Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
10.07.2018, 17:55

4. Etappe: La Baule - Sarzeau (195 km)

Gaviria fängt Sagan und Greipel ab

André Greipel trat mit letzter Kraft in die Pedale, dann schlug er vor Ärger auf den Lenker. Alle Mühe war wieder umsonst. Fernando Gaviria ist der neue Sprintkönig der Tour de France, gegen den Kolumbianer sind die deutschen Sprintasse derzeit ohne Chance. Der vollbärtige Kolumbianer holte sich am Dienstag seinen zweiten Etappensieg bei der 105. Tour de France und verwies den dreimaligen Weltmeister Peter Sagan und Greipel auf die Plätze.

Zentimeterentscheidung: Fernando Gaviria (rechts) lag im Sprint knapp vorne.
Zentimeterentscheidung: Fernando Gaviria (rechts) lag im Sprint knapp vorne.
© imagoZoomansicht

Auch der in Frankreich als "Le Kaiser" verehrte Marcel Kittel sprintete vergeblich um den Tagessieg. Der Thüringer, der im vergangenen Jahr noch fünfmal triumphierte, musste sich auf der vierten Etappe nach 195 Kilometern in Sarzeau mit Rang fünf begnügen. Auffällig auch diesmal: die Abstimmung in seinem Katusha-Alpecin-Team läuft weiter alles andere als optimal. Olympiasieger Greg Van Avermaet aus Belgien verteidigte sein Gelbes Trikot erfolgreich. "Mit der Brechstange geht es nicht, ich war 600 Meter vor dem Ziel eingebaut", haderte Kittel.

Besser postiert war Greipel. Vier Meter vor dem Ziel sah der gebürtige Rostocker wie der Sieger aus. Dann kam aber noch der unwiderstehliche Tour-Neuling Gaviria und mit einem Tigersprung auch Sagan. Der 35 Jahre alte Greipel kämpft bei seinem Lotto-Soudal-Rennstall um eine Vertragverlängerung - dem Vernehmen nach ist der dreimalige deutsche Meister für die nächste Saison schon woanders untergekommen.

Greipel: "Es ist sicher keine Schande, gegen Gaviria zu verlieren"

Nach der Zieldurchfahrt hatte sich der gebürtige Rostocker, der wegen seiner Kräfte auch "Gorilla" genannt wird, schnell wieder beruhigt. "Ich bin einen guten Sprint gefahren. Es ist sicher keine Schande, gegen Gaviria zu verlieren", sagte Greipel.

Gaviria freute sich über seinen zweiten Streich: "Das war ein sehr schwieriger Sieg. Wir hatten nicht so viel Hilfe, um die Ausreißer zu kontrollieren. Die Mannschaft musste hart arbeiten. Wir wissen, dass Sagan der beste Fahrer im Peloton ist. Er hat ein sehr starkes Level."

Passend zum WM-Halbfinale bildeten jeweils zwei Belgier und zwei Franzosen die Ausreißergruppe des Tages. Aber das Quartett wurde - wohl dosiert - erst 1200 Meter vor dem Ziel gestellt.

Brailsford vs. Lappartient: "Er hat Öl ins Feuer gegossen"

Erstmals in der Tour-Geschichte war Sarzeau Etappenort. Der Bezug zum Radsport war für das 10.000 Einwohner große Städtchen vielleicht bei der Bewerbung nicht hinderlich: Weltverbands-Präsident David Lappartient ist Bürgermeister der bretonischen Gemeinde. Sky-Teamchef Sir Dave Brailsford ist auf den Funktionär nicht gut zu sprechen.

Der Brite wirft ihm in der Salbutamol-Affäre Parteinahme gegen Chris Froome vor und gab Lappartient Mitschuld an der aufgeheizten Stimmung unter den Fans gegen den Seriensieger, der unmittelbar vor dem Tourstart vom Dopingverdacht freigesprochen worden war. "Er hat Öl ins Feuer gegossen", sagte Brailsford englischen Medien.

"Lappartient muss sich entscheiden, will er Chef eines internationalen Sportverbandes oder Bürgermeister einer Kleinstadt sein. Der Blick durch die 'französische Brille' reicht nicht. Er muss unparteiisch sein", bemängelte Brailsford. Er möchte die Diskussion "nicht personalisieren", antwortete Lappartient in der "L'Équipe".

Video zum Thema
TdF 2018 - 4. Etappe- 10.07., 22:00 Uhr
Greipel im Zielsprint geschlagen - Gavirias zweiter Streich
Die vierte Etappe bei der Tour de France war geprägt von Stürzen und hätte so fast einen Überraschungssieger hervorgebracht. Am Ende gewann Fernando Gaviria seine zweite Etappe und verwies Peter Sagan und Andre Greipel auf die Plätze.
Alle Videos in der ÜbersichtAlle Videos per RSS

Statistik

4. Etappe, Massensprint, La Baule - Sarzeau: 1. Fernando Gaviria (Kolumbien/Quick-Step Floors) 4:25:01 Stunden, 2. Peter Sagan (Slowakei/Bora-hansgrohe), 3. Andre Greipel (Rostock/Lotto-Soudal), 4. Dylan Groenewegen (Niederlande/Lotto NL-Jumbo), 5. Marcel Kittel (Arnstadt/Katusha-Alpecin), 6. Andrea Pasqualon (Italien/Wanty-Groupe Gobert), 7. Alexander Kristoff (Norwegen/UAE Team Emirates), 8. John Degenkolb (Gera/Trek-Segafredo), 9. Dion Smith (Australien/Wanty-Groupe Gobert), 10. Timothy Dupont (Belgien/Wanty-Groupe Gobert), 11. Arnaud Demare (Frankreich/Groupama-FDJ), 12. Lilian Calmejane, 13. Thomas Boudat (beide Frankreich/beide Direct Energie), 14. Warren Barguil (Frankreich/Team Fortuneo- Samsic), 15. Julian Alaphilippe (Frankreich/Quick-Step Floors) alle gleiche Zeit, ... 17. Rick Zabel (Unna/Katusha-Alpecin), 56. Marcus Burghardt (Zschopau/Bora-hansgrohe), 73. Paul Martens (Rostock/LottoNL-Jumbo), 75. Simon Geschke (Berlin/Sunweb), 87. Tony Martin (Cottbus/Katusha-Alpecin), 106. Nils Politt (Köln/Katusha-Alpecin), 119. Marcel Sieberg (Castrop-Rauxel/Lotto-Soudal) 0:54 Minuten zurück

Gesamtwertung nach 4 von 21 Etappen: 1. Greg Van Avermaet (Belgien/BMC Racing) 13:33:56 Stunden, 2. Tejay Van Garderen (USA/BMC Racing) gleiche Zeit, 3. Geraint Thomas (Großbritannien/(Sky) 0:03 Minuten zurück, 4. Philippe Gilbert (Belgien/Quick-Step Floors) 0:05, 5. Julian Alaphilippe (Frankreich/Quick-Step Floors), 6. Bob Jungels (Luxemburg/Quick-Step Floors) beide 0:07, 7. Tom Dumoulin (Niederlande/Sunweb) 0:11, 8. Sören Kragh Andersen (Dänemark/Sunweb), 9. Michael Matthews (Australien/Sunweb) alle 0:11, 10. Rigoberto Uran (Kolumbien/EF Education First-Drapac) 0:35, 11. Rafal Majka (Polen/Bora-hansgrohe), 12. Daniel Oss (Italien/Bora-hansgrohe) beide 0:50, 13. Jakob Fuglsang (Dänemark/Astana), 14. Richie Porte (Australien/BMC Racing) beide 0:51, 15. Alejandro Valverde (Spanien/Movistar) 0:53, ... 23. Degenkolb 1:16, 31. Geschke 1:33, 60. Martens 2:33, 82. Burghardt 3:58, 86. Zabel 4:13, 101. Politt 4:54, 102. Greipel 4:58, 108. Arndt 5:37, 112. Sieberg 5:56, 122. Martin 6:54, 131. Kittel 8:11

dpa

105. Tour de France
Alpe d'Huez, Tourmalet & Co: Tour-Etappen im Profil
Alle 21 Tour-Etappen im Profil
Alle 21 Tour-Etappen im Profil

Vom 7. bis 28. Juli findet die 105. Tour de France statt. Die 3351 Kilometer, die vor den Fahrern zwischen Noirmoutier und Paris liegen, verteilen sich auf acht Flachetappen, je ein Zeitfahren und ein Teamzeitfahren, fünf hügelige sowie acht Bergetappen. Insgesamt 26 Pässe und Anstiege gilt es zu erklimmen, darunter so berühmte wie Alpe d'Huez sowie den Tourmalet. Alle Etappen im Profil...
© A.S.O.

vorheriges Bild nächstes Bild
 

Community

Die aktuellsten Forenbeiträge
Deutschland:Rußland von: goesgoesnot - 15.11.18, 03:11 - 29 mal gelesen
Re: Schweiz verliert gegen Katar von: goesgoesnot - 15.11.18, 02:34 - 41 mal gelesen
Re (2): OT oder Nicht-OT ? Fußball und Karneval von: goesgoesnot - 15.11.18, 02:33 - 29 mal gelesen

Schlagzeilen

Facebook

Livescores

  Heim   Gast Erg.
15.11. 01:00 - -:- (-:-)
 
15.11. 13:30 - -:- (-:-)
 
15.11. 14:00 - -:- (-:-)
 
15.11. 14:30 - -:- (-:-)
 
-
Aue
-:- (-:-)
 
15.11. 15:00 - -:- (-:-)
 
15.11. 15:30 - -:- (-:-)
 
15.11. 16:00 - -:- (-:-)
 
- -:- (-:-)
 
15.11. 16:30 - -:- (-:-)
 

kicker

Lesen Sie die aktuelle kicker-Ausgabe vor allen anderen auf Ihrem Tablet oder Smartphone!
noch vor Verkaufsstart verfügbar: Lesen Sie die Montagsausgabe schon Sonntagabend
mit unserem Abo-Service verpassen Sie garantiert keine Ausgabe
bequeme und sichere Bezahlung über Ihren Appstore-Account
mühelos und in Sekunden-
schnelle geladen!
   

TV Programm

Zeit Sender Sendung
07:15 SKYS2 Handball: Velux EHF Champions League
 
07:45 SKYS1 Golf
 
08:00 SKYBU Fußball: Bundesliga
 
08:00 SKYS1 Golf: European Tour
 
08:20 SDTV Newcastle United Jets - Sydney FC
 

DIE GANZE WELT DER KICKER APPS!
Informieren Sie sich über unser vielfältiges App Angebot:
Smart TV Tippspiel kicker MeinVerein Voice & VR eMagazine