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08.02.2013, 11:47

Vorbereitung in den USA auf Indian Wells

Petkovic: "Ich bin wie ein kleiner Hund"

Andrea Petkovic befindet sich im letzten Stadium ihres dritten Comebacks. Am Dienstag flog die Tennisspielerin aus Darmstadt nach San Diego ins Trainingslager. Danach folgt ein weiteres in Las Vegas, um sich in Form zu bringen für den Wiedereinstieg in den Tennis-Circuit. Hinter der 25-Jährigen liegt ein Seuchenjahr - Rückenverletzung, Bänderriss, Meniskus-Operation. Und doch sagte "Petko" über das Jahr 2012: "Persönlich wohl das wichtigste Jahr meines Lebens."

Wieder hochkonzentriert und trotzdem gelassen: Andrea Petkovic.
Wieder hochkonzentriert und trotzdem gelassen: Andrea Petkovic.
© imago

Im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst macht Petkovic keinen Hehl daraus, dass die zurückliegende Verletzungsmisere mächtig an ihr zehrte. "Ich hatte immer wieder Gedanken wie: Bringt das noch was, du kannst so viele andere Sachen machen. Wirst du wieder so gut wie vorher? Das waren alles Gedanken, die dazu geführt haben, dass ich überlegt habe, vielleicht lass' ich es einfach", sagte die Einser-Abiturientin und Fern-Studentin.

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Gerade die mühseligen Reha-Einheiten, als die Rückkehr auf den Tennisplatz in weiter Ferne stand, machten ihr zu schaffen. "Ich bin ja wie ein kleiner Hund: Sehe ich einen Ball, will ich hinterherrennen. Das ging in der Zeit nicht. Das war auch das erste Mal in meinem bisherigen Leben, dass ich morgens nicht wirklich Lust hatte, den Tag zu starten", berichtete Petkovic. Der "Sportentzug" nervte auch ihre Mitmenschen, doch als sie wieder schwitzen durfte, "ging es mir gleich wieder super".

Sie fokussierte sich neu und abermals auf den Tennissport, auch weil sie trotz ihrer vielfachen Begabungen und Interessen keine Job-Alternative entdecken konnte. "Das war dann ein Zeichen, dass die Tennisgeschichte noch nicht durch ist." Und dann gibt es da ja auch noch den Herzenswunsch, 2016 in Rio de Janeiro an den Olympischen Spielen teilzunehmen.

Zeitvertreib: Andrea Petkovic schaute sich in ihrer Zwangspause das Basketballspiel der Braunschweiger gegen den FC Bayern an.
Zeitvertreib: Andrea Petkovic schaute sich in ihrer Zwangspause das Basketballspiel der Braunschweiger gegen den FC Bayern an.
© imagoZoomansicht

Die Zielsetzungen sind schon wieder die altbekannt hohen, doch scheint die Zwangspause aus der extrem ehrgeizigen und bisweilen beratungsresistenten Darmstädterin eine Sportlerin gemacht zu haben, die den Faktor Demut und Geduld zur Kenntnis nimmt. "Ich gebe mir alle Zeit der Welt", sagt die Weltranglisten-176. Die einst chronisch Ungeduldige "weiß, dass es wahrscheinlich die gleiche Zeit benötigen wird, die ich raus war, um spielerisch wieder dahin zu kommen, wo ich mal war."

Petkovic war mal die Nummer neun der Welt. Ende 2011, in dem Jahr wurde sie zur konstantesten Grand-Slam-Spielerin der Saison, tanzte sie sich mit dem "Petko"-Dance in die Herzen der Tennis-Fans. Der Aufstieg, der nur den Weg steil nach oben kannte, wurde jäh gestoppt. Jetzt genießt sie Tennis. Seit ein paar Tagen darf die bekennende Anhängerin von Eintracht Frankfurt wieder Schlagtraining machen. Am Wochenende steht eine abschließende Untersuchung des Knies bei Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt in München an. Die Teilnahme am Fed-Cup-Match in Frankreich musste sie wegen der Blessur allerdings absagen.

"Ich weiß, dass noch viel in mir steckt", sagt Petkovic vor ihrem Abflug in die USA. Anfang März muss sie beim Hartplatzturnier in Indian Wells in die Qualifikation. Sie wird es als eine Riesenfreude empfinden.

08.02.13
 
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weitere Infos zu A. Petkovic

Vorname:Andrea
Nachname:Petkovic
Nation: Deutschland
Profi seit:2006
Weltranglistenplatz:17

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