Barthel weiter - Monfils schlägt Becker - Aus für Phau
"Brennende Füße": Sydney fordert Kerber & Co. alles ab
Angelique Kerber hat die erste Hürde im glühend heißen Sydney übersprungen. Die deutsche Topspielerin gewann am Dienstag gegen Galina Voskoboeva aus Kasachstan mit 6:2 und 7:5. Nun trifft die Kielerin im Viertelfinale auf Svetlana Kuznetsova aus Russland, die sich zum Auftakt gegen Julia Görges durchgesetzt hatte. Kuznetsova ließ danach ein 7:6 (7:4), 1:6 und 6:2 gegen die frühere Weltranglisten-Erste Caroline Wozniacki aus Dänemark folgen.

Trotz Gluthitze eine Runde weiter: Angelique Kerber im Gespräch mit Coach Torben Beltz.
© Getty Images

Lange Zeit war Svetlana Kuznetsova verletzt, doch nun ist die ehemalige Topspielerin offenbar wieder voll da, wie die Siege über Görges und vor allem Wozniacki unterstreichen.
Bei der mit 690.000 Dollar dotierten Hartplatzveranstaltung in Sydney, dem letzten Vorbereitungsturnier auf die Australian Open (14. bis 27. Januar), wartet auf Kerber nun also ein schwerer Brocken. Die Weltranglistenfünfte aus Kiel tankte mit dem Zweisatzerfolg über die kasachische Qualifikantin jedoch schon einmal Selbstvertrauen für die anstehenden Aufgaben.
Bei Temperaturen von bis zu 43 Grad auf dem Court stimmten zudem die Bedingungen optimal auf den Grand-Slam-Auftakt des Jahres ein. "Das ist eine gute Vorbereitung für Melbourne. Unter Umständen haben wir dort das gleiche Wetter", sagte Kerber.
Die Norddeutsche, die im Satz mit 2:5 hinten lag und bei 4:5 drei Satzbälle abwehren musste, ist in Sydney hinter Wimbledonfinalistin Agnieszka Radwanska an Position zwei gesetzt. Der Polin war es am Dienstag definitiv zu heiß. Nach dem 6:4, 6:3-Sieg gegen die 42-jährige Kimiko Date Krumm (Japan) sagte sie: "Für die Spieler, die Ballkinder und die Zuschauer ist es einfach zu heiß. Das war heute sicherlich der heißeste Tag, an dem ich jemals gespielt habe." Sie habe nur versucht zu überleben. Der Oberschiedsrichter wendete die Hitzeregel dennoch nicht an.
„Uns wurde gesagt, es seien 40 Grad, aber auf dem Platz war es deutlich
heißer. Schon am Ende des ersten Satzes haben meine Füße gebrannt.“Die Chinesin Li Na nach ihrem Sieg über Ayumi Morita (Japan)
Kerbers Landsfrau Mona Barthel zog indes im deutlich kühleren Hobart eine Runde weiter. Die Titelverteidigerin steht nach einem 7:6 (7:3), 7:5 über Chanelle Scheepers (Südafrika) im Viertelfinale des Tennisturniers auf Tasmanien. Die Weltranglisten-32. aus Bad Segeberg benötigte 1:37 Stunden für den Sieg und trifft nun auf Klara Zakopalova (Tschechien) oder Svetana Pironkova (Bulgarien). "Es war sehr kalt und windig. Ich musste schwer kämpfen, um zu gewinnen, weil Chanelle sehr gut retourniert und sehr aggressiv gespielt hat", schrieb Barthel auf ihrer Website. 2012 hatte sie bei dem mit 235.000 Dollar dotierten Vorbereitungsturnier auf die Australian Open ihren bislang einzigen WTA-Titel gewonnen.
Aus für Phau und Becker
Beim ATP-Turnier in Sydney war für Björn Phau aus Weilerswist nach der 0:6, 1:6-Pleite gegen den Finnen Jarkko Nieminen derweil schon in Runde eins Endstation.
Und auch in Auckland gab es für einen deutschen Vertreter nichts zu holen. Benjamin Becker, der sich über die Qualifikation durchgekämpft hatte, verlor gegen den Franzosen Gael Monfils mit 7:6 (7:2), 3:6 und 4:6.