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01.04.2011, 09:30

Miami: Halbfinal-Kracher Nadal vs. Federer!

Bitteres Aus: Petkovic bricht völlig ein

Der "Petko-Dance" ist Geschichte, das Turnier vorbei: Andrea Petkovic hat nach bravourösen Auftritten gegen die Weltranglistenerste Caroline Wozniacki und Jelena Jankovic das Halbfinale in Miami gegen Maria Sharapova verloren. Nach tollem ersten Satz brach die deutsche Tennis-Hoffnung völlig ein, verlor den Rhythmus und musste, körperlich angeschlagen und zwischendurch den Tränen nahe, eine bittere 6:3, 0:6, 2:6-Niederlage hinnehmen.

Andrea Petkovic während des Matches gegen Maria Sharapova
Alptraum-Ende nach einer Traum-Woche: Andrea Petkovic, ab Montag unter den Top 20 der Welt.
© picture-allianceZoomansicht

Dabei hatte alles so gut angefangen: Voller Selbstvertrauen und im Wissen, ab Montag schon unter den Top 20 der Welt zu stehen, hatte Petkovic das Viertelfinale gegen Sharapova begonnen. Ein erstes Break glich die Darmstädterin sofort aus, souverän knüpfte sie an die brillanten Leistungen der vorangegangenen Runden an, brachte ihr Spiel gut zur Geltung und sicherte sich nach 43 Minuten Satz eins mit 6:3.

Der zweite Durchgang begann gleich mit Breakchance Petkovic, die sie allerdings nicht zu nutzen wusste. Und dann? Der völlig unerwartete Einbruch! Die deutsche Nummer 1 verlor ihren Rhythmus, bewegte sich nicht mehr richtig, machte massenweise leichte Fehler und offenbarte große Probleme beim eigenen Aufschlag. Und Sharapova wurde aggressiver und aggressiver, der ehemaligen Weltranglistenersten gelang jetzt fast alles. Die Folgen waren bitter aus Petkovics Sicht: elf verlorene Spiele hintereinander - 0:6, 0:5!

Ich habe im ersten Satz gut gespielt. Dann hat bei mir ziemlich schnell die Energie nachgelassen. Manchmal will der Körper einfach nicht mehr.Andrea Petkovic

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Dass "Petko" zwölf der ersten 14 Punkte im Entscheidungssatz abgab, beim Stand von 4:0, 40:0 für Sharapova erst ihren fünften Punkt machte, waren nur einige Statistiken des plötzlichen Desasters - zum dem aber auch körperliche Probleme beitrugen, die die 23-Jährige mehrfach andeutete. So erschwerte wohl eine blockierte Rippe das Atmen, "aber das war nur ein kleines Detail im körperlichen Ganzen", so Petkovic nach dem Match, "es war jetzt nicht der Ausschlag gebende Punkt". Das war schon eher Sharapova: "Sie hat mir einfach nicht mehr die Chance gegeben, ins Match reinzukommen."

"Ich habe gemerkt, dass sie müde wurde - wahrscheinlich von ihrem Getanze"

Trotzdem brandete aufmunternder Applaus auf dem Center Court auf, als Petkovic dann endlich der ersehnte Spielgewinn zum 1:5 gelang, wenig später stand es, verursacht durch einen Sharapova-Doppelfehler, "nur" noch 2:5. Petkovics offensive Körpersprache kehrte zurück, auf einmal gelangen auch wieder richtig starke Gewinnschläge. Einzig: Es war zu spät, nach gut zwei Stunden riss Sharapova, in der kommenden Woche nach über zwei Jahren zurück in den Top Ten, die Fäuste in die Luft. Petkovic dagegen musste auf ihren "Petko-Dance" diesmal verzichten. Schon vor einigen Tagen hatte sie angekündigt, ihr Markenzeichen nach Miami aufzugeben. Auch Sharapova konnte sich einen Kommentar nicht verkneifen: "Ich habe gemerkt, dass sie müde wurde - wahrscheinlich von ihrem vielen Getanze."

Auf die Russin wartet im Finale Victoria Azarenka, die nach Kim Clijsters (WTA 2) in Vera Zvonareva (WTA 3) die nächste Top-Spielerin rauswarf. Erneut reichten der formstarken Weißrussin zwei Sätze - 6:0, 6:3!

Herren-Masters: Federer fast kampflos - und jetzt gegen Nadal!

Einen echten Kracher hat das Herren-Masters in Miami im Halbfinale zu bieten: den Evergreen Rafael Nadal gegen Roger Federer nämlich! Der Schweizer, der seinen Platz als erster Nadal-Verfolger gerade erst an Novak Djokovic abtreten musste, kann das Topduell ausgeruht angehen. Denn: Sein Viertelfinalgegner Gilles Simon aus Frankreich musste bereits beim Stand von 0:3 aufgeben, nachdem er sich beim Aufwärmen eine Zerrung zugezogen hatte.

Rafael Nadal beim Aufschlag gegen Tomas Berdych
Ungewöhnlicher Retter: Rafael Nadal und sein Aufschlag.
© Getty Images

Nadal hatte gegen Tomas Berdych (Tschechien) indes einige kritische Situationen zu überstehen, ehe der 6:2, 3:6, 6:3-Erfolg feststand. Erstmals kassierte der Weltranglistenerste im Turnierverlauf ein Break und einen Satzverlust, und im entscheidenden Durchgang waren drei Asse in Folge bitter nötig, hatten sich Berdych doch gleich drei Breakchancen eröffnet. "Mein Aufschlag hat mich heute gerettet. Das ist eher ungewöhnlich für ihn", lächelte Linkshänder Nadal, der sich zwischenzeitlich am rechten Arm behandeln lassen musste, und freute sich schon mal auf das 23. (!) Duell mit Federer (Nadal führt 14:8). Erstmals seit 2005 trifft man sich allerdings bereits in einem Halbfinale.

Ich weiß nicht, ob es jemals zwei Rivalen in der Tennis-Geschichte gab, die so oft gegeneinander gespielt haben.Rafael Nadal vor seinem 23. Duell mit Roger Federer

"Es ist immer etwas Besonderes, gegen ihn zu spielen, wir hatten einige Matches, die für die Karriere von uns beiden sehr wichtig waren. Das macht unsere Rivalität so besonders", sagte Nadal: "Ich weiß nicht, ob es jemals zwei Rivalen in der Tennis-Geschichte gab, die so oft gegeneinander gespielt haben."

01.04.11
 
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weitere Infos zu A. Petkovic

Vorname:Andrea
Nachname:Petkovic
Nation: Deutschland
Profi seit:2006
Weltranglistenplatz:15

weitere Infos zu M. Sharapova

Vorname:Maria
Nachname:Sharapova
Nation: Russland
Profi seit:2001
Weltranglistenplatz:2

weitere Infos zu R. Federer

Vorname:Roger
Nachname:Federer
Nation: Schweiz
Profi seit:1998
Weltranglistenplatz:3

weitere Infos zu R. Nadal

Vorname:Rafael
Nachname:Nadal
Nation: Spanien
Profi seit:2001
Weltranglistenplatz:2

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Sony Ericsson Open

Austragungsort:Miami
Land: USA
Modus:WTA-Series
Die letzten Sieger:
2012  Agnieszka Radwanska
2011  Victoria Azarenka
2010  Kim Clijsters
2009  Victoria Azarenka
2008  Serena Williams

Sony Ericsson Open

Austragungsort:Miami
Land: USA
Modus:ATP-Masters-Series
Die letzten Sieger:
2012  Novak Djokovic
2011  Novak Djokovic
2010  Andy Roddick
2009  Andy Murray
2008  Nicolay Davydenko

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