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15.01.2013, 12:26

Lisicki und Haas scheitern - Kohlschreiber ohne Probleme

"Schlechtester" Mayer dreht seine Partie

Licht und Schatten lagen bei den Deutschen am zweiten Tag in Melbourne mal wieder dicht beisammen. Sabine Lisicki hatte die schwierigste Aufgabe und scheiterte. Im Kampf zweier Oldies musste sich Tommy Haas geschlagen geben. Dagegen überraschte Annika Beck. Das schlechteste Match seines Lebens wollte Florian Mayer abgeliefert haben - es reichte trotzdem für die nächste Runde. Und Philipp Kohlschreiber bestätigte seine gute Form mit einem lockeren Auftaktsieg.

Florian Mayer
Kam zunächst überhaupt nicht in Schwung: Florian Mayer kämpfte sich trotzdem weiter.
© Getty ImagesZoomansicht

Drei Tage nach dem verlorenen Finale von Auckland zeigte Kohlschreiber gegen den Belgier Steve Darcis eine souveräne Vorstellung und siegte klar mit 6:2, 6:3, 6:4. Die deutsche Nummer eins benötigte lediglich 1:46 Stunden für seinen Erfolg. Gegen den israelischen Qualifikanten Amir Weintraub geht er nun als großer Favorit in die 2. Runde.

Da musste Mayer deutlich mehr leiden, lange sah es sogar nach einer Niederlage aus, doch er zog den Kopf noch aus der Schlinge. Wildcard-Inhaber Rhyne Williams gab sich erst nach fünf Sätzen geschlagen. Mayer benötigte beim 2:6, 3:6, 6:2, 7:6 (14:12), 6:1 allerdings mehr Energie als eingeplant. "So schlecht habe ich glaube ich noch nie in meinem Leben gespielt", sagte der Franke zu seiner Leistung in den ersten beiden Sätzen. Doch dann biss sich der 29-Jährige in die Partie, wehrte im Tie Break des vierten Satzes zwei Matchbälle ab und schaffte doch noch den Sprung in die zweite Runde. "Am Ende zählt nur das Weiterkommen und dass ich die Partie noch gedreht habe", bilanzierte Mayer, der nun auf den Qualifikanten Ricardas Berankis aus Litauen trifft.

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Schwere Aufgabe für Becker - Frust bei Haas

Ebenfalls in der nächsten Runde ist Benjamin Becker. Der Mettlacher bezwang in seinem Match den Slowenen Aljaz Bedene mit 4:6, 6:3, 7:5, 7:6 (7:1). Becker trifft nun auf den an Nummer sechs gesetzten Juan Martin del Potro. Der Argentinier setzte sich im Schongang gegen den französischen Qualifikanten Adrian Mannarino mühelos mit 6:1, 6:2, 6:2 durch.

Tommy Haas erwischte keinen guten Tag und musste schon wieder seine Sachen packen. Der 34-Jährige verlor gegen den Finnen Jarkko Nieminen mit 6:7 (3:7), 6:4, 3:6, 6:4, 6:8. Nach 3:42 Stunden musste sich der an Nummer 19 gesetzte Wahl-Amerikaner nach hartem Kampf geschlagen geben. Beim Stand von 6:5 in fünften Satz vergab Haas sogar einen Matchball. "Doch irgendwie hatte ich nie das Gefühl, dass ich mein bestes Tennis spiele", sagte Haas, der deutlich angefressen war.

Keine zehn Minuten nachdem Nieminen die Partie mit einem Ass beendet hatte, stellte sich die deutsche Nummer zwei bereits ungeduscht den Journalisten. Die unvermeidliche Frage, ob dies sein letzter Auftritt in Melbourne gewesen sei, nervte ihn dabei ganz besonders. "Diese ganzen Spekulationen, wie lange ich noch spiele, gehen mir auf den Keks, weil ich es selbst nicht genau weiß", sagte Haas. "Wenn mir morgen einer ein gutes Angebot für was anderes macht, würde ich es derzeit vielleicht annehmen."

Einen baldigen Rücktritt muss jedoch niemand befürchten, denn mit etwas Abstand wird Haas auch das Positive aus der Begegnung sehen. "Ich habe mich im fünften Satz körperlich immer noch gut gefühlt." Und so wird er nach einer kurzen Familien-Pause zum Frustabbau wieder angreifen, das nächste Ziel heißt Indian Wells.

Fünf von neun - Brands ist dabei

Daniel Brands steht bei den Australian Open in der zweiten Runde. Er setzte sich gegen den an Nummer 27 gesetzten Slowaken Martin Klizan mit 6:3, 3:6, 6:3, 6:4 durch. Brands benötigte 1:49 Minuten für seinen überraschenden Erfolg. Der 25-Jährige trifft nun auf die australische Sieg-Hoffnung Bernard Tomic. Von den neun gestarteten deutschen Herren sind damit beim ersten Grand-Slam-Turnier der Saison noch fünf Spieler im Wettbewerb.

Beck überrascht und Lisicki ist "sehr enttäuscht"

Annika Beck
Nutzte ihre Chance: Annika Beck.
© Getty Images

Das Aus in der ersten Runde kam dagegen für Sabine Lisicki. Die Berlinerin unterlag der Dänin Caroline Wozniacki mit 6:2, 3:6, 3:6. "Natürlich bin ich sehr enttäuscht, dass es nicht gereicht hat", sagte Lisicki nach ihrer Niederlage gegen die ehemalige Nummer eins der Welt. "Für eine erste Runde war es ein sehr schweres Los, aber ich hatte trotzdem meine Chancen", sagte die Fed-Cup-Spielerin nach dem Aus in 1:46 Stunden.

In der Tat war die Niederlage der 23-Jährigen völlig unnötig. Lisicki erwischte einen guten Start und entschied den ersten Satz nach gerade einmal 32 Minuten mit dem zweiten Satzball für sich. Doch danach verlor die Nummer 36 der Welt völlig den Faden. Nach verlorenem zweiten Abschnitt führte Lisicki im entscheidenden Durchgang zwar noch einmal schnell mit 3:0. Wie aus dem Nichts kippte die Partie dann aber doch noch zugunsten von Wozniacki. "Es waren ein paar knappe Bälle dabei und dann war das Selbstvertrauen plötzlich wieder weg", sagte Lisicki.

Aber bei den Damen gab es auch Grund zur Freude, denn Beck überraschte die an Nummer 28 gesetzte Kasachin Yaroslava Shvedova mit einem 6:2, 6:7 (7:9), 6:3 Sieg. Erstmals steht Beck damit in der zweiten Runde eines Grand-Slam-Turniers. Beck zeigte bei ihrem erst zweiten Grand-Slam-Auftritt eine starke kämpferische Leistung und steckte im entscheidenden Satz auch ein frühes Break weg.

Bilder zum zweiten Tag der Australian Open
Verrückte Fans und ein Bilderrätsel
Die größte Tennisparty der Welt geht mit vielen Bildern in den zweiten Tag.
Eindrücke aus Melbourne

Die größte Tennisparty der Welt geht mit vielen Bildern in den zweiten Tag.
© Getty Images

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Austragungsort:Melbourne
Land: Australien
Modus:Grand Slam
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2012  Novak Djokovic
2011  Novak Djokovic
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Australian Open

Austragungsort:Melbourne
Land: Australien
Modus:Grand Slam
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2012  Victoria Azarenka
2011  Kim Clijsters
2010  Serena Williams

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