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22.04.2018, 17:45

104. Lüttich-Bastogne-Lüttich

Nach Soloritt: Jungels jubelt bei der "Doyenne"

Radprofi Bob Jungels hat am Sonntag mit einem 20 Kilometer-Solo den ältesten Frühjahrs-Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich gewonnen. Als dritter Luxemburger in der 126-jährigen Geschichte des Traditionsrennens siegte der Landesmeister nach 258 Kilometern vor dem Kanadier Michael Woods (+37 Sekunden). Deutsche Fahrer konnten sich nicht in Szene setzen.

Bob Jungels
Bob Jungels jubelt auf der Ziellinie von Lüttich-Bastogne-Lüttich.
© picture allianceZoomansicht

"Ich habe erst geglaubt, dass ich es schaffe, als ich auf der Zielgeraden gesehen habe, dass da keiner mehr hinter mir ist", sagte Jungels im Ziel. Zuletzt hatte sein Landsmann Andy Schleck die "Doyenne" 2009 gewonnen.

Jungels, der am vorletzten von elf klassifizierten Anstiegen aus einer Favoritengruppe angegriffen hatte, feierte seinen bedeutendsten Sieg. Erst in einer dritten Verfolgergruppe fuhren die vorher hoch gehandelten Julian Alaphilippe aus Frankreich und der viermalige Sieger Alejandro Valverde aus Spanien über die Ziellinie im Lütticher Vorort Ans. Deutsche Profis hatten im Finale keine Rolle gespielt.

Durch Jungels konnte sein Team Quick-Step als bisher erfolgreichste Formation den 26. Sieg in dieser Saison feiern. Darunter waren nach dem Triumph vom Sonntag zwei weitere Klassiker-Siege durch den Niederländer Niki Terpstra (Flandern-Rundfahrt) und Alaphilippe (Flèche Wallonne).

Der letzte verbliebene von neun Ausreißern, Jerome Baugnies, war am Sonntag 22,5 Kilometer vor dem Ziel gestellt worden. Die Favoriten-Teams Movistar, Bahrain-Merida und Quickstep hatten aufgeschlossen. Wenige Kilometer später startete Jungels, im Vorjahr Achter des Giro d'Italia, seinen mutigen Soloritt.


Lüttich-Bastogne-Lüttich in Lüttich, (258 km):

1. Bob Jungels (Luxemburg) - Quick-Step 6:24:44 Std.; 2. Michael Woods (Kanada) - Cannondale-Drapac + 37 Sek.; 3. Romain Bardet (Frankreich) - AG2R La Mondiale; 4. Julian Alaphilippe (Frankreich) - Quick-Step + 39; 5. Domenico Pozzovivo (Italien) - Bahrain-Merida; 6. Enrico Gasparotto (Italien) - Bahrain-Merida; 7. Davide Formolo (Italien) - Bora-hansgrohe; 8. Roman Kreuziger (Tschechien) - Mitchelton-Scott; 9. Sergio Henao Montoya (Kolumbien) - Team Sky; 10. Jakob Fuglsang (Dänemark) - Astana

dpa

 

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