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13.03.2016, 17:15

74. Paris-Nizza: Wellens gewinnt an der Cote d'Azur

Thomas wehrt Contadors Angriffe ab

Der Waliser Geraint Thomas hat zum ersten Mal die Rad-Fernfahrt Paris-Nizza gewonnen. Der Finaltag am Sonntag entwickelte sich zum wahren Krimi: Thomas rettete in der Endabrechnung vier Sekunden vor Alberto Contador, der großen Kampfgeist zeigte. Allerdings schnappte dann der Belgier Tim Wellens mit seinem Tagessieg dem Spanier wertvolle Bonussekunden weg.

Alberto Contador und Geraint Thomas
Fairer Zweiter: Alberto Contador (li.) gratuliert dem Gesamtsieger Geraint Thomas.
© picture allianceZoomansicht

Alberto Contador hat mit großem Offensivgeist alles versucht - doch der Spanier konnte dem Briten Geraint Thomas das Gelbe Trikot nicht mehr abnehmen. Der Radprofi des britischen Elite-Teams Sky sicherte sich am Sonntag nach großem Kampf zum ersten Mal in seiner Karriere den Gesamtsieg bei der traditionellen Fernfahrt Paris-Nizza.

Thomas hatte sich durch Platz zwei hinter dem Russen Ilnur Zakarin am Samstag im Ziel der Königsetappe das Gelbe Trikot vom Australier Michael Matthews geholt. Im Finale am Sonntag auf den letzten 134 Kilometern rund um Nizza, die es mit zwei happigen Steigungen noch einmal in sich hatten, verteidigte der Waliser seine Spitzenposition nur hauchdünn mit vier Sekunden vor dem kampfstarken Contador.

Der zweimalige Tour-de-France-Gewinner, der Paris-Nizza 2007 und 2010 gewann, hatte vor der ersten Steigung zum ersten Mal attackiert und zeitweise fast zwei Minuten Vorsprung auf Thomas herausgefahren. Doch der Brite blieb cool und hatte den Rückstand 28 Kilometer vor dem Ziel mit Hilfe seiner Team-Kollegen egalisiert. Doch dann trat Contador noch einmal an und Thomas hatte Schwierigkeiten zu folgen.

Die letzten 20 Kilometer hinunter vom Col d'Èze nach Nizza wurden zum Krimi. Als Tagessieger wäre er mit Thomas dank der Sekunden-Bonifikation gleichauf gewesen. Als Zweiter hinter dem Belgier Tim Wellens fehlten dem zierlichen Spanier, der wahrscheinlich seine letzte Saison bestreitet, aber die entscheidenden Sekunden. Thomas war nach dem Finale auf der prachtvollen Proménade des Anglais so erschöpft, dass er sich zunächst gar nicht richtig freuen konnte.

Die beste Platzierung eines deutschen Profis war Rang drei von Topsprinter André Greipel auf der vierten Etappe. Danach musste der zweimalige Deutsche Meister mit Rippenschmerzen allerdings aussteigen.


7. Etappe, Nizza - Nizza (141 km):

1. Tim Wellens (Belgien) - Lotto Soudal 3:16:09 Std.; 2. Alberto Contador (Spanien) - Tinkoff; 3. Richie Porte (Australien) - BMC Racing Team beide gleiche Zeit; 4. Tony Gallopin (Frankreich) - Lotto Soudal + 0:05 Min.; 5. Simon Yates (Großbritannien) - Orica GreenEdge; 6. Arnold Jeannesson (Frankreich) - Cofidis beide gleiche Zeit; ... 35. Simon Geschke (Kelmis/Belgien) - Team Giant-Alpecin + 1:34; 109. Marcus Burghardt (Steinmaur/Schweiz) - BMC Racing Team + 16:41; 111. Paul Martens (Lanaken/Belgien) - Team Lotto NL-Jumbo gleiche Zeit; Marcel Kittel (Erfurt) - Etixx-Quick Step ausgeschieden

Endstand nach 6 Etappen:

1. Geraint Thomas (Großbritannien) - Team Sky 27:26:40 Std.; 2. Alberto Contador (Spanien) - Tinkoff + 0:04 Min.; 3. Richie Porte (Australien) - BMC Racing Team + 0:12; 4. Ilnur Sakarin (Russland) - Team Katusha + 0:20; 5. Jon Izaguirre (Spanien) - Movistar Team + 0:37; 6. Sergio Henao (Kolumbien) - Team Sky + 0:44; ... 23. Simon Geschke (Kelmis/Belgien) - Team Giant-Alpecin + 9:56; 64. Marcus Burghardt (Steinmaur/Schweiz) - BMC Racing Team + 38:17; 107. Paul Martens (Lanaken/Belgien) - Team Lotto NL-Jumbo + 1:04:09 Std.

dpa

Paris - Nizza: 3. Etappe abgebrochen
"Rennen zur Sonne" endet im Schnee
Wegen schlechter Witterungsbedingungen ist die dritte Etappe von Paris-Nizza abgebrochen worden. Die Sicherheit der Radprofis sei wegen des Schneefalls nicht mehr gewährleistet, begründeten die Veranstalter am Mittwoch. Zunächst hatten die Organisatoren das Rennen rund 90 Kilometer nach dem Start in Cusset lediglich unterbrochen, um es an einem späteren Teil der insgesamt 168 Kilometer langen Strecke fortzusetzen. Dann entschieden sie sich jedoch für den Abbruch.
"Rennen zur Sonne" endet im Schnee

Wegen schlechter Witterungsbedingungen ist die dritte Etappe von Paris-Nizza - auch gern als "Rennen zur Sonne" tituliert - abgebrochen worden. Die Sicherheit der Radprofis sei wegen des Schneefalls nicht mehr gewährleistet, begründeten die Veranstalter am Mittwoch. Zunächst hatten die Organisatoren das Rennen rund 90 Kilometer nach dem Start in Cusset lediglich unterbrochen, um es an einem späteren Teil der insgesamt 168 Kilometer langen Strecke fortzusetzen. Dann entschieden sie sich jedoch für den Abbruch.
© imago / Getty Images

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