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03.09.2010, 09:45

Djokovic und Federer zu gut für Petzschner und Beck

Runde drei! Diesmal halten Petkovics Nerven

Das Gros der deutschen Profis ist bei den US Open bereits ausgeschieden, am Donnerstagabend erwischte es Sabine Lisicki (gegen Vera Zvonareva), Julia Görges (gegen Yanina Wickmayer), Andreas Beck (gegen Roger Federer) und Philipp Petzschner (gegen Novak Djokovic) - alle vier verpassten eine Überraschung. Runde drei erreichte lediglich Andrea Petkovic - indem sie ihre Zweifel besiegte.

Andrea Petkovic bei den US Open
Erleichterung pur: Andrea Petkovic erreichte nervenstark die dritte Runde bei den US Open.
© picture-allianceZoomansicht

Das dürfte der Seele guttun: Nach zahlreichen knappen Niederlagen 2010 mit dem Höhepunkt French Open, als sie gegen Titelverteidigerin Svetlana Kuznetsova vier Matchbälle vergab und ausschied, hat Andrea Petkovic in der zweiten Runde der US Open den Spieß umgedreht. Weil sie in der entscheidenden Phase gegen Bethanie Mattek (USA) ihre Nerven im Griff hatte, gelang der schon als Nervenbündel verschrienen deutschen Nummer 1 (WTA 38) ein 3:6, 6:3, 7:5-Erfolg und damit der erste Drittrundeneinzug bei einem Grand-Slam-Turnier in ihrer Karriere. Beim Stand von 4:5 im dritten Satz wehrte Petkovic gleich drei Matchbälle ihrer Kontrahentin (WTA 76) ab.

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"Es war schwer. Sie hat sehr gut angefangen und ich brauchte bestimmt eine halbe Stunde, bis ich mich daran gewöhnt hatte, wie sie spielt. Ich habe im dritten Satz bei jedem Punkt an mich geglaubt und das hat den Unterschied gemacht", bilanzierte Petkovic hinterher zufrieden. Und auch der Sprung ins Achtelfinale ist nun keine Utopie mehr für die Darmstädterin, Shuai Peng aus China heißt nämlich überraschend ihre nächste Gegnerin. Die Weltranglisten-61. bezwang die Polin Agnieszka Radwanska, in New York an Position neun der Setzliste, mit 2:6, 6:1, 6:4.

Lisicki draußen, aber trotzdem zufrieden: "Ich bin eine andere Spielerin"

Sabine Lisicki während des Duells gegen Zvonareva
Ist noch nicht auf der Höhe ihrer Schaffenskraft: Sabine Lisicki während des Duells gegen Zvonareva.
© picture-alliance

Im Gleichschritt eröffneten Julia Görges und Sabine Lisicki den Tag bei den US Open und im Gleichschritt gingen die beiden unter und verpassten die 3. Runde. Görges unterlag der letztjährigen Halbfinalistin Yanina Wickmayer (Belgien/Nr. 15) 4:6, 5:7. Damit muss die 21-Jährige, die Ende Juli in Bad Gastein ihren ersten Einzel-Titel auf der WTA-Tour gewonnen hatte, weiter auf einen Drittrunden-Einzug bei einem Grand-Slam-Turnier warten.

Nahezu zeitgleich war das Turnier für Sabine Lisicki beendet. Die Fed-Cup-Spielerin aus Berlin verlor gegen Wimbledon-Finalistin Vera Zvonareva (Russland) 1:6, 6:7 (5:7). Lisicki hatte große Probleme mit ihrem Auschlag und kassierte insgesamt acht Breaks. Bislang hatte die 20-jährige Lisicki, die am Donnerstag erstmals im 23.771 Zuschauer fassenden Arthur-Ashe-Stadium spielen durfte, zweimal in der dritten Runde eines Grand-Slam-Turniers gestanden. Nach viereinhalbmonatiger Pause wegen einer hartnäckigen Knöchelverletzung hatte Lisicki erst Anfang August ihr Comeback gegeben. Bei den Turnieren in Cincinnati und in der Bronx war die Bollettieri-Schülerin allerdings jeweils in der ersten Runde gescheitert. Gegen Zvonareva fand sie immerhin im zweiten Satz ins Spiel und kämpfte verbissen, letztlich erfolglos.

Die Enttäuschung ist da, aber insgesamt überwiegt die Freude, denn im zweiten Satz war ich ziemlich nah dran. Das war knapp.Sabine Lisicki

Lisicki blickt trotz ihres Ausscheidens zuversichtlich in die Zukunft. "Ich bin eine andere Spielerin. Ich bin fitter, bewege mich besser. Jetzt brauche ich nur noch die nötige Matchpraxis." Die muss sie nun allerdings woanders sammeln.

Wozniacki verpasst Chang die "Brille"

Die topgesetzte Caroline Wozniacki ist hingegen im Eiltempo in die dritte Runde eingezogen und darf weiter vom Sturm auf den Tennis-Thron träumen. Die 20-jährige Dänin benötigte für das 6:0, 6:0 gegen die völlig überforderte Taiwanesin Kai-Chen Chang nur 47 Minuten. Nächste Gegnerin von Vorjahresfinalistin Wozniacki ist Yung-Jan Chan (ebenfalls Taiwan). Deutlich mehr Einsatz musste Jelena Jankovic gegen Mirjana Lucic zeigen. Letztlich rang die favorisierte Serbin aber die Kroatin mit 6:4, 3:6, 6:2 nieder.

Petzschner und Beck können die "Großen" nicht ärgern

Philipp Petzschner
Lob vom Gegner - mehr nicht: Philipp Petzschner flog trotz guter Leistung in New York raus.
© picture-alliance

Namhafte Gegner erwarteten zwei der vier in Runde zwei vorgedrungenen deutschen Herren am Donnerstagabend - beide erwiesen sich als zu stark: In der Nightsession scheiterte Philipp Petzschner in drei Sätzen an Novak Djokovic, allerdings bot der Bayreuther dem Weltranglistendritten aus Serbien im ausverkauften Arthur-Ashe-Stadium lange Paroli. Dennoch stand am Ende eine 5:7, 3:6, 6:7 (6:8)-Niederlage. "Am Ende war es ganz schön heikel", gab Djokovic nach dem Match zu. Als nächstes wartet Publikumsliebling James Blake auf "Nole" - sicherlich ein Highlight in Runde drei.

Wie Petzschner auch lediglich eine Erfahrung reicher ist Andreas Beck, der bereits wenige Stunden zuvor gegen Roger Federer ausschied. Der Stuttgarter konnte auf großer Bühne nur langsam seine Ehrfurcht vor dem Weltranglistenzweiten ablegen: Gleich zu Beginn musste Beck zwei Breaks in Folge hinnehmen. In der Folge haderte er mit den windigen Bedingungen und Schmerzen im Ellbogen, die ihn zu Jahresbeginn bereits zu einer monatelangen Pause gezwungen hatten. Im zweiten Durchgang war Beck lange Zeit ebenbürtig. Dennoch zog Federer nach genau 100 Minuten ohne große Mühe mit 6:3, 6:4, 6:3 in die nächste Runde ein.

Gasquet zeigt alte Qualitäten: Frühes Aus für Davydenko

Etwas überraschend musste Nikolai Davydenko bereits seine Taschen packen. Der Russe verlor sein Match glatt in drei Sätzen mit 3:6, 4:6, 2:6 gegen den Franzosen Richard Gasquet, der nach einer schwierigen Phase inklusive zweimonatiger Sperre inzwischen wieder auf dem aufsteigenden Ast ist.

Eindrücke aus Flushing Meadows
Beck & Co. lernen - Petkovic feiert
Volles Haus, über 20.000 im Arthur-Ashe-Stadium - und Andreas Beck mittendrin. Dem Stuttgarter kam diese Ehre zuteil, weil sein Gegner Roger Federer hieß. Eine Überraschung gab's allerdings nicht.
Beck mittendrin

Volles Haus, über 20.000 im Arthur-Ashe-Stadium - und Andreas Beck mittendrin. Dem Stuttgarter kam diese Ehre zuteil, weil sein Gegner Roger Federer hieß. Eine Überraschung gab's allerdings nicht.
© picture-alliance

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03.09.10
 
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Vorname:Sabine
Nachname:Lisicki
Nation: Deutschland
Profi seit:2006
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Nachname:Petzschner
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Weltranglistenplatz:56

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Nachname:Petkovic
Nation: Deutschland
Profi seit:2006
Weltranglistenplatz:10

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Nachname:Jankovic
Nation: Serbien
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Weltranglistenplatz:13

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US Open

Austragungsort:New York
Land: USA
Modus:Grand Slam
Die letzten Sieger:
2011  Novak Djokovic
2010  Rafael Nadal
2009  Juan del Potro
2008  Roger Federer
2007  Roger Federer

US Open

Austragungsort:New York
Land: USA
Modus:Grand Slam
Die letzten Sieger:
2011  Samantha Stosur
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2009  Kim Clijsters
2008  Serena Williams
2007  Justine Henin

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