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08.12.2010, 13:09

Historisches Duell zwischen Isner und Mahut

Fünf Top-Matches 2010: Federer zweimal dabei

Nach Abschluss der Herren-Saison im Profi-Tennis hat die ATP auf ihrer Internetseite die fünf besten Tennis-Matches des Jahres 2010 gekürt. Fast immer waren es Duelle der ganz Großen im Tenniszirkus, doch auch das Marathon-Match der weniger hoch eingestuften John Isner und Nicolas Mahut in Wimbledon findet sich in diesem Ranking.

World Tour Finals in London, Halbfinale
Rafael Nadal gegen Andy Murray 7:6 (7:5), 3:6, 7:6 (8:6)

"Der heutige Tag ist der Grund, warum ich Tennis spiele", sagte ein entäuschter, aber doch irgendwie stolzer Andy Murray, als er vor über 17.000 Zuschauern dem Weltranglistenersten Rafael Nadal unterlegen war.

Andy Murray und Rafael Nadal
Andy Murray und Rafael Nadal
© oicture-allianceZoomansicht

In diesem Krimi, der sich über drei Stunden und elf Minuten hinzog, war sehr deutlich ersichtlich, was für beide auf dem Spiel stand. Nadal wollte nach einem fast perfekten Jahr mit drei Grand-Slam-Titeln und Erfolgen bei allen Masters-Turnieren auf Sand diesen letzten Triumph auch noch auskosten. Der in Schottland geborene Murray andererseits strebte als Lokalmatador in London seinen größten Erfolg an, nachdem das Jahr 2010 für den Weltranglistenvierten ein stetes Auf und Ab war.

Im dritten Satz lag Murray 5:3 vorne und im Tie-Break mit 4:1, aber Nadal hatte den größeren Willen und zwang Murray in die Knie. "Es war ein fantastisches Match", sagte der Mallorquiner. Ich bin sehr froh, hier einen großen Champion geschlagen zu haben." Das Finale verlor Nadal dann allerdings relativ klar gegen Roger Federer.


US Open, Halbfinale
Novak Djokovic gegen Roger Federer 5:7, 6:1, 5:7, 6:2, 7:5

Roger Federer hat die Ehre, in zwei der besten fünf Matches des Jahres aufzutauchen. Eigentlich wollte der Schweizer bei den US Open zum siebten Mal in Folge ins Finale einziehen. Gegen den serbischen Topspieler Novak Djokovic, den er bei seinem letzten Triumph 2007 in New York noch besiegt hatte, stand er ganz kurz davor, doch zwei Matchbälle reichten dem Eidgenossen nicht.

Novak Djokovic
Novak Djokovic
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Djokovic wehrte diese im fünften Satz ab und erklärte später das Geheimnis seines Erfolges: "Ich musste meine Gefühle kontrollieren. In den Jahren zuvor, als ich hier gegen Roger verloren habe, war das immer mein Hauptproblem, denn er kann die Nervosität seines Gegners fühlen und schlägt dann zu."

Beim Stande von 4:5 und 15:40 blieb der sonst so heißblütige Serbe cool, wehrte Federers Matchbälle mit einem Vorhandvolley und einem harten Vorhandschlag von der Grundlinie ab - und gewann die beiden nächsten Spiele zum Matchgewinn. Federers Traum vom Finale gegen Rafael Nadal war geplatzt. "Ich habe so hart für den Einzug in die letzten sechs Finals bei den US Open gearbeitet, aber Rafael war nie mein Gegner. Jetzt war ich nur einen Schlag davon entfernt", so ein bitter enttäuschter Federer nach der Niederlage gegen Djokovic. Im Finale war der Serbe dann chancenlos gegen den Spanier.


ATP Masters in Paris, Halbfinale
Gael Monfils - Roger Federer 7:6 (9:7), 6:7 (1:7), 7:6 (7:4)

Gael Monfils
Gael Monfils
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Auch in Paris konnte Roger Federer seine Matchbälle nicht verwandeln. Gleich fünf Stück hatte der Weltranglistenzweite gegen Gael Monfils, der in seiner Heimatstadt von den Fans zum Triumph getragen wurde. Überhaupt war der dritte Satz des Halbfinals eine zunächst sehr klare Angelegenheit. Federer führte schnell mit 4:1 und schien nach dem souverän gewonnenen Tie-Break des zweiten Satzes unaufhaltsam Richtung Finale zu marschieren. Doch nach zwei Stunden und 41 Minuten jubelte der Franzose über seinen ersten Sieg gegen den Schweizer. "Ich bewundere Roger sehr, er ist eine, oder besser gesagt, DIE Tennislegende. Deswegen werde ich diesen Sieg mein ganzes Leben lang nicht mehr vergessen", sagte Monfils, der zuvor fünfmal gegen Federer verloren hatte.

Für Federer war die Niederlage gegen Monfils die vierte im Jahr 2010, in dem er Matchbälle vergab. Neben dem Halbfinale der US Open ließ er die Chancen auch gegen Marcos Baghdatis (in Indian Wells) und Tomas Berdych (in Miami) liegen.


ATP Masters in Paris, Halbfinale
Robin Söderling - Michel Llodra 6:7 (0:7), 7:5, 7:6 (8:6)

Der Halbfinaltag in Paris war ein wahrlich denkwürdiger, denn auch das andere Semifinale beim Masters in der Seine-Metropole war ein absoluter Hingucker, wenn auch mit negativem Ausgang für die französischen Fans. Den schlagkräftigen Robin Söderling entnervte Michael Llodra mit langsamen Slice-Bällen und holte im dritten Satz so einen 1:4-Rückstand auf.

Michael Llodra
Michael Llodra
© picture-alliance

Letztlich gewann der Schwede, der das Jahr als Weltranglistenfünfter abschließen sollte, den Tie-Break mit 8:6. "Tennis ist ein Sport, in dem die mentale Stärke entscheidet", sagte Söderling nach nervenaufreibenden zwei Stunden und 49 Minuten.


Wimbledon, 1. Runde
John Isner gegen Nicolas Mahut, 6:4, 3:6, 6:7 (7:9), 7:6 (7:3), 70-68

Am Donnerstag der ersten Turnierwoche hatte sich die Queen angekündigt. Doch selbst das Erscheinen des britischen Staatsoberhauptes war ein untergeordnetes Ereignis im Vergleich zu dem Drama, das sich auf Court 18 abspielte. Dort mühten sich seit Dienstag der US-Amerikaner John Isner und der Franzose Nicolas Mahut um den Einzug in die zweite Runde. Nach elf Stunden und fünf Minuten sprang der Ball auf Isners Rückhand, er spielte ihn die Linie entlang, so wie er es in diesem Match schon wahrlich tausendmal gemacht hatte, doch diesmal kam der Ball nicht zurück. Das längste Tennismatch der Geschichte war entschieden, Game, Set & Match Isner hörte der US-Boy noch, ehe er zu Boden sank.

Mit 70:68 hatte er den fünften Satz gewonnen, der alleine acht Stunden und elf Minuten gedauert hatte. "Dieser Typ ist ein absoluter Krieger", sagte der siegreiche Isner über den Verlierer Mahut. Es stinkt zum Himmel, dass dieses Match einer von uns verlieren musste, aber es war eine absolute Ehre für mich, mit ihm dieses Duell erlebt zu haben."

John Isner
John Isner
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Für die Freunde der Statistik liest sich dieses Erlebnis so: 980 Punkte wurden ausgespielt, 168 Spiele in Folge brachten die beiden Spieler ihren Aufschlag durch, es gab nur drei Breaks, Isner schlug 113 Asse, Mahut 103 und insgesamt beklatschten die immer frenetischer werdenden Fans die insgesamt 490 punktbringenden Schläge.

Isner gewann in seinem Zweitrundenmatch gegen Thiemo de Bakker insgesamt fünf Spiele und verlor 0:6, 3:6 und 2:6.

 

Livescores

Beginn Nation Spieler 1. 2. 3. 4. 5. Sätze
29.08. B. Frantan... - - - - - -
17:00 G. Pella - - - - - -
 
M. Youzhny - - - - - -
M. Klizan - - - - - -
 
Jor. Thomp... - - - - - -
S. Darcis - - - - - -
 
L. Lacko - - - - - -
E. Escobedo - - - - - -
 
K. Edmund - - - - - -
R. Gasquet - - - - - -
 

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Ranglisten

Rang Nation Name Punkte  
1 N. Djokovic 14.840
 
2 A. Murray 9.305
 
3 S. Wawrinka 4.980
 
4   R. Federer 4.945
 
5 R. Nadal 4.850
 
   
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Re (5): Wer hat an der Uhr gedreht? von: jekimov - 29.08.16, 15:16 - 1 mal gelesen

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