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27.03.2013, 23:07

Kerber, Görges und Lisicki sind gesetzt

Rittner lässt "Wundertüte Petkovic" noch weg

Eigentlich wollte Barbara Rittner bis Ende März in Miami bleiben, wo die Bundestrainerin der deutschen Fed-Cup-Mannschaft ihren Schützlingen zur Seite stehen und die aktuelle Form überprüfen wollte. Sechs deutsche Spielerinnen waren in Miami am Start, doch über die dritte Runde kamen Kerber & Co. nicht hinaus. "Wir hatten in Miami ein kleines Tief", so Rittner. Für das in rund drei Wochen anstehende Aufstiegsendspiel mit dem Fed- Cup-Team gegen Serbien soll das aber keine Auswirkungen haben.

"Wir hatten in Miami ein kleines Tief", sagte Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner über ihre Schützlinge.
"Wir hatten in Miami ein kleines Tief", sagte Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner über ihre Schützlinge.
© Getty Images

Ein "kleines Tief", das wie folgt aussah: Angelique Kerber verlor ihr zweites Spiel in Runde drei, die Nummer sechs der Welt stand zuvor aber im Halbfinale von Indian Wells (Niederlage gegen Caroline Wozniacki). Julia Görges verlor ihr Auftaktmatch in Runde zwei. Die Bad Oldesloerin spielte ihr bestes Turnier in diesem Jahr im Januar bei den Australian Open, als sie nach vier Runden an der späteren Finalistin Na Li aus China scheiterte. Sabine Lisicki versiebte in Miami ihr Match in der 1. Runde, stand zuvor aber in Memphis im Finale. "Diese drei stehen für das Duell mit Serbien fest", sagt Rittner. "Kerber ist klar gesetzt, Görges und Lisicki haben bei dem ganz schweren Spiel in Frankreich für uns die Kohlen aus dem Feuer geholt", erinnert sich die frühere Profi-Spielerin mit leichtem Schauder an die Begegnung in Limoges zurück. Kerbers und Petkovics Verletzungspech, Mona Barthels Absage und ein grassierender Magen-Darm-Virus machten das Duell am zweiten Februar-Wochenende viel knapper, als sich das 3:1 letztlich las.

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Wer den vierten Startplatz für die Begegnung am 20./21. April gegen Serbien bekommen wird, wird sich erst am 10. April zeigen. "Ich habe noch bis dahin Zeit und die werde ich mir auch nehmen. Zu Tendenzen kann ich noch gar nichts sagen", so Rittner im Gespräch mit kicker online. Möglich wären Barthel, Annika Beck oder die Doppel-Spezialistin Anna-Lena Groenefeld. Mit Barthel hatte Rittner erst vor wenigen Tagen ein klärendes Gespräch, um die leichten Irrtationen im Vorfeld des Frankreich-Duells auszuräumen. Damals hatte Barthel ihrer Einzelkarriere Priorität eingeräumt gegenüber dem Fed Cup, was Rittner akzeptierte, aber "nachvollziehen kann ich ihre Entscheidung nicht". Dass diese Episode sich negativ auf das Team auswirken könnte, glaubt Rittner nicht. "Wir haben einen tolle Riege mit Supercharakteren, da bleibt nichts hängen."

Petkovic: Schlechtes Omen Stuttgart

Für Andrea Petkovic kommt das Spiel in Stuttgart, in der Woche vor dem WTA-Turnier, noch zu früh. Zwar hat die Darmstädterin nach ihrer Meniskus-Operation ihre körperliche Fitness wieder (Rittner: "Sie sieht sehr gut auf dem Platz aus und hat keinerlei Probleme mehr mit dem Knie"), doch fehlt der 25-Jährigen laut Rittner noch der nötige Match-Rhythmus. "Wäre das Spiel gegen Serbien in zwei Monaten gewesen, wäre es überhaupt kein Problem gewesen für Andi (Petkovic, d. Red.)", so Rittner.

Andi sagt ja selbst, dass sie sich wie eine Wundertüte anfühlt.Barbara Rittner über Andrea Petkovic

In einem Gespräch waren Rittner und Petkovic über die Nichtnominierung "sehr schnell einer Meinung. Andi sagt ja selbst, dass sie sich wie eine Wundertüte anfühlt", so Rittner über die noch schwankenden Leistungen von Petkovic seit ihrem Comeback am 5. März in der Qualifikation von Indian Wells. Seither stehen fünf Matches zu Buche - Bilanz drei Siege, zwei Niederlagen. Rittner weist auch darauf hin, dass das kommende Duell wohl auch zu viel Brisanz für Petkovic haben könnte. "In Stuttgart knickte sie letztes Jahr um", erinnert Rittner an den Schreckensmoment, als sich Petkovic im Achtelfinale gegen Victoria Azarenka die Bänder im rechten Sprunggelenk doppelt riss, fast vier Monate ausfiel und neben den French Open und Wimbledon auch noch die Olympischen Spiele verpasste.

Ihren Wert hat Petkovic für das Fed Cup-Team aber längst unter Beweis gestellt - auf dem Platz oder als Einpeitscherin neben dem Court. "Sie ist ein bisschen der Kopf des ganzen Teams", sagt Rittner, "deshalb ist sie natürlich in Stuttgart dabei."

Barthel schlägt Ivanovic - ein Fingerzeig?

Dass die Serbinnen überhaupt als Gegner auf die deutschen Damen treffen, hat damit zu tun, dass "gegen die Slowakei ihre Topspielerinnen Ivanovic und Jankovic nicht dabei waren". Das dürfte sich nun ändern. Laut Rittner "spielt Ivanovic sicher und Jankovic vielleicht". Sollte es so kommen stünden Kerber, Görges, Lisicki und der noch zu benennenden vierten Spielerin zwei ehemalige Weltranglistenerste gegenüber. Immerhin wurde Ivanovic in Indian Wells von Barthel in drei Sätzen besiegt - (6:1, 3:6, 6:0). Ein kleiner Fingerzeig für Barthels Premieren-Einsatz im Fed-Cup-Team?

27.03.13
 
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2013  Serena Williams
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