
| Vorname: | Roger |
| Nachname: | Federer |
| Nation: | Schweiz |
| Profi seit: | 1998 |
| Weltranglistenplatz: | 3 |
"Ich bin sicher der Favorit für die Open", sagt Federer voller Selbstbewusstsein. "Ich fühle mich mental und physisch so gut, wie man sich vor einem Grand-Slam-Turnier nur fühlen kann." Vergessen scheinen die frustrierenden Erlebnisse bei den French Open und Wimbledon, wo Federer jeweils bereits im Viertelfinale die Koffer packen musste. Woher der plötzliche Stimmungswandel?
Nun, erst einmal ist New York nicht Paris oder London. Federer hat bei den US Open eine 51:5-Siegesbilanz, stand seit 2004 immer im Finale; nur im Vorjahr scheiterte er dort an Juan Martin del Potro - der nächste Grund für die neu gewonnene Zuversicht beim Basler, ist der Argentinier doch dieses Jahr verletzungsbedingt nicht dabei. Außerdem scheint Federer seine Akkus bei seinem zweiwöchigen Yacht-Urlaub vor der Küste Korsikas wieder aufgeladen zu haben, belegt nicht zuletzt am Masters-Triumph in Cincinnati, dem zweiten Turniersieg seiner Saison.
Und Dauer-Rivale Rafael Nadal? Kann erst im Finale am 12. September auf Federer treffen, hat in New York noch nie gewonnen und ist noch nicht ganz in Hartplatz-Form. Das sagen zumindest seine jüngsten Ergebnisse - Halbfinale in Toronto (Niederlage gegen Andy Murray), Viertelfinale in Cincinnati (Niederlage gegen Marcos Baghdatis) - und das sagt auch Kontrahent Federer: "Rafael Nadal mag den schnellen Belag in New York nicht so gern."
Trotzdem ist sich der spanische Weltranglistenerste analog zu Federer sicher: "Ich fühle mich mental und körperlich topfit." Um gleichzeitig einzuschränken: "Aber wenn es diesmal wieder nicht klappt, versuche ich es eben in den nächsten Jahren weiter." Gelingt der erste Triumph in Flushing Meadows, wäre Nadal der siebte Profi, der alle Grand-Slam-Turniere mindestens einmal gewonnen hat. Federer peilt derweil Nummer 17 insgesamt an - und langfristig die 20: "Ich glaube absolut, dass ich das erreichen kann. Die Siege bei diesen großen Turnieren machen mich sehr glücklich. Das Tafelsilber mit nach Hause zu nehmen, das ist das beste Gefühl."
„Ich hoffe, wir treffen diesmal aufeinander.“Federer träumt von einem Finale gegen Nadal
Vielleicht mit einem Finalsieg gegen Nadal? "Solch ein Endspiel wäre großartig. Wir haben bei allen Grand-Slams gegeneinander gespielt, nur hier noch nicht. Ich hoffe, wir treffen diesmal aufeinander", blickt Federer nach vorne. Nadal meinte hingegen: "Das ist noch so weit weg. In fünf Jahren treffen wir uns vielleicht schon mal in Runde drei." Sein Rezept 2010: "Es ist doch immer dasselbe. Du musst dein bestes Tennis im richtigen Moment spielen."
Frag nach bei Kim Clijsters. Die Belgierin krönte im Vorjahr ihr Comeback mit dem Sensationssieg bei den US Open, und das nach zwei Jahren Abstinenz. In diesem Jahr ist sie, die inzwischen schon wieder an Position drei der Weltrangliste geklettert ist, erst recht Favoritin: Serena Williams, die Nummer eins der Welt, fehlt verletzt. Und geht es nach der Statistik, kann Clijsters schon jetzt feiern: Seit ihrer Finalniederlage 2004 gegen Justine Henin kam sie nur noch zweimal nach New York (2005, 2009) - und trat jeweils mit der Trophäe die Heimreise an.
"Wenn ich gut spiele, kann ich jeden besiegen. Aber die Leute rechnen diesmal mit mir, deshalb ist schon ein wenig Druck da", sagt Clijsters. Die Prioritäten haben sich nach ihrem Comeback und der Geburt ihrer Tochter Jada jedenfalls verschoben: "Ich bin zu allererst Mutter und dann Tennis-Spielerin."

Wie das Duell "Rafa gegen Roger" bei den Herren sehen die Experten auch bei den Damen zwei große Titelaspirantin. Die eine, Clijsters, ist als Titelverteidigerin ganz logisch weit oben auf dem Zettel; die andere, Caroline Wozniacki, schob sich in den vergangenen Wochen Position um Position nach oben. Weil Serena fehlt, ist die Dänin, die im Vorjahr erst- und letztmals ein Grand-Slam-Finale erreichte, gar an Position eins gesetzt. Drei von vier gespielten Vorbereitungsturnieren (New Haven, Montreal und Kopenhagen) gewann die 20-Jährige: "Ich fühle mich großartig, es läuft derzeit perfekt bei mir." Wohl wahr: Holt sie am "Big Apple" ihren ersten Major-Titel, wäre sie auch an anderer Stelle ganz oben angekommen: an Position eins der Weltrangliste.

| Vorname: | Roger |
| Nachname: | Federer |
| Nation: | Schweiz |
| Profi seit: | 1998 |
| Weltranglistenplatz: | 3 |

| Vorname: | Rafael |
| Nachname: | Nadal |
| Nation: | Spanien |
| Profi seit: | 2001 |
| Weltranglistenplatz: | 2 |

| Vorname: | Kim |
| Nachname: | Clijsters |
| Nation: | Belgien |
| Profi seit: | 1997 |
| Weltranglistenplatz: | 30 |

| Vorname: | Caroline |
| Nachname: | Wozniacki |
| Nation: | Dänemark |
| Profi seit: | 2005 |
| Weltranglistenplatz: | 4 |
| Austragungsort: | New York |
| Land: | USA |
| Modus: | Grand Slam |
| Die letzten Sieger: | |
| 2011 | Novak Djokovic |
| 2010 | Rafael Nadal |
| 2009 | Juan del Potro |
| 2008 | Roger Federer |
| 2007 | Roger Federer |
| Austragungsort: | New York |
| Land: | USA |
| Modus: | Grand Slam |
| Die letzten Sieger: | |
| 2011 | Samantha Stosur |
| 2010 | Kim Clijsters |
| 2009 | Kim Clijsters |
| 2008 | Serena Williams |
| 2007 | Justine Henin |