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06.03.2016, 17:52

Bahnrad-WM: Vogel fährt auf Platz drei

Eilers krönt sich zum Weltmeister

Welch ein furioser Schlussakt bei der Bahn-WM in London. Joachim Eilers holt sich Gold im Keirin, Kristina Vogel Bronze im Sprint. Olympia kann kommen, auch für den BDR. Die deutsche Mannschaft gewann bei der letzten Standortbestimmung vor Rio acht Medaillen.

Er fuhr eine furiose WM: Joachim Eilers.
Er fuhr eine furiose WM: Joachim Eilers.
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Mit bangem Blick schaute Joachim Eilers auf die Anzeigetafel, dann gab es für den Kraftprotz kein Halten mehr. Der gebürtige Kölner ballte die Fäuste, schnappte sich die Deutschland-Fahne und hievte anschließend seine Rennmaschine in die Luft. Mit dem WM-Triumph im hochdramatischen Kampfsprint Keirin sorgte das Kraftpaket für den furiosen Schlussakt am Sonntag bei den Bahnrad-Weltmeisterschaften in London. "Ich habe zwei Weltcups gewonnen, jetzt zwei WM-Titel. Das ist unglaublich", sagte Eilers.

Auch die entthronte Sprint-Weltmeisterin Kristina Vogel konnte Minuten später nach Bronze in der Königsdisziplin wieder lachen. Mit den Medaillen Nummer sieben und acht bescherten die Sprinter dem deutschen Team einen Riesenschub in Richtung Olympia 2016. "Ich habe mich im letzten Jahr weiterentwickelt und gezeigt, dass mit mir zu rechnen ist", sagte Eilers, der die positive Überraschung im deutschen WM-Team war. Schon im Teamsprint hatte er mit einer starken Leistung Bronze gerettet und anschließend Gold im nichtolympischen 1000-Meter-Zeitfahren gewonnen. "Ich freue mich auf Olympia. Hier sind so viele starke Fahrer, die alle gewinnen können. Ich kann es nicht fassen", sagte er.

"Seine starken Leistungen haben sich bereits im Weltcup angekündigt. Er ist das ganze Jahr über stark gefahren", sagte Udo Sprenger, Vizepräsident des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR). Eilers siegte mit der Winzigkeit von wenigen Zentimetern vor dem Neuseeländer Edward Dawkins und Azizulhasni Awang aus Malaysia. Erst das Zielfoto gab die Gewissheit. Ex-Weltmeister Maximilian Levy aus Cottbus fuhr im Finale auf den vierten Platz. Für den Olympia-Zweiten stand im Finale viel auf dem Spiel. Im Teamsprint ist er momentan außen vor. Seine Olympia-Teilnahme ist fraglich, mit seiner starken Leistung im Keirin hat er sich aber wieder in Erinnerung gebracht.

Vogel verpasst achten WM-Titel nur knapp

Im Rausch der Geschwindigkeit: Kristina Vogel (re.).
Im Rausch der Geschwindigkeit: Kristina Vogel (re.).
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Vogel fuhr dagegen an ihrem insgesamt achten WM-Titel hauchdünn vorbei. Die Olympiasiegerin verlor im Sprint-Halbfinale nach zwei knappen Läufen gegen die Chinesin Tianshi Zhong, die auch das chinesische Finale gegen Lin Junhong gewann. Im kleinen Finale hielt Vogel dagegen Rekord-Weltmeisterin Anna Meares klar auf Distanz und holte wie Eilers nach Gold im Keirin und Bronze im Teamsprint ihr drittes Edelmetall in London.

Auch wenn die ehrgeizige Powerfrau ihre Titelsammlung nicht weiter ausbauen konnte, hat sie sich bereits fünf Monate vor Olympia für drei mögliche Medaillen in Position gebracht. "Unglaublich, was sie leistet. Sie ist noch jung und kann auf Jahre hinweg unser Aushängeschild sein", schwärmte BDR-Vizepräsident Sprenger.

Gute Aussichten für Rio de Janeiro

Angeführt von Vogel und Eilers darf der BDR auf reichlich Edelmetall in Rio hoffen und könnte die Zielvorgabe (4 bis 6 Medaillen) sogar übertreffen. In fünf der sechs olympischen Disziplinen gab es in London Medaillen. Dazu kommt noch Roger Kluge als WM-Zweiter im Omnium. Der Berliner gehörte am Samstag zu den Protagonisten, als im Sechskampf am Ende drei Fahrer mit 191 Punkten gleichauf lagen. "Für Rio habe ich noch eine Rechnung offen", kündigte Kluge an.

Der deutsche Bahnrad-Vierer muss sich dagegen steigern, um ein Medaillenkandidat für Rio zu sein. Platz sechs lag im anvisierten Bereich, Zeiten über der Vier-Minuten-Marke aber nicht. Insgesamt hat sich der BDR in allen zehn Disziplinen für Olympia qualifiziert, auch Anna Knauer schaffte im Omnium der Frauen das Olympia-Ticket. "Wir haben uns nochmal deutlich verbessert, vor allem in den olympischen Disziplinen. Für Rio sieht es sehr gut aus", sagte Sprenger.

Auch im Vergleich zu den Briten ist die Lücke nicht mehr so groß. Die einstige Übermacht ist wieder in Schlagdistanz, trotz des WM-Comebacks der beiden Superstars Bradley Wiggins und Mark Cavendish. Ex-Tour-de-France-Sieger Wiggins musste sich im Vierer (noch) mit Silber begnügen.

dpa

06.03.16
 

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