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18.01.2012, 10:48

Herren, Tag 3: Beck muss passen

Haas hatte Spaß, Kamke Matchball

Verletzungen prägten das Geschehen aus deutscher Sicht am Mittwoch in Melbourne. Während Philipp Kohlschreiber gegen den Spanier Pere Riba von einer Blessur des Gegners profitierte (Gleiches gilt für Julia Görges bei den Frauen), musste Andreas Beck schon vor dem Zweitrundenspiels gegen Roger Federer absagen. Einzig Tommy Haas und Rafael Nadal zogen ihr Match durch. Der deutsche Routinier enttäuschte nicht und flog doch glatt raus. Tobias Kamke kämpfte überragend, aber ein kleiner Hänger im fünften Satz bedeutete das Aus.

Aus in drei Sätzen: Tommy Haas gratuliert Rafael Nadal.
Aus in drei Sätzen: Tommy Haas gratuliert Rafael Nadal.
© Getty ImagesZoomansicht

Es war womöglich der letzte Vorhang für Tommy Haas beim Happy Slam in Melbourne. Der 33-jährige Wahl-Floridianer, der nach langer Verletzungspause aus den Top 100 rausgerutscht war, genoss die große Bühne in Australien am Mittwoch nochmals sichtlich und ließ in zahlreichen Momenten die Klasse vergangener Tage aufblitzen. Doch eben nur in Momenten. Am Ende stand nach zweieinhalb Stunden ein aus Sicht Rafael Nadals eben doch ein klares 6:4, 6:3, 6:4.

Das acht Jahre jüngere spanische Kraftpaket sah sich einem Haas gegenüber, der in der Rod Laver Arena um sein letztes Hemd kämpfte. Die ehemalige Nummer zwei konnte den Mallorquiner dennoch nicht gefährden. "Es hat trotzdem riesig Spaß gemacht, noch einmal auf einem großen Platz gegen so einen großen Spieler zu spielen", sagte der "Oldie", der in seiner Laufbahn noch nie einen Satz gegen Nadal gewinnen konnte.

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Im dritten Durchgang gelang Haas ein Break, doch Nadal konterte kurz darauf und war nach dem Sieg erleichtert. "Tommy ist ein großartiger Spieler und er hat heute toll gespielt", lobte der Weltranglisten-Zweite.

Wie geht es weiter? Für Nadal in Runde drei gegen den Slowaken Lukas Lacko oder den US-Amerikaner Donald Young. Für Haas mit dem Rückflug in die Staaten. Und dann? "Bis zum Sommer spiele ich auf jeden Fall, dann sehen wir weiter", sagte Haas.

Kohlschreiber gewinnt alle Spiele - nun wartet Falla

Gut fühlt sich weiter Philipp Kohlschreiber in Melbourne. Der Augsburger gewann am Mittwoch gegen den Spanier Pere Riba locker und leicht. 6:0 und 4:0 stand es, als der Iberer wegen einer Fußverletzung aufgeben musste. Nun wartet - nein, nicht der an acht gesetzte Mardy Fish! Der Kolumbianer Alejandro Falla schaffte die große Überraschung und warf den Favoriten mit 7:6 (7:4), 6:3, 7:6 (8:6) aus dem Turnier.

"Kohli" übte von Beginn an hohen Druck aus und agierte konzentriert. Nach zwei Breaks war Satz eins entschieden, anschließend behinderte eine Blase am linken Fuß Riba so sehr, dass dieser im zweiten Durchgang die Flinte ins Korn warf. Kohlschreiber: "Natürlich möchte man nie auf diese Art und Weise gewinnen. Trotzdem bin ich sehr glücklich, wieder einmal in der dritten Runde zu sein." 2011 hatte er bei allen vier Grand-Slam-Turnieren nur ein einziges Match gewonnen.

Beck: Pech beim Einschlagen - Duell mit Federer fällt aus

Großes Pech hatte Beck. Der Stuttgarter konnte zu seinem Zweitrundenduell mit dem Schweizer Weltranglisten-Dritten Roger Federer nicht antreten, weil der Rücken schmerzte. "Ich habe am Morgen beim Warmspielen wohl eine falsche Bewegung gemacht und konnte nicht mehr aufschlagen. Deshalb wollte ich nichts riskieren", sagte Beck - in der Vergangenheit schon einmal Leidtragender nach einem Bandscheibenvorfall.

Kamke vergibt Matchball - und patzt zur Unzeit

Als letzter Deutscher ging Tobias Kamke am Mittwoch auf den Court. Gegen Oleksandr Dolgopolov Jr. lieferte sich der Lübecker einen Fünf-Satz-Fight, der zunächst positiv begann. Den ersten Durchgang gewann er mit 6:4, doch dann riss der Faden - 1:6 und 1:6. Doch nach dieser Schwächephase konnte Kamke das Ruder wieder herumreißen und zwang den Ukrainer mit dem gewonnen vierten Durchgang (6:3) in den entscheidenden fünften. Dieser warf dann absolut ausgeglichen: Beim Stand von 6:5 im fünften Durchgang vergab Kamke einen Matchball.

Ab dem 6:6 wurde es ein langer Satz, doch genau dann patzte Kamke: Er verlor seinen Aufschlag zum 6:7 und dann schlug die Nummer 13 hochkonzentriert und ohne einen Punkt abzugeben zum Matchgewinn auf.

Bilder zum Auftakt in Melbourne
Die Australian Open in Bildern
Das letzte Einzel von Tag 3

Der Schweizer Wawrinka und der Zyprer Baghdatis spielten ihr Match unter Flutlicht. Wawrinka gewann in vier Sätzen.
© Getty Images

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18.01.12
 
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Vorname:Rafael
Nachname:Nadal
Nation: Spanien
Profi seit:2001
Weltranglistenplatz:2

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Nachname:Haas
Nation: Deutschland
Profi seit:1996
Weltranglistenplatz:112

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Nation: Deutschland
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Nachname:Dolgopolov Jr.
Nation: Ukraine
Profi seit:2006
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Australian Open

Austragungsort:Melbourne
Land: Australien
Modus:Grand Slam
Die letzten Sieger:
2012  Novak Djokovic
2011  Novak Djokovic
2010  Roger Federer
2009  Rafael Nadal
2008  Novak Djokovic

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