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17.07.2018, 15:45

"Tour-Buch" vom Sunweb-Fahrer

Arndt: "Hammeretappen, viele Höhenmeter, viele Berge"

Nikias Arndt nimmt die Leser mit auf die 105. Tour de France. Er berichtet für den kicker direkt aus dem Fahrerfeld über die Tage in Frankreich und gibt Einblicke, was hinter den Kulissen abläuft. Diesmal erzählt Arndt über die Kopfsteinpflaster-Passagen in der "Hölle des Nordens", den verdienten Ruhetag am Montag sowie die Hammeretappen, die nun in den Alpen auf das Peloton warten.

Nikias Arndt
Auch für Nikias Arndt (hier bei der Tour de Suisse) stehen ab sofort "Hammeretappen" an.
© picture alliance

"Am Sonntag hatten wir die Roubaix-Etappe auf dem Programm und waren dabei über 20 Kilometer auf Kopfsteinpflaster unterwegs. Der Tag war natürlich extrem attraktiv und aufregend für die Zuschauer. Zudem war er eine Abwechslung zu den anderen Etappen, bei denen wir manchmal nur 200 Kilometer flach fahren und am Ende folgt ein Massensprint.

Sturz auf Kopfsteinpflaster: "Zum Glück ist nichts Großes passiert"

Auf der anderen Seite sind sehr, sehr viele Stürze passiert und es war ein extrem nervöses Rennen. Leider ist auch Richie Porte, einer der Favoriten für die Gesamtwertung gestürzt, hat sich das Schlüsselbein gebrochen und ist jetzt aus dem Rennen raus. Auch mich hat es erwischt. Ich bin auf dem achten Sektor in dem Moment von hinten umgefahren worden, als ich gerade einem Sturz ausweichen wollte. Zum Glück ist nichts Großes passiert: Ein paar Schürfwunden, am Ellbogen wurde ich mit einem Stich genäht, weil die Wunde doch ein bisschen tiefer war.

Video zum Thema
TdF 2018 - 9. Etappe- 16.07., 01:49 Uhr
Degenkolb-Sieg bei Sturz-Festival auf Kopfsteinpflaster
John Degenkolb hat bei der Tour de France für den ersten deutschen Etappen-Sieg gesorgt. Nach wilder Kopfsteinpflaster-Schlacht siegte der 29-Jährige dank eines starken Schlussspurts.
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Und so war der Tag zwar extrem attraktiv und interessant, ob es aber wirklich bei der Grand Tour eine Kopfsteinpflasteretappe braucht, ist schon fraglich - auch wenn es einigen Fahrern sehr viel Spaß gemacht hat.

Rang sieben in Amiens - Kein Podium, "aber ein sehr solider Platz"

Bereits am Samstag habe ich auf der 8. Etappe sogar die Möglichkeit bekommen, selber auf Ergebnis zu fahren. Ich habe unseren Kapitän Tom Dumoulin bis auf die letzten drei Kilometer begleitet und unterstützt. Ab dann hatte ich freie Fahrt, um mich im Sprint zu versuchen. Es kam ein siebter Platz dabei raus. Das war ein schönes Extra für mich persönlich. Sicherlich nicht das Ergebnis, auf das ich gehofft hatte, das Podium wäre schön gewesen, aber ein sehr solider Platz.

Ruhetag: "Runterkommen, damit wir fit in die nächste Woche starten zu können"

Der Ruhetag am Montag war für uns natürlich sehr angenehm. Wir sind noch am Sonntagabend nach Chambery geflogen, so dass wir den Tag ganz gemütlich angehen konnten. Das Team hat erst Mal ausgeschlafen und dann zusammen gefrühstückt.

Danach sind wir eine lockere Runde auf dem Rad gewesen, haben die Beine ein bisschen lockergefahren und am See einen schönen Kaffee getrunken.

Allerdings standen auch noch ein paar Pressetermine und Interviews auf dem Programm. Ansonsten hieß es wirklich, den Tag zu nutzen, zu entspannen, ein paar Telefonate mit der Familie und Freunden zu führen. Einfach ein bisschen runterkommen, damit wir fit in die nächste Woche starten können.

Alpen: "Es warten Hammeretappen auf uns, viele Höhenmeter, viele Berge

Jetzt geht es in die Alpen und die Tour so richtig los. Es warten Hammeretappen auf uns, viele Höhenmeter, viele Berge. Ich hoffe, wir sind alle fit. Die Stimmung im Team ist gut und wir freuen uns drauf."


Nikias Arndt
Nikias Arndt
© imagoZoomansicht

Nikias Arndt ist gebürtiger Niedersachse, war in seiner Jugend vornehmlich auf der Bahn unterwegs und auch erfolgreich. 2010 wechselte er dann auf die Straße zum Team LTK Brandenburg, das sich die Ausbildung von U-23-Fahrern auf die Fahnen geschrieben hat. 2013 zog es ihn dann zur damaligen Equipe Argos-Shimano. Arndts Stärken liegen bei Eintagesrennen sowie im Sprint. Im Massenspurt feierte er auch seine bisher größten Erfolge. So im Jahr 2016, als er die 21. Etappe des Giro für sich entscheiden konnte. Ein Jahr später gewann er ebenfalls im Spurt mit dem Cadel Evans Ocean Road Race sein erstes Eintagesrennen auf der UCI-WorldTour. Bei der Tour de France, bei der er in diesem Jahr zum zweiten Mal dabei ist, war ein 2. Rang auf der 19. Etappe im vergangenen Jahr sein bisher bestes Ergebnis.

 

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