Für Almagro ist gegen Ferrer kein Kraut gewachsen
Tipsarevic wankt, fällt aber nicht - Nr. 43 für Serena Williams
Eine ganze Reihe von Endspielen hatte der Sonntag zu bieten: In Stuttgart holte Janko Tipsarevic gegen Juan Monaco seinen ersten Titel der Saison. Im schwedischen Bastad triumphierte ein Spanier: David Ferrer schlug Landsmann Nicolas Almagro. Am Abend setzten sich zwei Lokalmatadoren durch: Marin Cilic gewann im kroatischen Umag, French-Open Finalistin Sara Errani in Palermo. Zum Abschluss fügte Serena Williams in Stanford einen weiteren Titel hinzu.

Tipsy-Time: Janko Tipsarevic gewann das Endspiel in Stuttgart.
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Den Final-Sonntag eröffneten im schwedischen Bastad die Spanier David Ferrer und Nicolas Almagro. Der an Nummer 1 gesetzte Ferrer behielt dabei mit 6:2, 6:2 in gerade einmal 68 Minuten die Oberhand, feierte damit seinen fünften Turniersieg in der laufenden Saison und seinen 16. Titel insgesamt. Für Almagro blieb indes die Erkenntnis, dass gegen seinen Landsmann kein Kraut gewachsen ist - im elften Duell war es die elfte Pleite für den Weltranglistenzehnten. Von Beginn an waren die Kräfteverhältnisse klar verteilt: Ferrer, Nummer 5 der Welt, holte sich früh im ersten Satz das Break, erstickte dann ein kurzes Aufbäumen seines Kontrahenten im Keim und brachte im Anschluss Durchgang zwei souverän über die Bühne.
Monaco dreht im zweiten Satz auf - Dritter Turniersieg für Tipsarevic
In Stuttgart trafen im Endspiel die beiden topgesetzten Spieler aufeinander. Der Serbe Janko Tipsarevic, der als einziger Top-Ten-Akteur in diesem Jahr noch kein Turnier gewinnen konnte, bekam es mit Juan Monaco (Argentinien) zu tun. Die Statistik sprach für Monaco, der zwei der bisherigen drei Duelle gegen Tipsarevic gewonnen hatte und zudem als der bessere Sandplatzspieler gilt. Dennoch kam es anders. Der Weltranglistenachte aus Serbien ergriff zu Beginn die Initiative, bestimmte das Spiel, ging häufig ans Netz und holte sich Satz eins mit 6:4.
Im zweiten Durchgang sah er schon wie der sichere Sieger aus, rasch lag Monaco mit 0:4 hinten, kam dann aber zurück - und wie! Die Nummer 14 der Welt gewann fünf Spiele in Folge - nahm Tipsarevic dabei zweimal das Aufschlagspiel zu null ab - und meldete sich eindrucksvoll zurück. Beim Serben ging dagegen nicht mehr viel, sodass die Entscheidung im dritten Satz fallen musste. In diesem stabilisierte sich Tipsarevic jedoch wieder und es entwickelte sich ein hart umkämpftes Match. Dann sorgte einsetzender Regen für eine unfreiwillige Pause, die dem 26-jährigen Belgrader besser tat. Nach Wiederbeginn brachte Tipsarevic den 6:4, 5:7, 6:3-Erfolg in trockene Tücher und durfte sich über den dritten Turniersieg, den ersten auf Sand, in seiner Laufbahn freuen.
Bereits vor dem Endspiel war schon klar, dass das Turnier in Stuttgart ein Erfolg war. Insgesamt verfolgten 35.000 Zuschauer die Spiele auf dem Weissenhof. "Es war ein sehr großer Erfolg. Wir hatten Glück mit dem Wetter im Gegensatz zum Vorjahr", hatte Turnierdirektor Edwin Weindorfer noch vor dem Finale ein positives Fazit gezogen.
Cilic jubelt in Umag
Im kroatischen Umag konnte sich Marin Cilic gegen seinen spanischen Herausforderer Marcel Granollers klar in zwei Sätzen durchsetzen. Der Weltranglistenfünfzehnte, der in seiner Heimat an Position zwei gesetzt war, besiegte den Spanier mit 6:4 und 6:2. Damit verlief für ihn die "Vorbereitung" auf das anstehende Turnier in Hamburg bestens - am Rothenbaum schlägt Cilic am Dienstag schon wieder gegen den Italiener Flavio Cipolla auf.
Errani gewinnt in Palermo
Im sizilianischen Palermo setzte sich ebenfalls eine Lokalmatadorin durch. Die Italienerin Sara Errani gewann das Endspiel gegen Barbora Zahlavova Strycova mit 6:1 und 6:3 und unterstrich damit ihre derzeit gute Form. Die Final-Verliererin aus Tschechien ist beim anstehenden Turnier im schwedischen Bastad die Auftaktgegnerin für die Bad Oldesloerin Julia Görges.
43. Turniersieg für Serena Williams

Coco Vandeweghe kann es verschmerzen: Serena Williams holte sich Turniersieg Nr. 43 in Stanford.
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In Stanford fühlt sie sich wohl: Wimbledon-Siegerin Serena Williams gewann wie im Vorjahr das WTA-Turnier in der kalifornischen Stadt und feierte ihren 43. Turniersieg auf der Tour. 7:5, 6:3 hieß es am Ende des US-Vergleichs gegen Außenseiterin Coco Vandeweghe. Die 120. der Weltrangliste stand erstmals in einem Endspiel und vergab in dem knapp 90-minütigen Finale im ersten Durchgang einen Satzball. Williams nutzte im zweiten Satz gleich ihren ersten Matchball und schaffte damit ihren vierten Turniersieg in diesem Jahr. Die 30-jährige Williams will sich nun in den USA auf die Rückkehr nach London vorbereiten, wo am 27. Juli die Olympischen Spiele beginnen. "Ich habe mich noch nie so fit, so stark gefühlt und war noch nie so glücklich, zu spielen. Und ich denke, dass ich noch besser sein kann", sagte sie. In Sachen Turniererfolge glich Serena übrigens mit dem Triumph von Stanford gegenüber ihrer älteren Schwester Venus aus.