Top-Ten-Platz als Minimalziel

Buchmann: Bewährungsprobe als Vuelta-Kapitän

Rad - 24.08. 14:30

Bei der Tour de France durfte sich Emanuel Buchmann in diesem Jahr nicht zeigen. Dafür schickt Bora-hansgrohe die deutsche Nachwuchshoffnung jetzt als Kapitän nach Spanien zur Vuelta. Dort soll 25-Jährige zeigen, dass er bei einer großen Rundfahrt in die Top Ten fahren kann.

Möchte sich für die Tour 2019 empfehlen: Die deutsche Nachwuchshoffnung Emanuel Buchmann. © imago

Seinen von der Teamleitung verordneten Verzicht auf die Tour de France sieht Emanuel Buchmann vor dem Start der Spanien-Rundfahrt Vuelta mittlerweile als Vorteil. "Ich bin vielleicht dadurch frischer als so mancher Konkurrent", sagte der Ravensburger der Deutschen Presse-Agentur vor dem am Samstag in Malaga beginnenden 73. Rennen.

Der deutsche Ex-Meister, der seine Bora-hansgrohe-Mannschaft erstmals als Kapitän in einer World Tour führen soll, hat seine Ziele für die kommenden drei Wochen in Spanien klar umrissen: "Ich will unter die ersten Zehn im Gesamtklassement, um mich als feste Größe in unserem Team für die Tour zu empfehlen. Wenn es auch noch mit einem Etappensieg klappen sollte, wäre das ideal".

Prominente Helfer für Buchmann

Buchmann kann sich auf eine starke Mannschaft stützen, in der unter anderem der Bergspezialist Rafal Majka, der dreimalige Weltmeister Peter Sagan und Routinier Marcus Burghardt stehen. In der Vorbereitung auf die Vuelta war der 25 Jahre alte Buchmann zweimal im Höhentrainingslager in Livigno. Teamchef Ralph Denk traut Buchmann viel zu: "Unser Ziel ist ein Platz unter den ersten zehn der Gesamtwertung, aber wenn das Rennen gut für uns läuft, denke ich, ist sogar mehr drin."

Viel rechnen sich auch die namhaften Sieganwärter aus. Darunter sind in Richie Porte (Australien/BMC), Vincenzo Nibali (Italien/Bahrain-Merida), Rigoberto Uran (Kolumbien/EF-Drapac) oder Nairo Quintana (Kolumbien/Movistar) gleich mehrere Fahrer, für die die Frankreich-Rundfahrt nicht wie gewünscht gelaufen war.

Mit insgesamt neun Bergankünften ist das Profil der letzten großen Landesrundfahrt des Jahres erneut anspruchsvoll gewählt. 3254,7 km müssen die Fahrer auf dem Weg vom Start am Samstag in Malaga zum traditionellen Finale am 16. September in Madrid bewältigen.

tru/sid/dpa