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21.04.2017, 12:13

Vorschau zu Lüttich-Bastogne-Lüttich

Geschke: "Es hat etwas Magisches"

Ein Monument des Radsports, respektvoll Die Älteste genannt, blickt am Sonntag auf 125 Jahre Geschichte zurück. Lüttich-Bastogne-Lüttich ist der älteste noch ausgetragene Klassiker im Radsportkalender. Neben der Historie wird das Rennen stets mit einem weiteren Superlativ beschrieben - das härteste Eintagesrennen der Saison. 258 Kilometer mit typischem Ardennen-Profil bringen den Profis so viele Höhenmeter, wie sonst eine Bergetappe der Tour de France.

Alejandro Valverde
Dreifachsieger von Lüttich-Bastogne-Lüttich: Alejandro Valverde (re.) hat genügend Standvermögen.
© picture allianceZoomansicht

Legt man die aktuelle Form und seinen souveränen Sieg beim Flèche Wallonne zugrunde, ist Alejandro Valverde (Movistar Team) der Top-Favorit auf den Gewinn der La Doyenne. Der Dreifachsieger von Lüttich-Bastogne-Lüttich wird sich unter anderem gegen Dan Martin (Quick-Step Floors) behaupten müssen. Der Gewinner von 2013 hat am Mittwoch mit dem zweiten Platz beim Flèche Wallonne seine aktuelle Form bewiesen.

Auch das Team Sky lieferte bisher starke Auftritte in der Ardennen-Woche. Rang zwei für Michal Kwiatkowski beim Amstel Gold Race und der vierte Platz für Sergio Henao beim Flèche Wallonne unterstreichen die Ambitionen der Mannschaft für den Abschluss der Ardennen-Triologie.

Das Rennen startet wie gewohnt in Lüttich und führt die Fahrer zunächst über knapp 100 Kilometer südlich nach Bastogne zum Wendepunkt des Rennens. Acht der zehn berüchtigten Ardennen-Anstiege sind auf den finalen 90 Kilometern eng getaktet. Die legendäre Côte de la Redoute, ein Anstieg über zwei Kilometer mit bis zu 17% Steigung, und der anschließende Falkenfelsen (Côte de La Roche-aux-Faucons) können der Auftakt für vorentscheidende Angriffe sein. Kurz vor dem Ziel müssen noch die Côte de Saint-Nicolas und der Schlussanstieg im Lütticher Vorort Ans absolviert werden.

Geschke fasziniert die lange Tradition

Simon Geschke
Ein Fan der Ardennen-Woche: Simon Geschke.
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Nach aktuellem Stand werden sich in diesem Jahr nur drei deutsche Fahrer der Herausforderung des härtesten Klassikers stellen. Damit startet am Sonntag das kleinste deutsche Kontingent seit 20 Jahren. Simon Geschke ist einer der Profis, die die deutsche Flagge bei Lüttich-Bastogne-Lüttich hochhalten. Für den 31-jährigen aus dem Team Sunweb, der einmal mehr die gesamte Ardennen-Woche aus Amstel Gold Race, Flèche Wallonne und Lüttich-Bastogne-Lüttich fährt, hat das Rennen eine ganz besondere Bedeutung: "Die Faszination liegt darin, dass es eines der ältesten Rennen mit einer sehr langen Tradition ist. Es hat etwas Magisches. Diese Rennen haben es mir angetan. Roubaix und Flandern finde ich auch schön, aber die liegen mir als Fahrertyp nicht so. Da kommt mir die Ardennen-Woche schon eher entgegen. Ich habe hier in der Vergangenheit immer gute Rennen gezeigt und deswegen freue ich mich jedes Jahr darauf."

Wie für Simon Geschke gehören die Ardennen-Klassiker auch fest in das Programm von Paul Martens (Team LottoNL-Jumbo). Seit 2009 steht er ununterbrochen in den Startlisten und sorgte im Jahr 2011 mit einem 13. Platz für das beste deutsche Ergebnis der letzten Jahre. U-23-Zeitfahrweltmeister Marco Mathis ist von seinem Team Katusha-Alpecin ebenfalls für alle drei Ardennen-Klassiker nominiert worden und kann gleich in seiner ersten Profi-Saison wertvolle Erfahrungen auf diesem anspruchsvollen Terrain sammeln.

Im Gegensatz zum letzten Jahr, als Kälte und Schnee die Fahrt durch die Ardennen zusätzlich erschwerten, dürften die Wetterbedingungen bei der 103. Ausgabe kein Hindernis darstellen: 10 Grad und kein Niederschlag verspricht die Prognose. Wenn auch nicht von der Streckenführung, bietet Lüttich am Sonntag bereits vom Namen einen kleinen Vorgeschmack auf den Juli. Dann wird die zweite Etappe der Tour de France von Düsseldorf in das Zentrum des wallonischen Teils von Belgien führen.

ASO

Video zum Thema
Vorschau zum Klassiker- 21.04., 10:00 Uhr
Berg- und Talfahrt durch die Ardennen
Lüttich-Bastogne-Lüttich ist der älteste noch ausgetragene Klassiker im Radsportkalender. Neben der Historie wird das Rennen stets mit einem weiteren Superlativ beschrieben - das härteste Eintagesrennen der Saison. Warum? Auf 258 Kilometern kommen Höhenmeter satt zusammen.
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