube, mein Spiel war zu schnell für sie."

Dabei hat der neue deutsche Tennis-Liebling chaotische Tage hinter sich. Zunächst musste Lisicki in ihrem Hotel das Zimmer wechseln, weil über ihr renoviert wurde. Als der Lärm nicht nachließ, entschied sie sich für einen Umzug. "Es war einfach zu laut", sagte Lisicki - und konnte schon wieder darüber lächeln.

Ich werde versuchen, aus Wimbledon zu lernen.Angelique Kerber über ihre nächste Gegnerin

Im Kampf um den Einzug ins Achtelfinale beim vierten Grand-Slam-Turnier des Jahres trifft die Nummer 16 der Setzliste nun auf an diesem Freitag auf die Russin Ekaterina Makarova. Kerber bekommt gegen Kaia Kanepi die Möglichkeit zur Wimbledon-Wiedergutmachung. Dort hatte die 25 Jahre alte Kielerin zuletzt in Runde zwei gegen die Estin verloren. "Das ist eine gute Möglichkeit zur Revanche. Ich werde versuchen, aus Wimbledon zu lernen. Ich will da rausgehen, um zu gewinnen und zu zeigen, dass ich sie schlagen kann", sagte Kerber.

Lisicki macht die Geduldsprobe nichts aus

Fast zeitgleich betraten die beiden deutschen Fed-Cup-Spielerinnen am Donnerstag die blauen Betonplätze im Flushing Meadows Park. Kerber im Louis-Armstrong-Stadium, Lisicki auf dem Show Court 17. Beide hatten tags zuvor vergeblich in den Stadionkatakomben auf ihren eigentlich angesetzten Einsatz gewartet. Immerhin hatten sich die Organisatoren frühzeitig entschlossen, die Partien wegen der Regenunterbrechung auf den Folgetag zu verschieben.

Lisicki schien das Geduldsspiel nicht das Geringste ausgemacht zu haben. Gegen die ihr bis dato völlig unbekannte Nummer 71 der Welt diktierte die Wimbledon-Finalistin vom ersten Ballwechsel an Tempo und Spielrhythmus. Nach 33 Minuten entschied die blonde Berlinerin den ersten Satz für sich. Kerber hatte deutlich härter zu kämpfen.

"Das sind zwei junge, respektlose Spielerinnen, die an sich glauben und sehr selbstbewusst auftreten", hatte Bundestrainerin Barbara Rittner vorher gesagt - und vor allem Bouchard unterstrich dies. Als Lisicki schon in Durchgang zwei startete, stand es in der zweitgrößten Arena zwischen der Linkshänderin aus Kiel und ihrer 19 Jahre alten Gegnerin 4:4. Vor allem mit ihrem Aufschlagspiel haderte Kerber. Die in der Weltrangliste auf Platz 59 geführte Kanadierin zeigte keinerlei Respekt vor der US-Open-Halbfinalistin von 2011.

Doch nach 49 Minuten gelang ihr schließlich der Punkt zum Satzgewinn. Auch von einer Schwächephase im zweiten Durchgang ließ sich Kerber nicht aus der Ruhe bringen ("Ich weiß nicht, was da los war") und entschied den dritten Satz nervenstark für sich. Vier Matchbälle vergab Kerber noch, dann landete ein Rückhandball ihrer Gegnerin im Aus.

Mona Barthel dagegen verabschiedete sich nach einem 4:6, 2:6 gegen die amerikanische Wildcard-Starterin Alison Riske. Zunächst hatte die drittbeste Deutsche im WTA-Ranking mit 4:2 geführt.

(dpa)

US Open: Tag 1 in Bildern
Bunter Start mit heimlichen Stars
Die US Open 2013 sind eröffnet - wie immer gab's dazu eine große Show mit Musik-Acts und Feuerwerk. Auf dem Court passierte gleich am ersten Tag Ungewöhnliches.
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Die US Open 2013 sind eröffnet - wie immer gab's dazu eine große Show mit Musik-Acts und Feuerwerk. Auf dem Court passierte gleich am ersten Tag Ungewöhnliches.
© Getty Images

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29.08.13
 
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Vorname:Angelique
Nachname:Kerber
Nation: Deutschland
Profi seit:2003
Weltranglistenplatz:4

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Vorname:Sabine
Nachname:Lisicki
Nation: Deutschland
Profi seit:2006
Weltranglistenplatz:81

US Open

Austragungsort:New York
Land: USA
Modus:Grand Slam
Die letzten Sieger:
2015  Novak Djokovic
2014  Marin Cilic
2013  Rafael Nadal
2012  Andy Murray
2011  Novak Djokovic

US Open

Austragungsort:New York
Land: USA
Modus:Grand Slam
Die letzten Sieger:
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2014  Serena Williams
2013  Serena Williams
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2011  Samantha Stosur