Drei Damen wollen auf den Thron
Andy Murray: Mit Legende Lendl in die kritische Phase
Die Australian Open liegen Andy Murray auch in diesem Jahr. Der Vorjahresfinalist besiegte den bislang überraschend starken Japaner Kei Nishikori und hält den Traum vom ersten Grand-Slam-Titel am Leben.

Andy Murray hält den Traum vom ersten Grand-Slam-Titel am leben - Halbfinale in Melbourne.
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Im Viertelfinale bezwang der gebürtige Schotte Nishikori mit 6:3, 6:3, 6:1 - ein weiterer Sieg für den Weltranglistenvierten unter der Ägide des neuen Trainers Ivan Lendl. Mit der Hilfe des achtmaligen Grand-Slam-Siegers hofft der Schotte endlich auf seinen ersten großen Titel.
Murray, der bereits zum Jahresauftakt im australischen Brisbane erfolgreich war, trifft im Halbfinale auf den Weltranglistenersten Novak Djokovic, der sich nach zwei anstrengenden Sätzen und einem Spaziergang im dritten Durchgang gegen den Spanier David Ferrer durchsetzte. 6:4, 7:6 (7:5) und 6:1 hieß es im letzten Einzel des Tages.
Der Wimbledonsieger musste im zweiten Satz eine Schrecksekunde überstehen. Beim Stand von 2:1 machte der 24-Jährige einen Ausfallschritt und griff sich danach mit schmerzverzerrtem Gesicht an die Hinterseite des linken Oberschenkels. In der Folge wirkte der "Djoker" seltsam gehemmt, rettete sich aber in den Tie Break, in dem er gleich seinen ersten Satzball nutzte. Allein der zweite Durchgang der intensiven Partie dauerte 76 Minuten.
p Murrays Duell gegen den Serben ist zugleich die Neuauflage des letztjährigen Endspiels, das Djokovic mit 6:4, 6:2 und 6:3 klar für sich entschied. Auch 2010 stand Murray im Finale, unterlag aber damals gegen Roger Federer ebenfalls in drei Sätzen.
Murrays Coach Ivan Lendl hat in seiner eigenen Karriere ähnliche Erfahrungen gemacht, ehe der Ostrauer schließlich zu einem der erfolgreichsten Spieler der Welt (270 Wochen die Numemr 1, 94 Turniersiege) wurde. Dem heute 51-Jährigen war erst nach nach vier verlorenen Finals der ersehnte Coup bei einem Major-Turnier gelungen. Zwischen 1981 und 1983 verlor Lendl die Endspiele bei den French Open, zweimal bei den US Open und einmal bei den Australian Open - und triumphierte 1984 bei den French Open über John McEnroe.
Im zweiten Halbfinale stehen sich am Donnerstag Grand-Slam-Rekordsieger Roger Federer und French-Open-Gewinner Rafael Nadal gegenüber.
Damen: Ein Trio ringt um Platz 1

Schreien kann sie: Maria Sharapova steht im Halbfinale gegen Kvitova - für die Russin ein Endspiel um Platz 1.
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Bei der Damen-Konkurrenz ist nach dem Ausscheiden der Nummer 1, Caroline Wozniacki, der Kampf um den Thron voll entbrannt. Dieser ist zu einem Dreikampf geworden, nachdem in der Nacht auf Mittwoch die Lisicki-Bezwingerin Maria Sharapova das russische Duell gegen Ekatarina Makarova für sich entscheid. Sharapova gewann im Viertelfinale gegen ihre Landsfrau mit 6:2 und 6:3. Makarova blieb damit der zweite große Wurf verwehrt, hatte sie doch im Achtelfinale die fünfmalige Turniersiegerin Serena Williams aus den USA eliminiert.
Die an Position zwei gesetzte Tschechin Kvitova besiegte am Mittwoch im Viertelfinale die ungesetzte Italienerin Sara Errani mit 6:4 und 6:4. Linkshänderin Kvitova trifft nun in der Vorschlussrunde auf Sharapova, die dieses Halbfinale gewinnen muss, um die Chance auf Platz eins zu wahren.
Im zweiten Halbfinale der Damen wartet die dritte Anwärterin auf Ranglistenplatz eins auf eine ehemalige Tenniskönigin. Die Weißrussin Victoria Azarenka bekommt es in der Runde der letzten vier mit der Belgierin Kim Clijsters zu tun, die im vergangenen Jahr in Melbourne triumphierte.
Die bisherige Branchenführerin Carolina Wozniacki aus Dänemark hatte durch ihre Viertelfinal-Pleite gegen Clijsters am Dienstag die Chance verspielt, ihre Führung in der am kommenden Montag neu erscheinenden Weltrangliste zu verteidigen. Wozniacki steht seit Oktober 2010 an der Spitze des Rankings und war seitdem nur eine Woche (14. bis 21. Februar 2011) von der dreimaligen US-Open-Siegerin Clijsters abgelöst worden.
Die 21-jährige Wozniacki hat bislang noch keinen Grand-Slam-Titel gewonnen, was ihr viel Kritik einbrachte.
Fotos zu den Australian Open
Marias Kampf um den Thron
Beistand von oben
Novak Djokovic lieferte sich in den ersten beiden Sätzen ein spannendes Viertelfinalduell mit dem Spanier David Ferrer. Die Nummer 1 konnte sich dabei mal wieder auf seine spielerischen Fähigkeiten und nervliche Belastbarkeit verlassen.
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