Herren, Tag 1: Beck jetzt gegen Federer - Kohli-Krimi
Haas belohnt sich mit Schweiger Nadal
Tommy Haas winkt wie in alten Zeiten eine Night Session Down Under: Der Routinier erarbeitete sich mit einem Viersatz-Auftaktsieg in Melbourne ein Duell mit Rafael Nadal - der nach seinem ersten Match nicht mehr sprechen konnte. Philipp Kohlschreiber zeigte sich nervenstark und sendete auch ein Davis-Cup-Signal, während sich Tobias Kamke über seinen tollen Einstieg wunderte. Gescheitert ist das Qualifikanten-Duo: einer knapp, einer klar.

Fordert in Runde zwei Rafael Nadal heraus: Tommy Haas.
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Die Temperatur näherte sich seinem Alter, doch Tommy Haas bewahrte kühlen Kopf: Der 33-jährige Wahl-Amerikaner startete bei rund 32 Grad Celsius mit einem 7:6 (7:5), 3:6, 6:0, 7:5-Erfolg gegen den 14 Jahre jüngeren US-Amerikaner Denis Kudla bei den Australian Open. Auf die Belohnung konnte sich Haas schon seit der Auslosung freuen: Er darf in der zweiten Runde gegen Rafael Nadal ran - bestimmt auf einem der großen Courts.
Nadal, die Nummer zwei der Welt, ließ sich gegen Alex Kuznetsov (ebenfalls USA) nicht lumpen und war nach dem 6:4, 6:4, 6:1 dennoch sprachlos: Weil die Fans ihren Liebling aus Mallorca lautstark feierten, musste das Interview auf dem Court abgebrochen werden, bevor es überhaupt beginnen konnte. Nadal beschränkte sich aufs Winken.
6:0 im Fünften: Kohlschreiber setzt spät ein Zeichen
Viel spannender machte es Philipp Kohlschreiber mit seinem Weiterkommen, das wiederum war aber auch für Davis-Cup-Teamchef Patrik Kühnen ein vielversprechendes Signal. Denn Kohlschreiber bezwang den gesetzten Juan Monaco, Teil von Deutschlands Auftaktgegner Argentinien im Februar in Bamberg, zum Melbourne-Start mit 7:5, 4:6, 6:3, 6:7 (4:7), 6:0. Der Spanier Pere Riba, Weltranglisten-89. und "Kohlis" nächster Kontrahent, dürfte eine leichtere Aufgabe für Deutschlands ehemalige Nummer eins sein. Hier ist Kohlschreiber Favorit.
6:2, 6:1, 6:2 gegen Victor Hanescu aus Rumänien - so überzeugend legte Tobias Kamke los. Und der Lübecker war selbst überrascht: "Dass es so glatt laufen würde, hatte ich nicht erwartet. Ich bin sehr glücklich." Gegen den Ukrainer Oleksandr Dolgopolov (ATP 15) bekleidet Kamke in Runde zwei allerdings die Rolle des Underdogs.
Beck freut sich auf Federer
Und wie gilt das erst für Andreas Beck! Der Stuttgarter trifft nach dem hart erkämpften 6:4, 6:2, 4:6, 7:5 gegen den Franzosen Eric Prodon auf den "Maestro", Roger Federer. Der Schweizer eröffnete die Night Session in der Rod-Laver-Arena mit einem 7:5, 6:2, 6:2 gegen den nur anfangs ebenbürtigen russischen Außenseiter Alexander Kudryavtsev.
Ein deutsches Trio hat sich jetzt verabschiedet: Neben Benjamin Becker (1:6, 6:7 (5:7), 2:6 gegen Marcos Baghdatis) erwischte es auch die beiden Qualifikanten Peter Gojowczyk und Björn Phau. Während Grand-Slam-Debütant Gojowczyk Donald Young (USA) alles abverlangte und sich erst mit einem 1:6, 2:6, 6:4, 6:1, 2:6 in fünf Sätzen beugte, musste Phau Olivier Rochus' Frühform Tribut zollen und mit 1:6, 4:6, 0:6 die Heimreise antreten.
Riesen-Comeback: Youngster Tomic begeistert Melbourne
Als erster brachte an Tag eins Bernard Tomic die australischen Tennis-Fans in Wallung. Das 19-jährige Juwel, Nummer 38 der Welt, bewies spektakuläre Comeback-Qualitäten und verabschiedete den gesetzten Fernando Verdasco noch mit 4:6, 6:7 (3:7), 6:4, 6:2, 7:5.
Bilder zum Auftakt in Melbourne
Die Australian Open in Bildern
Das letzte Einzel von Tag 3
Der Schweizer Wawrinka und der Zyprer Baghdatis spielten ihr Match unter Flutlicht. Wawrinka gewann in vier Sätzen.
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