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20.05.2015, 09:35

Kolumne des Radsport-Stars

John Degenkolb: "Ein traumhaftes Jahr"

Keine Zweifel, John Degenkolb erlebt gerade den Höhepunkt seiner Karriere. Der frischgebackene Vater triumphierte gleich bei zwei Frühjahrsklassikern und schrieb damit Radsportgeschichte. Doch satt ist der 26-Jährige deswegen noch lange nicht. Denn der WM-Kurs kommt ihm entgegen und mit der Tour de France hat er ohnehin noch eine Rechnung offen. In der kicker-Kolumne blickt John Degenkolb auf seine tollen Erfolge 2015 zurück und nimmt den zweiten Teil der Saison ins Visier.


Kolumne von John Degenkolb


Vaterglück: Für John Degenkolb hätte das Jahr nicht besser starten können.
Vaterglück: Für John Degenkolb hätte das Jahr nicht besser starten können.
© imagoZoomansicht

"Traumhaft - dieser Begriff schießt mir durch den Kopf, wenn ich an meine erste Saisonhälfte denke. Mehr noch, 2015 ist bislang mein Jahr schlechthin gewesen. Natürlich wegen meiner Siege bei den so genannten Radsport-Monumenten Mailand-San Remo und Paris-Roubaix, aber in erster Linie wegen der Geburt meines Sohns Leo Robert am 2. Januar, das einschneidendste Ereignis meines Lebens. Besser hätte das Jahr nicht beginnen können. Und fünf Tage später fiel dann auch noch mein 26. Geburtstag mit der offiziellen Team-Präsentation in Berlin zusammen, die wiederum gerade für uns deutsche Fahrer im Team eine ganz spezielle war. Lange hatten wir gehofft und auch dafür gekämpft, dass der Sport, den wir alle so lieben, in unserer Heimat in der Öffentlichkeit wieder eine faire Chance bekommt. So sehr er sein Negativ-Image selbst verschuldet hatte, so sehr hat er sich in den vergangenen Jahren gewandelt. Wäre dem nicht so, das Bielefelder Unternehmen Alpecin wäre nie als Hauptsponsor eingestiegen. So aber markiert jener 7. Januar einen Wendepunkt im deutschen Radsport, nach fünf Jahren ist er wieder mit einer Mannschaft in der höchsten Liga, der World Tour, vertreten. Uns alle im Team überraschte damals dennoch, wie groß der Medien-Andrang in der Französischen Botschaft in Berlin war - ein Beleg dafür, dass der deutsche Radsport seine Talsohle durchschritten hat.

John Degenkolbs traumhafter Aufstieg
Vuelta, Giro, Monumente und ein Traum
Steiler Aufstieg

John Degenkolb ließ schon in seinen jungen Jahren wenig Zweifel über sein großes Potenzial zu. Mittlerweile gehört er zu den Stars der Szene. Der große Durchbruch gelang mit Seriensiegen bei der Vuelta. Es folgte weitere Triumphe beim Giro und in diesem Jahr dominierte er die Monumente im Frühjahr. Doch ein Traum blieb bisher unerfüllt.
© imago/picture alliance

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Mit Schutzblech und ohne Virus durch den Winter

Apropos Beleg: Erst die Geburt meines Sohnes, kurz darauf dieser spezielle Geburtstag - wenn das mal keine Vorzeichen für eine richtig gute Saison sind, dachte ich mir damals in Berlin. Nun muss man wissen, dass ich abergläubisch bin, sehr sogar. Deswegen habe ich auf das Oberrohr meines Rads auch ein Bild vom Fußabdruck meines Sohns aufgeklebt - somit war er als Schutzengel und als Motivator dabei, als ich die zwei größten Triumphe meiner Karriere einfuhr. Möglich waren beide nur, weil alles passte. An den jeweiligen Renntagen, aber auch in den Tagen davor und dazwischen. Mein Training konnte ich wie geplant abspulen, was keine Selbstverständlichkeit ist. Ein großer Feind eines jeden Rennfahrers ist ein Virus, und der lauert gerade zu jener Jahreszeit quasi an jeder Ecke. Mein Freund und Kollege Marcel Kittel kann ein Lied davon singen: Er hat sich einen Infekt eingefangen, was ihm bislang leider einen dicken Strich durch seine Saisonpläne gemacht hat. Davon blieb ich zum Glück komplett verschont, obwohl ich im Winter ungewöhnlich viele Trainingskilometer in meiner Heimat Frankfurt abspulte und nicht wie sonst zu dieser Zeit üblich in wärmeren Gefilden. Als frischgebackener Vater wollte ich möglichst viel Zeit bei meiner Familie verbringen, unser Radhersteller Giant hatte mir extra dafür ein Rad mit Schutzblechen zukommen lassen. Und auch das Sturzpech machte einen großen Bogen um mich, klammert man einmal das Eintagesrennen E3 Prijs aus. Da musste ich zwar unfreiwillig und abrupt aus dem Sattel steigen, kam aber mit Prellungen an Knie und Schulter glimpflich davon.

Aufgezeichnet von Chris Biechele

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