Bastad: Barthel scheitert in Bastad
Haas knackt Cilic und wandelt auf Stichs Spuren
Am Hamburger Rothenbaum standen am Samstag die Halbfinals an. Der an Nummer eins gesetzte Spanier Nicolas Almagro musste gegen den Argentinier Juan Monaco die Segel streichen. Mehr Emotion begleitete im Anschluss Tommy Haas, der in seiner Geburtsstadt Marin Cilic bezwang und damit in die Fußstapfen von Michael Stich trat. Derweil misslang Mona Barthel in Bastad (Schweden) der Einzug ins Endspiel, im Semifinale war gegen die Slowenin Polona Hercog Endstation.

Steht im Finale in seiner Geburtsstadt: Tommy Haas.
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Für Philipp Kohlschreiber war gegen Nicolas Almagro im Viertelfinale von Hamburg Endstation. Nun erwischte es aber auch den an Nummer 1 gesetzten Spanier! Gegen Juan Monaco (Argentinien) unterlag Almagro in drei Sätzen (6:3, 4:6, 4:6) und musste somit seinen Traum vom Endspiel begraben. Der 28 Jahre alte Weltranglisten-14. überzeugte vor allem bei seinem eigenen Aufschlagspiel, bei dem er 62 Prozent aller Punkte holte. Monaco kann nun am Sonntag nach Vina del Mar und Houston seinen dritten Turniersieg in der laufenden Saison einfahren.
Das zweite Spiel des Tages war dann doch ein Stück weit emotionsgeladener. Tommy Haas forderte den Kroaten Marin Cilic und wollte in seiner Geburtsstadt als erste Deutscher nach Michael Stich 1993 am Hamburger Rothenbaum ins Endspiel einziehen. Es begann ziemlich schlecht für den 34-Jährigen, der rasch mit 0:2 hinten lag, dann aber sein Kämpferherz entdeckte. Haas meldete sich zurück, schaffte das Rebreak und erzwang im ersten Satz den Tie-Break, den er nach 82 Minuten zur Freude der zahlreichen Fans auch mit 9:7 für sich entschied - zuvor musste er fünf Satzbälle abwehren. Der Satzgewinn gab Haas weiteren Auftrieb, während Cilic sichtlich angeschlagen wirkte und sich einen nun einen Fehler nach dem anderen erlaubte. Die Folge: Blitzschnell raste Haas davon und lag bald komfortabel mit 5:0 in Führung und gewann dann gegen einen mittlerweile völlig resignierenden Cilic am Ende klar mit 7:6 (9:7) und 6:0.
Bellucci geht voran, Tipsarevic folgt bald
Im schweizerischen Gstaad standen mit dem Brasilianer Thomasz Bellucci (Nummer 60 der Welt) und dem einen Platz schlechter geführten Bulgaren Grigor Dimitrov zwei eher unbekannte Namen in der Runde der letzten Vier. Beide boten aber dennoch gute Unterhaltung und lieferten sich ein enges Duell, das nach 115 Minuten einen Sieger gefunden hatte. Zweimal bewies der 24-jährige Bellucci im Tie-Break die besseren Nerven und gewann letztlich mit 7:6 (7:3) und 7:6 (7:5). Während Dimitrov damit weiterhin auf den ersten Finaleinzug seiner Laufbahn warten muss, wiederholte Bellucci seinen Erfolg von 2009, als er an selber Stelle den Titel gewann. Das möchte er jetzt wiederholen, dafür muss er aber im Endspiel Janko Tipsarevic, der vor einer Woche in Stuttgart triumphiert hat und sich in seinem Semifinale gegen Paul-Henry Mathieu (Frankreich) mit 7:6 (12:10), 6:3 schadlos hielt, bezwingen.
Barthel verpasst das zweite Finale ihrer Karriere
Bei den Damen war für Mona Barthel im schwedischen Bastad im Halbfinale Schluss. Die 22 Jahre alte deutsche Olympia-Starterin aus Neumünster verlor gegen Polona Hercog klar mit 1:6, 3:6 und verpasste damit ihren zweiten Finaleinzug auf der WTA-Tour. Die Slowenin bekommt es im Endspiel des Sandplatzturniers mit der Französin Mathilde Johansson zu tun. Johansson behielt in ihrem Match gegen die Lokalmatadorin Johanna Larsson mit 6:4, 6:4 die Oberhand.