
Für Nadal wäre das Duell am Freitag gegen den britischen US-Open-Sieger Andy Murray oder den Serben Janko Tipsarevic das erste Match seit seiner Zweitrunden-Niederlage gegen den Tschechen Lukas Rosol Ende Juni in Wimbledon gewesen. Hartnäckige Knieprobleme, vor allem mit der Patellasehne, hatten die lange Pause notwendig gemacht.
Ungeachtet der kurzfristigen Absage will der Weltranglistenvierte es bei seinen zukünftigen Auftritten zunächst langsam angehen lassen. Was tatsächlich Priorität hat, formuliert der Spanier ganz klar: "Was mich wirklich beschäftigt, ist die Frage, ob mein Knie hält", so der 26-jährige.
"Abu Dhabi ist ein Test. Meine Ziele sind nicht Abu Dhabi, Doha in der kommenden Woche oder die Australian Open. Mein Ziel ist es, gesund zu bleiben, das Gefühl auf dem Platz wiederzufinden und bei den US-Turnieren im Frühjahr und der europäischen Sandplatz-Tournee wieder in Topform zu sein", hatte Nadal vor seiner Erkrankung auf einer Pressekonferenz im Rahmen des Einladungsturniers geäußert. Er selbst erwarte in naher Zukunft keine Wunderdinge von sich: "Also tut ihr alle das bitte auch nicht."
Der Spanier hatte sich schon lange vor seiner sechsmonatigen Pause mit Knieproblemen herumgeplagt. Vollkommen beschwerdefrei ist er nach wie vor nicht. Für Nadal wird es vor allem wichtig sein, wieder Vertrauen in seinen Körper zu finden. "Ich vertraue meinen Ärzten, die mir gesagt haben, dass alles okay ist." Der nächste mögliche Comeback-Versuch könnte nun Anfang Januar beim ATP-Turnier in Doha (Katar) stattfinden. Diese Veranstaltung dient der Vorbereitung für das erste Grand-Slam-Turnier 2013 in Australien.