Federer verliert in Basel - Ferrer gewinnt in Valencia
Williams krönt ihr tolles Jahr am Bosporus
Am späten Nachmittag standen sich bei den WTA Championships in Istanbul Serena Williams und Maria Sharapova im Finale gegenüber - ein echtes Spitzentreffen: Beide hatten in dieser Woche alle Matches gewonnen. Es konnte aber nur Eine geben, und das war Serena. Roger Federer unterlag überraschend gegen seinen bisherigen Lieblingsgegner Juan Martin del Potro, während David Ferrer in Valencia seiner Favoritenrolle gerecht wurde.

Ein Bad im Konfetti-Regen: Serena Williams.
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2012 ist das Jahr von Serena Williams. Nach dem Wimbledon-Sieg, der olympischen Gold-Medaille und dem Triumph bei den US Open gewann die 31-Jährige nun auch die WTA Championships in Istanbul. Im Finale setzte sich die US-Amerikanerin gegen Maria Sharapova (Russland) mit 6:4, 6:3 durch und wurde damit die älteste Siegerin in der Geschichte des Saisonabschluss-Turniers. Für die aktuelle Nummer 3 der Welt ist es der dritte WM-Titel nach 2001 und 2009.
In der Neuauflage des olympischen Finales dominierte Williams von Beginn und holte sich mit einem Ass nach 45 Minuten Satz eins. Auch danach blieb die US-Amerikanerin mit ihrem kraftvollen Grundlinien-Tennis die bessere Spielerin, holte sich früh im zweiten Satz das Break und ließ sich danach nicht mehr aus der Spur bringen. Williams verwandelte nach 1:29 Stunden ihren ersten Matchball und feierte vor 16.410 Zuschauern im Sinan Erdem Dome ihren siebten Turniererfolg des Jahres.
Die Olympiasiegerin hat 2012 nur vier Matches verloren und 58 gewonnen. Seit 1990 hatte es keine bessere Erfolgsquote gegeben. Serena setzte in diesem Jahr aber nicht nur sportlich Maßstäbe, auch finanziell lohnte es sich für sie. Durch den Sieg in Istanbul knackte sie die Preisgeld-Schallmauer von sieben Millionen Dollar in dieser Saison. Unterdessen muss Sharapova, immerhin Nummer 2 der Welt, seit nunmehr acht Jahren auf einen Sieg gegen Serena Williams warten. Die Bilanz der vergangenen Jahre aus Sicht der Russin, die nach 2004 ihren zweiten WM-Titel verpasste, ist vernichtend - neun Spiele, neun Niederlagen!
Federer erlebt im eigenen "Wohnzimmer" eine böse Überraschung
Roger Federer erlebte unterdessen eine böse Überraschung. Der Schweizer verlor in seinem "Wohnzimmer" das Finale gegen Juan Martin del Potro aus Argentinien mit 4:6, 7:6 (7:5), 6:7 (3:7) und verpasste damit seinen sechsten Turniersieg in Basel. "Delpo", der erst zum dritten Mal im 16. Vergleich gegen Federer gewinnen konnte, bewies damit seine aufsteigende Form, da er nach seinem Turniersieg in Wien in der vergangenen Woche nun in Basel den 13. Titel seiner Laufbahn perfekt machte. Der Argentinier, der sich nach seiner langen Verletzungspause mittlerweile bis auf Platz acht der Weltrangliste vorgearbeitet hat, revanchierte sich damit auch ein wenig für das Olympia-Aus im Halbfinale, als er gegen Federer mit 17:19 im dritten Satz verloren hatte.
Im spanischen Valencia behielt derweil der Favorit die Oberhand. Im Endspiel setzte sich David Ferrer gegen Oleksandr Dolgopolov Jr. (Ukraine) mit 6:1, 3:6, 6:4 durch und feierte nach 2008 und 2010 seinen dritten Erfolg in seiner Heimatstadt - im laufenden Jahr war es für den Spanier der sechste Titel, was ansonsten nur Branchenprimus Federer geschafft hat.
Das Saisonfinale der Besten 2012: Die WTA Tour Championships
Glamour pur in Istanbul - und Kerber mittendrin
Die Besten 2012
Es ist der glamouröse Saisonabschluss des Damen-Tennis: In Istanbul treffen sich die besten acht Spielerinnen des Jahres (plus Ersatzspielerinnen), um den letzten Titel der Saison auszuspielen. Erstmals mit dabei: Angelique Kerber (5.v.l.)!
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