
| Vorname: | Angelique |
| Nachname: | Kerber |
| Nation: | Deutschland |
| Profi seit: | 2003 |
| Weltranglistenplatz: | 10 |
Sechs Punkte gaben laut Statistik den Ausschlag, sechs Punkte markierte Stosur gegen Kerber insgesamt mehr. Weil der dritte Satz allerdings doch sehr klar zugunsten der Australierin verlaufen war, hielt sich Kerbers Gefühl, haarscharf am Finale vorbeigeschrammt zu sein in Grenzen. Umso größer dafür die Freude über das Erreichte: "Wenn mir vor ein paar Wochen jemand gesagt hätte, dass ich ins US-Open-Halbfinale komme, dem hätte ich entgegnet: Das ist ja ein schöner Witz."
Dass sie keine Fehlbesetzung für ein Grand-Slam-Halbfinale ist, bewies Kerber vor allem im zweiten Durchgang, als sie Stosur unbekümmert an die Wand spielte. Da störte es auch nicht, dass beim ersten Satzball der Griff ihres Schlägers brach. Erst einmal habe sie sich aber an die Atmosphäre gewöhnen müssen, gestand die 23-jährige Newcomerin: "Ich war aufgeregt. Die vielen Leute, das Flutlicht - die ersten Spiele war ich überall, aber nicht auf dem Platz."
„Das war keine Eintagsfliege, sondern erst der Anfang.“Angelique Kerber über ihre US Open 2011
Dabei fand das Match, von Vielen kritisiert, aufgrund des engen Zeitplans nach den Regentagen nicht in der 24.000-Zuschauer-Schüssel Arthur-Ashe-Stadium statt, sondern nur auf dem drittgrößten Court vor rund 2000 Fans.
Die Vorentscheidung fiel schließlich zu Beginn des dritten Durchgangs: "Ich habe zwei, drei leichte Fehler gemacht, die ersten zwei, drei Spiele waren zu schnell weg", bilanzierte Kerber - ihre kurze Aufholjagd nach 0:5-Rückstand kam zu spät. Trotzdem sagte sie nach zwei wundersamen Wochen in New York forsch: "Das war keine Eintagsfliege, sondern erst der Anfang. So etwas wie ein neuer Start. Mein Ziel bei den Grand-Slam-Turnieren wird es jetzt immer sein, in die zweite Woche zu kommen."
Stosur dagegen steht zum zweiten Mal in ihrer Karriere in einem Grand-Slam-Finale, 2010 hatte sie das French-Open-Endspiel gegen Francesca Schiavone verloren. Und auch diesmal hängen die Trauben hoch, denn: Serena is back!
Serena Williams, nach monatelanger Verletzungspause schon wieder unglaublich dominant (und 2011 noch ungeschlagen) auf dem geliebten Hartcourt, scheint die Favoritenrolle, die sie lange nicht annehmen wollte, doch auszufüllen. Mit der Weltranglistenersten Caroline Wozniacki hatte die Lokalmatadorin jedenfalls überhaupt keine Probleme: 6:2, 6:4 - ohne Satzverlust steht Williams im Finale. Jetzt winkt Major-Titel Nummer 14, Nummer vier in Flushing Meadows.
Und Wozniacki? Wartet weiter auf ihren ersten Grand-Slam-Titel, Kritiker, die ihren Status als Nummer eins anzweifeln, dürfen sich nach dem Halbfinale mal wieder bestätigt fühlen. Vor allem diejenigen, die ihr die Offensivqualitäten absprechen: Die Statistik der Gewinnschläge entschied jedenfalls Williams mit 34:5 für sich. "Ich bin die Erste im Ranking. Das kann mir momentan keiner nehmen", betonte Wozniacki trotzig und verwies auf ihre sechs Turniersiege 2011. "Es war definitiv ein erfolgreiches Jahr für mich."

| Vorname: | Angelique |
| Nachname: | Kerber |
| Nation: | Deutschland |
| Profi seit: | 2003 |
| Weltranglistenplatz: | 10 |

| Vorname: | Samantha |
| Nachname: | Stosur |
| Nation: | Australien |
| Profi seit: | 1999 |
| Weltranglistenplatz: | 6 |

| Vorname: | Serena |
| Nachname: | Williams |
| Nation: | USA |
| Profi seit: | 1995 |
| Weltranglistenplatz: | 5 |

| Vorname: | Caroline |
| Nachname: | Wozniacki |
| Nation: | Dänemark |
| Profi seit: | 2005 |
| Weltranglistenplatz: | 9 |
| Austragungsort: | New York |
| Land: | USA |
| Modus: | Grand Slam |
| Die letzten Sieger: | |
| 2011 | Samantha Stosur |
| 2010 | Kim Clijsters |
| 2009 | Kim Clijsters |
| 2008 | Serena Williams |
| 2007 | Justine Henin |