
| Vorname: | Dustin |
| Nachname: | Brown |
| Nation: | Deutschland |
| Profi seit: | 2002 |
| Weltranglistenplatz: | 163 |
Am frühen Abend blickten die Fans gespannt auf das Comeback von Tommy Haas, der nach 14-monatiger Wettkampfpause im Doppel antrat. Seit seinem Erstrunden-Aus beim Turnier in Delray Beach in der letzten Februar-Woche 2010 hatte Haas kein Match mehr bestritten. An der Seite des Tschechen Radek Stepanek verlor der Wahl-Amerikaner nach hartem Kampf allerdings mit 6:2, 3:6, 8:10 gegen das schwedisch-australische Duo Simon Aspelin/Paul Hanley. "Vom Spiel her und vom Aufschlag war ich echt zufrieden. Was die Schläge und das Timing angeht, bin ich auf dem richtigen Weg", sagte Haas. "Das Ganze war wieder eine schöne Erfahrung und ein Schritt nach vorn."
Im Einzel-Wettbewerb war Haas, der von den Fans in München trotz der Niederlage beklatscht wurde, bei den BMW-Open nicht am Start. Dagegen fanden sich im Einzelwettbewerb reichlich andere Deutsche, insgesamt sechs schafften es in die nächste Runde.
Dustin Brown sorgte dabei für die dickste Überraschung des Tages. Der Deutsch-Jamaikaner warf einen Mitfavoriten aus dem Wettbewerb. Mit 6:7 (6:8), 6:4, 7:5 besiegte der 26-Jährige den an Nummer zwei gesetzten Schweizer Stanislas Wawrinka. Das Match dauerte 2:13:52 Stunden. Sein Rezept? "Man muss nur dran glauben, dass man diese Leute schlagen kann", sagte Brown. Nach dem Erfolg gegen den Weltranglisten-14. ist nun in der zweiten Runde der Tscheche Radek Stepanek Browns nächster Gegner.
Wenn man selbst von einem "Klassenunterschied" spricht, dann war es wohl wirklich einseitig: Florian Mayer ließ in seinem Erstrundenmatch gegen den belgischen Qualifikanten Steve Darcis überhaupt keine Fragen nach dem Sieger aufkommen - 6:1, 6:2 hieß es nach weniger als einer Stunde aus Sicht der deutschen Nummer eins. Für Mayer, aktuell Weltranglisten-35., nichts weiter als eine Durchgangsstation: "Ich denke von Runde zu Runde, aber es sind keine hier, vor denen man groß Angst haben muss", so der Bayreuther selbstbewusst.
Sein Zweitrundengegner, Teimuraz Gabashvili, ist sicher nicht furchteinflößend, auch wenn er Rainer Schüttler die Geburtstagsfeier verdarb. Der Korbacher, am Morgen noch mit einer Torte beschenkt, musste nach dem 6:3, 4:6, 3:6 gegen seinen russischen Kontrahenten zum sechsten Mal in Folge nach der ersten Runde in München die Koffer packen.
Ein kleines Ausrufzeichen setzte Mayers Davis-Cup-Kollege Philipp Petzschner am Dienstag, indem er den in der Weltrangliste um 32 Positionen besser platzierten Kroaten Ivan Dodig - in der Vorwoche in Barcelona noch im Halbfinale - in nur 68 Minuten mit 6:1, 6:4 nach Hause schickte. Nun wartet mit dem topgesetzten Titelverteidiger Mikhail Youzhny ein noch größerer Brocken. "Es wird sehr tough, aber ich habe noch eine schöne Rechnung mit ihm offen", blickt Petzschner voraus. Im Vorjahreshalbfinale war der Russe für ihn Endstation.
„Noch viel schlimmer ist, dass er die Nummer eins in Bayreuth ist.“Petzschner über die aktuelle deutsche Nummer eins Mayer - ebenfalls Bayreuther
Philipp Kohlschreiber war 2007 der bis dato letzte deutsche Sieger in München. Vier Jahre später gelang schon einmal der Anfang: Nach frühem 0:2-Rückstand bestand der Augsburger die erste Prüfung gegen den weitgehend unbekannten kolumbianischen Qualifikanten Robert Farah noch souverän mit 6:3, 6:1. "Es ist erst die erste Runde, aber wir sind momentan ein sehr gutes Davis-Cup-Team", meinte "Kohli" in Anspielung auf die vorangegangenen Siege von Mayer und Petzschner zufrieden.
Im Achtelfinale kommt es damit zu einem deutschen Duell mit Dennis Gremelmayr, der kurzfristig als "Lucky Loser" für den erkrankten Finnen Jarkko Nieminen ins Hauptfeld gerückt war und seine Chance gegen Robin Haase (Niederlande) mit 6:4, 4:6, 6:4 beim Schopfe packte.
Apropos deutsches Duell: Das gab es zwischen Julian Reister und Daniel Brands bereits in Runde eins. Und Reister, der im Vorjahr bei seinem Grand-Slam-Debüt in Roland Garros für Furore gesorgt hatte, behielt mit 7:6 (7:1), 6:1 die Oberhand.
4:6, 6:3, 6:4: Fast zweieinhalb Stunden mühte sich Michael Berrer in Belgrad, bis der Achtelfinaleinzug unter Dach und Fach. Der Stuttgarter hatte mit dem Österreicher Alexander Peya (ATP 311), der sein erstes Match der Saison auf der ATP-Tour bestritt, mehr Probleme als ihm lieb sein konnte. Aber das Ergebnis stimmte: Berrer ist weiter und trifft als nächstes auf Albert Montanes (Spanien), der in der ersten Runde ein Freilos hatte.
Derweil feierte Fernando Gonzalez ein erfolgreiches Comeback. Der Chilene, seit August 2010 mit einer Hüft-Operation außer Gefecht gesetzt, meldete sich mit einem 6:2, 6:4 gegen Martin Klizan (Slowakei) zurück.
Bei den Damen in Estoril hat Kristina Barrois auf überzeugende Weise die nächste Runde erreicht. Die Überraschungsviertelfinalistin von Stuttgart bezwang zum Auftakt die Schwedin Sofia Arvidsson mit 6:3, 6:1. Elena Vesnina aus Russland ist Barrois' Aufgabe im Achtelfinale.

| Vorname: | Dustin |
| Nachname: | Brown |
| Nation: | Deutschland |
| Profi seit: | 2002 |
| Weltranglistenplatz: | 163 |

| Vorname: | Tommy |
| Nachname: | Haas |
| Nation: | Deutschland |
| Profi seit: | 1996 |
| Weltranglistenplatz: | 112 |
| Austragungsort: | München |
| Land: | Deutschland |
| Modus: | ATP-Series |
| Die letzten Sieger: | |
| 2012 | Philipp Kohlschreiber |
| 2011 | Nicolay Davydenko |
| 2010 | Mikhail Youzhny |
| 2009 | Tomas Berdych |
| 2008 | Fernando Gonzalez |

| Austragungsort: | Belgrad |
| Land: | Serbien |
| Modus: | ATP-Series |
| Die letzten Sieger: | |
| 2012 | Andreas Seppi |
| 2011 | Novak Djokovic |
| 2010 | Sam Querrey |
| 2009 | Novak Djokovic |

| Austragungsort: | Estoril |
| Land: | Portugal |
| Modus: | WTA-Series |
| Die letzten Sieger: | |
| 2012 | Kaia Kanepi |
| 2011 | Anabel Medina Garrigues |
| 2010 | Anastasija Sevastova |
| 2009 | Yanina Wickmayer |
| 2008 | Maria Kirilenko |
