| Vorname: | Novak |
| Nachname: | Djokovic |
| Nation: | Serbien |
| Profi seit: | 2003 |
| Weltranglistenplatz: | 1 |

Novak Djokovic hat die Kräfteverhältnisse zurechtgerückt - im wahrsten Sinne des Wortes: Während Viertelfinalkontrahent ohne Satzverlust ins Viertelfinale gerauscht war, hatte der Serbe den fünfstündigen Fünfsatz-Thriller gegen Stanislas Wawrinka in den Knochen. Doch als die beiden im Spätmatch des neunten Turniertages in der Rod-Laver-Arena aufeinandertrafen, machte Stehaufmännchen Djokovic den frischeren, aufgeweckteren Eindruck - und gewann letztlich problemlos.
Beim 6:1, 4:6, 6:1, 6:4 machte "Nole" am Ende einfach weniger Fehler und vermied extreme Leistungsschwankungen, wie sie Berdych im ersten und dritten Satz erlitt. Diese beiden Durchgänge gingen jeweils in nur 28 Minuten an Djokovic und waren letztlich vorentscheidend. Schon im zweiten Satz hatte Berdych, immerhin Nummer sechs der Welt, im entscheidenden Moment gewackelt, wehrte beim Stand vom 5:4 aber zwei Breakbälle klasse ab und nahm Djokovic einen Satz ab.
In dieser Hinsicht ist der "Djoker" gegenüber den anderen Topfavoriten Roger Federer und Andy Murray unterlegen, beide sind noch ohne Satzverlust in Melbourne. Dafür weiß Djokovic schon jetzt: Er bleibt auch nach dem Grand-Slam-Turnier die Nummer eins der Welt - dafür reichte schon der Einzug ins Halbfinale.
Dort heißt die Hürde Ferrer. Der Auckland-Sieger konnte sich gegen Almagro wieder einmal auf sein Kämpferherz verlassen. Der Weltranglistenfünfte gewann in 3:44 Stunden mit 4:6, 4:6, 7:5, 7:6 (7:4), 6:2 und feierte seinen 500. Erfolg auf der ATP-Tour. Dreimal schlug der an Position zehn gesetzte Almagro zum Matchgewinn auf - unter anderem im dritten Satz beim Stand von 5:4. Während er das Turnier zerknirscht beenden musste - er verlor auch den 13. Vergleich gegen seinen Landsmann -, trifft Ferrer am Donnerstag im Halbfinale entweder auf den topgesetzten Titelverteidiger Novak Djokovic (Serbien) oder auf den tschechischen Davis-Cup-Sieger Tomas Berdych.
Ferrer kann mit breiter Brust in das Spiel gehen, zwölf der 13 Partien in 2013 hat der 30-Jährige gewonnen, der zum fünften Mal ein Grand-Slam-Halbfinale erreichte. Auf ein Finale wartet er noch. Sein Siegeszug bringt ihm in jedem Fall schon einmal einen Sprung in der Weltrangliste an Rafael Nadal vorbei auf Rang vier ein.
Das Viertelfinale bringt ferner noch die Partien des Grand-Slam-Rekordsiegers Roger Federer (Schweiz/Nr. 2) gegen Jo-Wilfried Tsonga (Frankreich/Nr. 7) sowie des US-Open-Gewinners Andy Murray (Großbritannien/Nr. 3) gegen den ungesetzten Jeremy Chardy (Frankreich).
Bei den Damen setzten sich Li Na (30) nach 1:42 Stunden mit 7:5 und 6:3 gegen Radwanska durch, die zuvor die Turniere in Auckland und Sydney gewonnen hatte. Nach zähem Beginn mit einer Spieldauer von 25 Minuten für die ersten vier Spiele war die Asiatin anschließend die aktivere Spielerin und steckte auch einen Fauxpas weg, als sie einen Aufschlag per Rahmen aufs Tribünendach jagte.
Die Chinesin wandelt damit auf den Pfaden von 2011, als sie bis ins Endspiel vorstoßen konnte und erst Kim Clijsters unterlag. Im vergangenen Jahr war Li Na im Achtelfinale ausgeschieden, bislang ist die WTA-Sechste noch ohne Satzverlust. In der Runde der letzten Vier trifft die Görges-Bezwingerin nun auf Maria Sharapova, die auch gegen ihre Landsfrau Ekaterina Makarova wie schon in allen vorherigen Spielen beim "Happy Slam" keinerlei Mühe hatte - 6:2 und 6:2.
| Austragungsort: | Melbourne |
| Land: | Australien |
| Modus: | Grand Slam |
| Die letzten Sieger: | |
| 2013 | Novak Djokovic |
| 2012 | Novak Djokovic |
| 2011 | Novak Djokovic |
| 2010 | Roger Federer |
| 2009 | Rafael Nadal |
| Austragungsort: | Melbourne |
| Land: | Australien |
| Modus: | Grand Slam |
| Die letzten Sieger: | |
| 2013 | Victoria Azarenka |
| 2012 | Victoria Azarenka |
| 2011 | Kim Clijsters |
| 2010 | Serena Williams |
| 2009 | Serena Williams |