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21.08.2011, 11:55

Halbfinalniederlage gegen Jankovic nur zweitrangig

Kein Kreuzbandriss: Petkovic "völlig ausgeflippt"

Das Ergebnis ihres Halbfinalspiels gegen die Serbin Jelena Jankovic war eigentlich nur zweitrangig. Denn was Andrea Petkovic am Wochenende in Cincinnati durchmachen musste, darf zumindest als emotionale Tal- und Bergfahrt bezeichnet werden. Die nah am Wasser gebaute Darmstädterin musste stundenlang mit der Diagnose Kreuzbandriss rechnen, ehe die Entwarnung kam. Merklich angeschlagen verlor sie dann gegen die frühere Weltranglistenerste mit 6:7 (4:7) und 1:6.

Andrea Petkovic
Trotz Handicap war etwas mehr drin gegen Jankovic: Andrea Petkovic ist dennoch erleichtert.
© Getty ImagesZoomansicht

Dem Knacks im Knie im Viertelfinale folgte zunächst eine kurze Phase des Schrecks, den Sieg über die Russin Nadja Petrova ließ sich Andrea Petkovic dennoch nicht mehr nehmen. Danach die quälende Ungewissheit. Wie schwer ist das Gelenk verletzt, so schwer etwa wie vor drei Jahren?

"Ich habe drei oder vier Stunden geweint, weil ich mir absolut sicher war, mein Kreuzband sei gerissen", gestand Petkovic in Erinnerung an die schwere Blessur 2008 bei den Australian Open. Denn dem Knacks folgten nach dem Petrova-Match größer werden Schmerzen und medizinische Tests, die auf einen Kreuzbandriss hindeuteten. "Petko" rechnete mit einem zweiten "Weltzusammenbruch".

Doch kurz vor dem Spiel kam dann die Entwarnung! Kreuzband heil, nur ein Riss des Innenmeniskus' wurde festgestellt. Frusttränen wurden zu Freudentränen: "Ich habe mich wie neugeboren gefühlt."

Sie haben ungefähr 700 Mal angerufen - bei der WTA, den Ärzten, den Physios, das war ziemlich peinlich. Sie dachten, dass ich sie anlüge.Andrea Petkovic über ihre besorgten Eltern.

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Der Meniskusschaden "könnte möglicherweise eine alte Verletzung sein", sagte Petkovic. Also ran gegen Jankovic, denn: Die Leute zahlen Eintritt und wollen was sehen. "Wenn ich zu Konzerten gehe, und die Band kommt zwei Stunden zu spät und spielt nur 40 Minuten, bin ich stinksauer", erklärt die Südhessin. Dick getapt und mit Schmerztabletten behandelt konnte sie dann "wenigsten bisschen" Unterhaltung bieten. Dass Petkovic nach Break vor im ersten Durchgang am Ende glatt verlor, führte sie nicht auf die Verletzung zurück.

"Wenn ich mich bewege und die Muskeln warm sind, geht es sowieso besser. Es war eher eine mentale Sache. Ich war einfach den ganzen Tag völlig ausgeflippt." Schließlich hatte sie zuvor "alle Tränen für die nächsten 20 Jahre vergossen".

US Open fest im Blick - Auch Sharapova im Finale

Der Blick geht also nach vorn in Richtung viertes und letztes Grand-Slam-Turnier. Spätestens bei den US Open soll der Frust über das verpasste Finale in Cincinnati vergessen sein. In New York will die deutsche Nummer eins in jedem Fall spielen. "Ich habe es mit den Ärzten abgesichert, dass es nicht schlimmer werden kann." Zunächst muss die Schwellung verschwinden, dann kann Petkovic auch die Strapazen auf den Hartplätzen in Flushing Meadows verkraften.

Das Finale in Cincinnati bestreiten Jankovic und die Russin Maria Sharapova, die sich gegen ihre an zwei gesetzte Landsfrau Vera Zvonareva mit 2:6, 6:3, 6:3 durchsetzte.

21.08.11
 
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zum Thema

weitere Infos zu J. Jankovic

Vorname:Jelena
Nachname:Jankovic
Nation: Serbien
Profi seit:2000
Weltranglistenplatz:21

weitere Infos zu A. Petkovic

Vorname:Andrea
Nachname:Petkovic
Nation: Deutschland
Profi seit:2006
Weltranglistenplatz:15

weitere Infos zu M. Sharapova

Vorname:Maria
Nachname:Sharapova
Nation: Russland
Profi seit:2001
Weltranglistenplatz:2

weitere Infos zu V. Zvonareva

Vorname:Vera
Nachname:Zvonareva
Nation: Russland
Profi seit:2000
Weltranglistenplatz:11

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Western & Southern Open

Austragungsort:Cincinnati
Land: USA
Modus:WTA-Series
Die letzten Sieger:
2011  Maria Sharapova
2010  Kim Clijsters
2009  Jelena Jankovic
2008  Nadia Petrova
2007  Anna Chakvetadze

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