Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
10.09.2017, 21:02

72. Vuelta, 21. Etappe, Arroyomolinos-Madrid

Vueltasieg: Froome gleichauf mit Anquetil und Hinault

Chris Froome schafft das Double: Der viermalige Gewinner der Tour de France gewinnt nach etlichen Anläufen erstmals die Vuelta. Er beendet die "Höllenfahrt" als Triumphator und schließt durch seinen Sieg in Madrid zu Radsport-Größen wie Jacques Anquetil und Bernard Hinault auf. Seine Heimatstadt bereitete Alberto Contador einen gebührenden Abschied.

Chris Froome
Chris Froome freut sich über seinen Vuelta-Sieg.
© Getty ImagesZoomansicht

Chris Froome hat sein Trauma Vuelta überwunden. Im sechsten Anlauf und nach drei zweiten Plätzen ist dem 32 Jahre alten Briten der erste Sieg bei der Spanien-Rundfahrt gelungen. "Das sind so viele Emotionen jetzt. Es war eine echte Höllenfahrt zum Schluss. Die gesamten drei Wochen waren hart, fast jeden Tag gab es eine Schlacht im Gesamtklassement", sagte der viermalige Tour-de-France-Sieger, dem als dritten Radprofi nach den Franzosen Jacques Anquetil (1963) und Bernard Hinault (1978) das Double aus Tour- und Vuelta-Sieg gelang.

"Heute habe ich bei jedem Kilometer, den wir dem Ziel näher kamen, den Countdown gezählt", hatte Froome am Samstag als Tagesdritter auf dem Angliru erklärt. Seit der dritten Etappe fuhr der Sky-Kapitän, der sich zwei Tagessiege holte und den scheidenden Altmeister Alberto Contador auf dem Angliru wohl großzügig zu seinem ersten Saisonsieg fahren ließ, im leuchtend Roten Trikot des Spitzenreiters.

Contadors ehemaliger Teamchef Oleg Tinkow ließ nicht nach mit seinen Spitzen gegen den kleinen Spanier. Am Sonntag twitterte der russische Milliardär ganz bissig, der Sieger vom Angliru solle Froome für dessen Großzügigkeit "etwas zahlen". Dabei titulierte er Contador als "billig".

Froome kann sich auf sein Super-Sky-Team verlassen

Zweimal wackelte der in Nairobi geborene Brite in Spanien. Zunächst kam er auf der 12. Etappe nach zwei Stürzen aus dem Rhythmus und verlor Zeit. Auf der 17. Etappe zahlte er beim steilen Anstieg nach Los Machucos den Tribut für seine Anstrengungen beim vorangegangenen Zeitfahren von Lagrono. Aber Froome rückte die Verhältnisse jedes mal postwendend zurecht.

Nicht zuletzt sein Super-Sky-Team, das in Spanien bei der äußerst anspruchsvollen 72. Vuelta genauso souverän wie bei der vorangegangen Tour dominierte, rettete den Kapitän. "Meine Mannschaftskameraden waren einfach unglaublich", meinte Froome und wusste, wem er die Loyalität zu danken hatte. Christian Knees, Wout Poels, Mikel Nieve und Co. zerrissen sich für ihren Chef.

Die erfolgreichste Saison Froomes könnte bei der in einer Woche startenden WM in Bergen in Norwegen noch eine Fortsetzung finden. Der Sky-Kapitän will sein Team beim Mannschaftszeitfahren anführen und danach auch zum Solo-Kampf gegen die Uhr antreten.

Nimmt Froome 2018 auch den Giro ins Visier?

Sein außerordentlicher Erfolg in Spanien könnte der Aufgalopp für eine weitere Rekordjagd sein: Froome plant, den nächsten Giro d'Italia zum ersten Mal auf Sieg zu fahren. Dann läge womöglich ein unglaubliches Triple in der Luft: Tour, Vuelta, Giro. Aber eine solche Entscheidung birgt natürlich ein großes Risiko für den Versuch, die nach dem Giro folgende Frankreich-Rundfahrt 2018 zum fünften Mal zu gewinnen.

Leicht möglich, dass dieser Marathon selbst für einen außerordentlichen 67-Kilogramm-Athleten wie Froome zu viel des Guten wäre, auch wenn die Tour wegen der Fußball-WM im kommenden Jahr erst am 7. Juli beginnt und die Erholungspause nach dem Giro länger wäre. Froome steht in den nächsten Monaten vor schwerwiegenden Entscheidungen.


Video zum Thema
Highlight-Video Vuelta by A.S.O.- 11.09., 10:09 Uhr
Ständchen für Contador und das Double für Froome
Die 72. Vuelta ist Geschichte und Chris Froome hat sie erstmals gewonnen. Nach dem Sieg bei der Tour de France feierte er in Spanien somit das Double. Den letzten Tagessieg holte sich Matteo Trentin. Gefeiert wurde aber vor allem Alberto Contador, der zu seinem Karriereende sogar ein Ständchen von seinen Teamkollegen bekam.
Alle Videos in der ÜbersichtAlle Videos per RSS

21. Etappe Arroyomolinos - Madrid (101,9 km):

1. Matteo Trentin (Italien) - Quick-Step 3:06:25 Std.; 2. Lorrenzo Manzin (Frankreich) - FDJ Cycling Team + 0 Sek.; 3. Sören Kragh Andersen (Dänemark) - Team Sunweb; 4. Tom Van Asbroeck (Belgien) - Cannondale-Drapac; 5. Ivan Garcia Cortina (Spanien) - Bahrain-Merida; 6. Magnus Cort Nielsen (Dänemark) - Orica-Scott; 7. Kenneth Van Bilsen (Belgien) - Solutions Credits; 8. Sacha Modolo (Italien) - UAE Team Emirates; 9. Michael Schwarzmann (Kempten) - Bora-hansgrohe; 10. Daniel Hoelgaard (Norwegen) - FDJ Cycling Team; ... 94. Andreas Schillinger (Amberg) - Bora-hansgrohe + 37; 127. Christian Knees (Rheinbach) - Team Sky + 1:05 Min.; 135. Johannes Fröhlinger (Freiburg/Schweiz) - Team Sunweb + 1:22; 142. Christoph Pfingsten (Stahnsdorf) - Bora-hansgrohe + 1:36; 144. Emanuel Buchmann (Ravensburg) - Bora-hansgrohe

Gesamtwertung, Endstand:

1. Christopher Froome (Großbritannien) - Team Sky 82:30:02 Std.; 2. Vincenzo Nibali (Italien) - Bahrain-Merida + 2:15 Min.; 3. Ilnur Sakarin (Russland) - Katusha-Alpecin + 2:51; 4. Wilco Kelderman (Niederlande) - Team Sunweb + 3:15; 5. Alberto Contador (Spanien) - Trek - Segafredo + 3:18; 6. Wout Poels (Niederlande) - Team Sky + 6:59; 7. Michael Woods (Kanada) - Cannondale-Drapac + 8:27; 8. Miguel Angel Lopez Moreno (Kolumbien) - Astana + 9:13; 9. Steven Kruijswijk (Niederlande) - Lotto NL-Jumbo + 11:18; 10. Tejay Van Garderen (USA) - BMC Racing Team + 15:50; ... 65. Emanuel Buchmann (Ravensburg) - Bora-hansgrohe + 2:57:29 Std.; 120. Johannes Fröhlinger (Freiburg/Schweiz) - Team Sunweb + 4:08:43; 124. Christian Knees (Rheinbach) - Team Sky + 4:13:46; 142. Christoph Pfingsten (Stahnsdorf) - Bora-hansgrohe + 4:41:29; 144. Andreas Schillinger (Amberg) - Bora-hansgrohe + 4:44:03; 154. Michael Schwarzmann (Kempten) - Bora-hansgrohe + 4:57:10

jer

Spanier beendet seine Karriere
Glorreiche Sieben: El Pistolero Contador sagt "Adios"
Alberto Contador gehört mit sieben großen Rundfahrtsiegen zu den erfolgreichsten Radsportlern überhaupt. Über seiner Karriere liegt aber auch ein Schatten - wie bei so vielen Fahrern seiner Generation. Mit dem Ende der Vuelta tritt der 34-Jährige zurück.
Adios

Alberto Contador gehört mit sieben großen Rundfahrtsiegen zu den erfolgreichsten Radsportlern überhaupt. Über seiner Karriere liegt aber auch ein Schatten - wie bei so vielen Fahrern seiner Generation. Mit dem Ende der Vuelta tritt der 34-Jährige zurück. Seine größten Siege und ein Skandal...
© picture alliance

vorheriges Bild nächstes Bild
 

Community

Die aktuellsten Forenbeiträge
Re: schiedsrichter nullnummer von: Fomori - 23.09.17, 16:49 - 1 mal gelesen
Re: Jetzt muss Dortmund einfach Meister werden von: ralfderhamster - 23.09.17, 16:37 - 26 mal gelesen
Re: Hallo Jochen, hallo Micha, von: ralfderhamster - 23.09.17, 16:33 - 8 mal gelesen

Schlagzeilen

Facebook

Livescores Live

kicker-sportmagazin

Lesen Sie die aktuelle kicker-Ausgabe vor allen anderen auf Ihrem Tablet oder Smartphone!
noch vor Verkaufsstart verfügbar: Lesen Sie die Montagsausgabe schon Sonntagabend
mit unserem Abo-Service verpassen Sie garantiert keine Ausgabe
bequeme und sichere Bezahlung über Ihren Appstore-Account
mühelos und in Sekunden-
schnelle geladen!
   

TV Programm

Zeit Sender Sendung
17:00 EURO Snooker
 
17:15 BR3 Blickpunkt Sport
 
17:20 SKYS2 Handball: Velux EHF Champions League
 
17:30 SP1 Motorsport - Audi Sport TT Cup
 
17:30 SKYBU Live Fußball: Bundesliga
 

DIE GANZE WELT DER KICKER APPS!
Informieren Sie sich über unser vielfältiges App Angebot:
Smart TV Tippspiel eMagazine kicker MeinVerein FußballQuiz GloryRun