
| Vorname: | Novak |
| Nachname: | Djokovic |
| Nation: | Serbien |
| Profi seit: | 2003 |
| Weltranglistenplatz: | 1 |
Djokovic lag bereits mit 1:2 nach Sätzen zurück, ließ zwischendurch immer wieder den Kopf hängen und kam doch zurück - wie ein Champion, ein verdienter Weltranglistenerster eben. Doch anders als im Vorjahresfinale, als er Murray in drei Sätzen aus der Rod-Laver-Arena fegte, traf er diesmal auf einen Gegner, der nichts mehr mit dem einstigen Nervenbündel zu tun zu haben schien. Schon ein Verdienst von Neu-Coach Ivan Lendl? Klar ist nur: Das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres endet für Murray so wie alle anderen bisher: ohne Titel. Und doch hoffnungsvoll nach dieser Klasse-Vorstellung.
Ein Zu-Null-Break beim Stand von 3:2 bescherte Djokovic den ersten Satz nach 47 Minuten, Murray biss sich aber rein ins Match, war trotz erneutem Break-Rückstand zu Beginn des zweiten Durchgangs klar obenauf, packte Spitzenschläge in Serie aus. Keiner der beiden konnte in dieser Phase seinen Aufschlag halten, Murray war es schließlich, der den 65-Minuten-Satz verdientermaßen für sich entschied. Von negativer Körpersprache, die ihm vor allem von britischen Fans und Experten immer wieder vorgeworfen wurde, kaum eine Spur.
Der vorläufige Höhepunkt des hochklassigen Matches war dann der dritte Satz - nicht nur, weil er unfassbare 88 Minuten in Anspruch nahm. Murray war nun der dominierende Akteur auf dem Court, doch Djokovic hielt immer dagegen, auch wenn seine Aufschlagspiele an Zähigkeit kaum zu überbieten waren. Ein echter Kampf! Erst hatte der "Djoker" drei Satzbälle bei 5:4, die Murray zum Teil mit Sensationsbällen abzuwehren wusste. Er hielt seinen Aufschlag, holte sich seinerseits das Break zum 6:5, das wiederum Djokovic konterte, um dann den Tiebreak mit 4:7 zu verlieren.
Der Schotte schien nun klar am Drücker zu sein - und verlor den vierten Satz, passend paradox, glatt mit 1:6. Es kam zum Showdown im entscheidenden fünften, das Duell erreichte seinen endgültigen Höchststand an Dramatik, an Klasse, an Spannung. Djokovic erkämpfte sich ein Break zum 4:2, servierte, nun konsequenter wirkend, beim Stand von 5:3 zum Matchgewinn - und verlor sein Service zu Null! Die Fans tobten, beide Kontrahenten spielten am Limit, wirkten stehend k.o.
Es kam auf den letzten Willen an, und den hatte Djokovic: Break zum 6:5, zwei Matchbälle, Murrays Vorhand im Netz - "Nole" ließ nach fast fünf Stunden rücklings auf den Court fallen. "Eines der besten Matches, das ich jemals gespielt habe", sagte er beim Interview in der Arena völlig ausgepowert. Zuvor hatte er seinen Kumpel Murray in den Arm genommen, beide gelten auch außerhalb der Tennis-Plätze als enge Freunde.
Jetzt also Finale, diesmal wartet Rafael Nadal. Der hatte sicherlich nichts gegen die Strapazen, die Djokovic in dieser Freitagnacht zu überstehen hatte, weiß aber auch um seine jüngste Bilanz gegen den Belgrader: 2011 gewann Djokovic alle sechs Duelle - allesamt in Endspielen.

| Vorname: | Novak |
| Nachname: | Djokovic |
| Nation: | Serbien |
| Profi seit: | 2003 |
| Weltranglistenplatz: | 1 |

| Vorname: | Andy |
| Nachname: | Murray |
| Nation: | Schottland |
| Profi seit: | 2005 |
| Weltranglistenplatz: | 4 |
| Austragungsort: | Melbourne |
| Land: | Australien |
| Modus: | Grand Slam |
| Die letzten Sieger: | |
| 2012 | Novak Djokovic |
| 2011 | Novak Djokovic |
| 2010 | Roger Federer |
| 2009 | Rafael Nadal |
| 2008 | Novak Djokovic |
