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23.04.2017, 18:40

Letzter Frühjahres-Klassiker gedenkt Michele Scarponi

Valverde gewinnt auch Lüttich-Bastogne-Lüttich

Alejandro Valverde bleibt der König der Ardennen. Nur wenige Tage nach seinem Sieg beim Fleche Wallonne gewann der Spanier mit Lüttich-Bastogne-Lüttich den letzten Frühjahres-Klassiker. Mit seinem vierten Sieg bei dem "Monument" hat er nur noch die belgische Radsport-Legende Eddy Merckx vor sich. Vor dem Start wurde des tödlich verunglückten Michele Scarponi gedacht.

Team Astana
Das Team Astana mit Trauerflor für den tödlich verunglückten Michele Scarponi.
© imago

Der älteste Frühjahrs-Klassiker begann in Lüttich mit einer Gedenkminute für den am Samstag bei einer Trainingsfahrt tödlich verunglückten Michele Scarponi. Scarponis Mannschaft Astana trug einen Trauerflor und startete komplett aus der ersten Reihe. "Das Leben ist so ungerecht. Einen Tag bist du da, am nächsten Tag ist alles vorbei", sagte Topfavorit Alessandro Valverde (Movistar) aus Spanien vor dem Start in Lüttich. Der Spanier kündigte noch vor dem Start an, im Falle seines Sieges das Preisgeld komplett der Familie Scarponi zu spenden.

Als es dann losging, befand sich mit Paul Martens (LottoNL-Jumbo) nur ein deutscher Fahrer im Peloton der 103. Ausgabe von "La Doyenne". Eigentlich sollte auch Simon Geschke am Start sein, doch am Samstag bekam der Berliner von seinem Team Sunweb eine Pause verordnet: "Nach einer intensiven Renn- und Trainingsphase haben wir beschlossen, Simon bei Lüttich-Bastogne-Lüttich nicht starten zu lassen", wird der Teammediziner Anko Boelens auf der Team-Website zitiert: "Tests haben gezeigt, dass es für ihn am besten ist, sich auszuruhen, um für die kommenden Rennen frisch zu sein."

Für Geschke wurde kurzfristig Sören Kragh Andersen nominiert, doch der Däne war nicht unter den acht Ausreißern, die sich bereits nach wenigen Kilometern auf die Flucht machten. Die Gruppe arbeitete gut zusammen und konnte bei kühlen, aber nicht allzu schlechten Bedingungen ihren Vorsprung schnell vergrößern. Maximal lagen die acht Führenden über 13 Minuten vor dem Hauptfeld, meistens aber hielt das Peloton den Rückstand bei rund zehn Minuten.

Alejandro Valverde
Alejandro Valverde steht zum vierten Mal bei Lüttich-Bastogne-Lüttich ganz oben.
© picture allianceZoomansicht

An dieser Rennsituation änderte sich eigentlich längere Zeit nichts, bis die letzten knapp 100 Kilometer mit den meisten Anstiegen anstanden. Mit der Cote de Pont wurde dann die heiße Rennphase eingeläutet. Der Vorsprung der Spitzengruppe begann nun kontinuierlich zu sinken, das Feld zersplitterte immer mehr. Am letzten Anstieg, der Cote de Saint-Nicolas, waren dann nahezu alle Favoriten vorne zu finden, Davide Formolo (Cannondale-Drapac) probierte einen letzten verzweifelten Versuch, die 103. Ausgabe von Lüttich-Bastogne-Lüttich im Alleingang zu gewinnen. Doch auf der ansteigenden Zielgeraden spielte Valverde seine Erfahrung und seine derzeit überragende Form aus und siegte in 6:24,27 Stunden vor dem Iren Daniel Martin (Quick Step-Floors) und dem polnischen Ex-Weltmeister Michal Kwiatkowski (Sky). Martens kam mit einem Rückstand von knapp acht Minuten auf Rang 101 ins Ziel.

Valverde bleibt damit der König der Ardennen und der beste Fahrer des Frühjahrs. Der Spanier hat nun bereits zehn Saisonsiege vorzuweisen, darunter die Triumphe bei der Baskenland- und Katalonien-Rundfahrt sowie den Sieg beim Fleche Wallonne unter der Woche. Nun steht er zum vierten Mal bei Lüttich-Bastogne-Lüttich ganz oben und schloss damit zum Italiener Moreno Argentin auf. In der Siegerliste liegt nun nur noch der legendäre Eddy Merckx vor ihm, der Belgier gewann fünfmal in Lüttich.


Lüttich-Bastogne-Lüttich in Lüttich (258 km):

1. Alejandro Valverde Belmonte (Spanien) - Movistar 6:24:27 Std.; 2. Daniel Martin (Irland) - Quick-Step + 0 Sek.; 3. Michal Kwiatkowski (Polen) - Sky + 3; 4. Michael Matthews (Australien) - Team Sunweb; 5. Jon Izaguirre Insausti (Spanien) - Bahrain-Merida; 6. Romain Bardet (Frankreich) - Ag2R; 7. Michael Albasini (Schweiz) - Orica-Scott; 8. Adam Yates (Großbritannien) - Orica-Scott + 7; 9. Michael Woods (Kanada) - Cannondale-Drapac Pro Cycling Team; 10. Rafal Majka (Polen) - Bora-hansgrohe ... 101. Paul Martens (Lanaken/Belgien) - Lotto NL-Jumbo + 7:40 Min.

jer

Video zum Thema
Highlight- Video- 24.04., 10:15 Uhr
Tränen der Trauer vor Valverdes Triumph
Der letzte große Frühjahrs-Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich begann mit einer Schweigeminute für den am Wochenende tödlich verunglückten Michele Scarponi. Scarponis Astana-Mannschaft startete aus der ersten Reihe, alle Teamkollegen trugen einen Trauerflor, einige hatten Tränen in den Augen. Alejandro Valverdes vierter Sieg bei dem Traditionsrennen rückte so fast in den Hintergrund.
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