Herren, Tag 4: Djokovic und Murray ohne Mühe
Aus gegen Raonic: Petzschner sauer auf sich selbst
Eins aus zehn lautet die Bilanz der deutschen Herren bei den Australian Open, nur Philipp Kohlschreiber ist nun, da die dritte Runde ansteht, noch übrig geblieben. Verabschieden musste sich inzwischen auch Philipp Petzschner, der gegen Newcomer Milos Raonic einige Chancen liegenließ - und sauer war wie sonst nur manchmal auf seinen Sohn. Novak Djokovic und Andy Murray indes ließen einmal mehr nichts anbrennen.
"Volleys spielen kann ich eigentlich, dachte ich": Philipp Petzschner ärgert sich gestenreich.
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"Wenn mein Sohn den ins Netz spielt, bin ich sauer", sagte Petzschner am Donnerstag in Melbourne, nachdem ein einfacher Volleyfehler sein Aus quasi besiegelt hatte. Beim Stand von 5:5 und 1:2 in Sätzen kassierte er so das entscheidende Break und musste Aufschlagriese Raonic aus Kanada mit 4:6, 7:5, 2:6, 5:7 den Zweitrundensieg überlassen. "Volleys spielen kann ich eigentlich, dachte ich", ärgerte sich der Doppelspezialist aus Bayreuth.
Zuvor hatte er gegen den an Position 23 gesetzten Geheimfavoriten gut mitgehalten, "am Ende haben ein paar Punkte über Sieg oder Niederlage entschieden", resümierte Petzschner. "Und ich war leider nicht der Glückliche." Raonic dennoch anerkennend: "Er hat mich in überhaupt keinen Rhythmus finden lassen." Selbst bei den Assen hielt Petzschner einigermaßen mit, 10:17 wies die Statistik als Endstand aus. Trotzdem ist aus dem deutschen Lager jetzt nur noch Kohlschreiber übrig.
Einen echten Favoritensturz erlebte das Turnier 2012 noch nicht, Novak Djokovic und Andy Murray gaben sich am Donnerstag keine Blöße. "Nole" brauchte auch gegen Santiago Giraldo aus Kolumbien nur drei Sätze (6:3, 6:2, 6:1), gewann nach 2:3-Breakrückstand im ersten Durchgang acht Spiele in Folge. Murray ließ den Franzosen Edouard Roger-Vasselin mit 6:1, 6:4, 6:4 abblitzen.