Azarenka bezwingt Radwanska - Petko startet Reha
Wozniacki unterliegt Clijsters und verliert die Nummer 1
Das war's mit der Nummer 1. Die Dänin Caroline Wozniacki ist bei den Australian Open im Viertelfinale an Titelverteidigerin Kim Clijsters gescheitert und einmal mehr bei einem Grand-Slam-Turnier vorzeitig die Koffer packen. Nach dem 3:6 und 6:7 (4:7) ist auch klar: Wozniacki hat damit nach insgesamt 67 Wochen ihre Spitzenposition im WTA-Ranking verloren. Für Clijsters geht es bei ihrem letzten Melbourne-Auftritt im Semifinale gegen Viktoria Azarenka.

Caroline Wozniacki gegen Kim Clijsters - am Ende gewann die Titelverteidigerin (hinten).
© Getty Images

Nach 1:45 Stunden war die Hitzeschlacht in Melbourne für beide Spielerinnen beendet. Und die an Position 14 gesetzte Clijsters riss die Arme jubelnd hoch. Für Wozniacki bedeutete die Niederlage zum einen ein abermaliges Scheitern bei einem Grand-Slam-Turnier, zum anderen den Absturz vom Spitzenplatz in der Weltrangliste, die sie über ein Jahr ganz oben geziert hatte.
Diese Runde hätte die Freundin des nordirischen Golfstars Rory McIlroy mindestens noch überstehen müssen, um oben zu bleiben.
Nun zieht die Konkurrenz an ihr vorbei. Als da wären die kommende Clijsters-Gegnerin (Donnerstag) aus Weißrussland, Viktoria Azarenka, die sich mit 6:7 (0:7), 6:0, 6:2 gegen Agnieszka Radwanska (Polen) durchsetzte.
Oder die Wimbledonsiegerin Petra Kvitova (Tschechien) und die Russin Maria Scharapova. Die Lisicki-Bezwingerin kann ab Montag auf Rang eins zurückkehren, wo sie im Sommer 2005 schon einmal geführt worden war. Derzeit ist die 24-jährige Blondine Weltranglisten-Vierte. Kvitova (gegen Errani) und Sharapova (gegen Williams-Bezwingerin Makarova) treffen im Viertelfinale auf ungesetzte Spielerinnen und stehen vor einem direkten Vergleich in der Runde der letzten Vier.
Wozniacki stand indes seit Oktober 2010 an der WTA-Spitze und war seitdem nur eine Woche (14. bis 21. Februar 2011) von der dreimaligen US-Open-Siegerin Clijsters abgelöst worden. Ihr bestes Resultat bei einer Grand-Slam-Veranstaltung bleibt die Endspielteilnahme 2009 in Flushing Meadows.
Ihre Kämpfernatur zeigte die Dänin mit den polnischen Wurzeln im Spiel gegen die erfahrene Clijsters. In Satz zwei lag sie mit 2:5 im Hintertreffen, kämpfte sich dann aber noch in den Tie-Break. Bei Temperaturen von 35 Grad Celsius brachte die mit einer Sprunggelenkverletzung spielende Belgierin dann aber gleich ihren ersten Matchball durch und darf weiter von ihrem fünften Grand-Slam-Triumph träumen.
Petkovic hat mit der Reha begonnen
Das Turnier in Melbourne findet in Abwesenheit der verletzten deutschen Top-Spielerin Andrea Petkovic statt. Von der Darmstädterin gibt es nach ihrem Ermüdungsbruch im Iliosakralgelenk (unterer Rückenbereich) gute Nachrichten. Die Weltranglistenzehnte hat mit ersten Reha-Maßnahmen begonnen, bei Physiotherapeut Klaus Eder in Donaustauf. "Der untere Rückenbereich war wohl ziemlich zu. Das soll jetzt gelockert werden", sagte Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner am Rande der Australian Open. "Der nächste Schritt für Andrea sind dann Übungen im Wasser. Wann sie wieder spielen kann, steht aber noch nicht fest", sagte Rittner. Auf ihrer Homepage gibt "Petko" das Turnier in Indian Wells (ab 7. März) als nächsten Termin an. Melbourne gibt sich Petkovic vor dem Fernsehgerät. Nach dem Achtelfinal-Aus von Sabine Lisicki am Montag gegen Scharapova twitterte sie: "Mir geht's gut, bin in Reha. Es war so ausgeglichen... aber du weißt ja: Alles kommt zurück!"
Petkovic war in der vergangenen Saison mit drei Viertelfinalteilnahmen die konstanteste Grand-Slam-Spielerin überhaupt. Die Runde der letzten Acht hatte die Einser-Abiturientin in Melbourne, bei den French Open und den US Open erreicht.